RS Vwgh 2011/6/30 2008/07/0050

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Veröffentlicht am 30.06.2011
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
83 Naturschutz Umweltschutz
90/01 Straßenverkehrsordnung

Norm

IG-L 1997 §14 Abs6;
StVO 1960 §32 Abs1;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. StVO 1960 § 32 heute
  2. StVO 1960 § 32 gültig ab 01.07.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2005
  3. StVO 1960 § 32 gültig von 22.07.1998 bis 30.06.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 92/1998
  4. StVO 1960 § 32 gültig von 01.10.1994 bis 21.07.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 518/1994
  5. StVO 1960 § 32 gültig von 01.07.1983 bis 30.09.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 174/1983
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Weder der legistischen Entwicklung des § 14 Abs 6 IG-L 1997 noch den diesbezüglichen Gesetzesmaterialien (vgl. ErlRV 38 BlgNR 22. GP 9, 1147 BlgNR 22. GP 26, IA 276/A BlgNR 23. GP 2) lässt sich ein Anhaltspunkt dafür entnehmen, dass mit der Anordnung der sinngemäßen Geltung der ausdrücklich genannten Bestimmungen der StVO 1960 betreffend die "Kundmachung, Aufstellung und Beschaffenheit der Zeichen" beabsichtigt gewesen wäre, dem Straßenerhalter auch die Kosten für die Herstellung und Anbringung der Verkehrszeichen aufzuerlegen. Ein Abweichen vom Gesetzeswortlaut des § 14 Abs 6 IG-L 1997, indem man den Verweis auch auf den (dort nicht genannten) ersten Satz des § 32 Abs 1 StVO 1960 erstreckte, käme aber nur dann in Betracht, wenn der Gesetzgeber dies gewollt hätte. Dafür bestehen jedoch nach den Gesetzesmaterialien keine Anhaltspunkte.Weder der legistischen Entwicklung des Paragraph 14, Absatz 6, IG-L 1997 noch den diesbezüglichen Gesetzesmaterialien vergleiche ErlRV 38 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 9, 1147 BlgNR 22. Gesetzgebungsperiode 26, IA 276/A BlgNR 23. Gesetzgebungsperiode 2) lässt sich ein Anhaltspunkt dafür entnehmen, dass mit der Anordnung der sinngemäßen Geltung der ausdrücklich genannten Bestimmungen der StVO 1960 betreffend die "Kundmachung, Aufstellung und Beschaffenheit der Zeichen" beabsichtigt gewesen wäre, dem Straßenerhalter auch die Kosten für die Herstellung und Anbringung der Verkehrszeichen aufzuerlegen. Ein Abweichen vom Gesetzeswortlaut des Paragraph 14, Absatz 6, IG-L 1997, indem man den Verweis auch auf den (dort nicht genannten) ersten Satz des Paragraph 32, Absatz eins, StVO 1960 erstreckte, käme aber nur dann in Betracht, wenn der Gesetzgeber dies gewollt hätte. Dafür bestehen jedoch nach den Gesetzesmaterialien keine Anhaltspunkte.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Analogie Schließung von Gesetzeslücken VwRallg3/2/3 Besondere Rechtsgebiete Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2008070050.X06

Im RIS seit

22.07.2011

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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