RS Vwgh 2011/8/30 2010/21/0411

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.08.2011
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Index

E3R E01100000
E3R E19100000
E5XG E19101000
E5XG E19102000
E5XG E19104000
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

32009R0810 Visakodex Art32;
52003XG1219(01) Instruktion konsularische;
AVG §56;
FrPolG 2005 §11 Abs3;
FrPolG 2005 §25 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Ein einen Visumantrang des Fremden ablehnendes Schreiben, das nicht in deutscher Sprache gehalten ist, stellt unbeschadet dessen, dass die Beifügung einer Übersetzung in eine dem Antragsteller verständliche Sprache aus rechtsstaatlichen Gründen zumindest zweckmäßig erscheint - schon deshalb (vgl. aber auch die offenkundige Nichterfüllung der Anforderungen des § 11 Abs. 3 FrPolG 2005 und dazu B 24. Oktober 2007, 2007/21/0216) keinen anfechtbaren Bescheid dar (vgl. B 11. Dezember 2003, 2003/21/0092; E 17. Mai 2011, 2007/01/0389). Eine andere Beurteilung ergibt sich auch nicht vor dem Hintergrund der durch § 25 Abs. 1 FrPolG 2005 im Weg einer statischen Verweisung in das österreichische Recht inkorporierten Gemeinsamen konsularischen Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden, ABl. Nr. C 310 vom 19. Dezember 2003, und aus der - grundsätzlich - seit dem 5. April 2010 geltenden Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex) (siehe dort zur Visumverweigerung insbesondere Art. 32).Ein einen Visumantrang des Fremden ablehnendes Schreiben, das nicht in deutscher Sprache gehalten ist, stellt unbeschadet dessen, dass die Beifügung einer Übersetzung in eine dem Antragsteller verständliche Sprache aus rechtsstaatlichen Gründen zumindest zweckmäßig erscheint - schon deshalb vergleiche aber auch die offenkundige Nichterfüllung der Anforderungen des Paragraph 11, Absatz 3, FrPolG 2005 und dazu B 24. Oktober 2007, 2007/21/0216) keinen anfechtbaren Bescheid dar vergleiche B 11. Dezember 2003, 2003/21/0092; E 17. Mai 2011, 2007/01/0389). Eine andere Beurteilung ergibt sich auch nicht vor dem Hintergrund der durch Paragraph 25, Absatz eins, FrPolG 2005 im Weg einer statischen Verweisung in das österreichische Recht inkorporierten Gemeinsamen konsularischen Instruktion an die diplomatischen Missionen und die konsularischen Vertretungen, die von Berufskonsularbeamten geleitet werden, ABl. Nr. C 310 vom 19. Dezember 2003, und aus der - grundsätzlich - seit dem 5. April 2010 geltenden Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex) (siehe dort zur Visumverweigerung insbesondere Artikel 32,).

Schlagworte

Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Mangelnder Bescheidcharakter Mitteilungen und Rechtsbelehrungen Offenbare Unzuständigkeit des VwGH Mangelnder Bescheidcharakter Bescheidbegriff Allgemein Bescheidbegriff Mangelnder Bescheidcharakter

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2010210411.X01

Im RIS seit

08.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

08.09.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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