RS Vwgh 2011/9/13 2010/22/0216

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 13.09.2011
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Index

41/02 Asylrecht
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §10 Abs5;
FrPolG 2005 §54 Abs9 idF 2011/I/038;
FrPolG 2005 §62 Abs4 idF 2009/I/022;
FrPolG 2005 §70 Abs1;
NAG 2005 §11 Abs1 Z1;
NAG 2005 §44a;
  1. AsylG 2005 § 10 heute
  2. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 10 gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 68/2013
  5. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  6. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.07.2011 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2011
  7. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  8. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  9. AsylG 2005 § 10 gültig von 09.11.2007 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2007
  10. AsylG 2005 § 10 gültig von 01.01.2006 bis 08.11.2007

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2011/22/0128 E 13. Oktober 2011

Rechtssatz

Durch den später erlassenen Bescheid, mit dem die Ausweisung auf Dauer für unzulässig erklärt wurde, ist die Wirkung eines Aufenthaltsverbotsbescheides, demzufolge der Fremde gemäß § 70 Abs. 1 FrPolG 2005 unverzüglich auszureisen habe, weggefallen. Damit kann dem Aufenthaltsverbot aber auch seine Wirkung als Ausschlussgrund gemäß § 11 Abs. 1 Z 1 NAG 2005 für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nicht mehr zukommen (Hinweis B vom 22. Juli 2011, 2009/22/0128). Nichts anderes gilt betreffend eines - ohnedies nicht mit einem Ausreisebefehl verbundenen - Rückkehrverbotes, das mangels Zulässigkeit einer Ausweisung nie Geltung als Aufenthaltsverbot iSd § 62 Abs. 4 FrPolG 2005 (idF BGBl. I Nr. 122/2009) erlangen konnte (vgl. auch den inhaltlich gleich gelagerten nunmehrigen § 54 Abs. 9 FrPolG 2005).Durch den später erlassenen Bescheid, mit dem die Ausweisung auf Dauer für unzulässig erklärt wurde, ist die Wirkung eines Aufenthaltsverbotsbescheides, demzufolge der Fremde gemäß Paragraph 70, Absatz eins, FrPolG 2005 unverzüglich auszureisen habe, weggefallen. Damit kann dem Aufenthaltsverbot aber auch seine Wirkung als Ausschlussgrund gemäß Paragraph 11, Absatz eins, Ziffer eins, NAG 2005 für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nicht mehr zukommen (Hinweis B vom 22. Juli 2011, 2009/22/0128). Nichts anderes gilt betreffend eines - ohnedies nicht mit einem Ausreisebefehl verbundenen - Rückkehrverbotes, das mangels Zulässigkeit einer Ausweisung nie Geltung als Aufenthaltsverbot iSd Paragraph 62, Absatz 4, FrPolG 2005 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 122 aus 2009,) erlangen konnte vergleiche auch den inhaltlich gleich gelagerten nunmehrigen Paragraph 54, Absatz 9, FrPolG 2005).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2010220216.X01

Im RIS seit

12.10.2011

Zuletzt aktualisiert am

23.12.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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