RS Vwgh 2011/9/20 2008/01/0394

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 20.09.2011
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/01 Sicherheitsrecht
41/02 Staatsbürgerschaft

Norm

BKA-G 2002 §1;
B-VG Art131 Abs1 Z2;
SPG 1991 §6 Abs1 idF 2002/I/022;
StbG 1985 §11a;
VwGG §26 Abs1 Z2;
  1. B-VG Art. 131 heute
  2. B-VG Art. 131 gültig ab 27.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2024
  3. B-VG Art. 131 gültig von 01.02.2019 bis 26.02.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  4. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  6. B-VG Art. 131 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2002
  9. B-VG Art. 131 gültig von 04.09.1999 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 194/1999
  10. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1998 bis 03.09.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 131 gültig von 28.04.1975 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 316/1975
  13. B-VG Art. 131 gültig von 01.01.1975 bis 27.04.1975 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  14. B-VG Art. 131 gültig von 18.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  15. B-VG Art. 131 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  16. B-VG Art. 131 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  17. B-VG Art. 131 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 26 heute
  2. VwGG § 26 gültig ab 06.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 26 gültig von 01.01.2017 bis 05.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 26 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 26 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 26 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Kenntnis des Bundeskriminalamtes - welches eine Organisationseinheit des Bundesministeriums für Inneres, nicht aber eine dem Bundesminister untergeordnete Behörde darstellt - vom angefochtenen Bescheid über die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an die mitbeteiligte Partei ist der beschwerdeführenden Bundesministerin für Inneres zuzurechnen (Hinweis E 25. März 1999, Zl. 98/20/0283). Im vorliegenden Fall vermittelte das Schreiben der belangten Behörde (der Wiener Landesregierung) an das Bundeskriminalamt vom 19. Oktober 2007, indem darin auf die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den Mitbeteiligten mit Bescheid vom 9. August 2004 sowie - durch Anführung der maßgeblichen Rechtsvorschrift des § 11a StbG - auf den zugrunde liegenden Verleihungstatbestand hingewiesen wird, der beschwerdeführenden Bundesministerin für Inneres spätestens zu diesem Zeitpunkt ausreichende Kenntnis vom maßgeblichen rechtlichen Inhalt des angefochtenen Bescheides und löste die Beschwerdefrist gemäß § 26 Abs. 1 Z. 2 VwGG aus (vgl. zur Frage der Kenntnis vom normativen Gehalt eines Bescheides auch das hg. Erkenntnis vom 23. März 2000, Zl. 98/20/0282, wonach eine AIS-Eintragung ohne nähere Information über den Verfahrensausgang keine Kenntnis von diesem Bescheid begründet; vgl. zum Ganzen auch den hg. Beschluss vom 20. September 2011, Zl. 2008/01/0388).Die Kenntnis des Bundeskriminalamtes - welches eine Organisationseinheit des Bundesministeriums für Inneres, nicht aber eine dem Bundesminister untergeordnete Behörde darstellt - vom angefochtenen Bescheid über die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an die mitbeteiligte Partei ist der beschwerdeführenden Bundesministerin für Inneres zuzurechnen (Hinweis E 25. März 1999, Zl. 98/20/0283). Im vorliegenden Fall vermittelte das Schreiben der belangten Behörde (der Wiener Landesregierung) an das Bundeskriminalamt vom 19. Oktober 2007, indem darin auf die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an den Mitbeteiligten mit Bescheid vom 9. August 2004 sowie - durch Anführung der maßgeblichen Rechtsvorschrift des Paragraph 11 a, StbG - auf den zugrunde liegenden Verleihungstatbestand hingewiesen wird, der beschwerdeführenden Bundesministerin für Inneres spätestens zu diesem Zeitpunkt ausreichende Kenntnis vom maßgeblichen rechtlichen Inhalt des angefochtenen Bescheides und löste die Beschwerdefrist gemäß Paragraph 26, Absatz eins, Ziffer 2, VwGG aus vergleiche zur Frage der Kenntnis vom normativen Gehalt eines Bescheides auch das hg. Erkenntnis vom 23. März 2000, Zl. 98/20/0282, wonach eine AIS-Eintragung ohne nähere Information über den Verfahrensausgang keine Kenntnis von diesem Bescheid begründet; vergleiche zum Ganzen auch den hg. Beschluss vom 20. September 2011, Zl. 2008/01/0388).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2008010394.X01

Im RIS seit

03.01.2012

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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