RS Vwgh 2011/10/10 2008/17/0113

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 10.10.2011
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Index

E1E
E1P
E6J
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
59/04 EU - EWR

Norm

12007P/TXT Grundrechte Charta Art47 Abs1;
12007P/TXT Grundrechte Charta Art47;
12010E267 AEUV Art267;
61997CJ0258 Hospital Ingenieure Krankenhaustechnik VORAB;
B-VG Art129a;
B-VG Art129b;
VwGG §41 Abs1;
  1. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 51/2012
  2. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  1. B-VG Art. 129b gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 51/2012
  2. B-VG Art. 129b gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 129b gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  1. VwGG § 41 heute
  2. VwGG § 41 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 41 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 41 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 41 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die unabhängigen Verwaltungssenate nach Art. 129a und Art. 129b B-VG sind nach der Rechtsprechung des EuGH Tribunale im Sinn des Art. 267 AEUV (vgl. das Urteil des EuGH vom 4. März 1999, Rs C- 258/97, Hospital Ingenieure, Rn 18). Es stellt sich im vorliegenden Verfahren daher nicht die Frage, welche Konsequenzen sich aus dem Gebot zur Gewährung effektiven Rechtsschutzes im Allgemeinen und aus den Anforderungen des Art. 47 Abs. 1 GRC im Besonderen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren im Hinblick auf die eingeschränkte Tatsachenkognition des Verwaltungsgerichtshofes nach § 41 Abs. 1 VwGG ergeben, wenn vor der Erhebung der Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof kein Tribunal entschieden hat. Da der Verwaltungsgerichtshof im vorliegenden Fall nicht das erste anrufbare Gericht im Sinne des Art. 267 AEUV und des Art. 47 GRC ist, erübrigt sich die Untersuchung, ob eine unveränderte Anwendung des Verfahrensregimes des VwGG den unionsrechtlichen Anforderungen entspräche bzw. in welcher Weise allenfalls auf Grund der Annahme einer Verdrängung von Vorschriften des VwGG eine unionsrechtskonforme Vollziehung sicherzustellen wäre.Die unabhängigen Verwaltungssenate nach Artikel 129 a und Artikel 129 b, B-VG sind nach der Rechtsprechung des EuGH Tribunale im Sinn des Artikel 267, AEUV vergleiche das Urteil des EuGH vom 4. März 1999, Rs C- 258/97, Hospital Ingenieure, Rn 18). Es stellt sich im vorliegenden Verfahren daher nicht die Frage, welche Konsequenzen sich aus dem Gebot zur Gewährung effektiven Rechtsschutzes im Allgemeinen und aus den Anforderungen des Artikel 47, Absatz eins, GRC im Besonderen für das verwaltungsgerichtliche Verfahren im Hinblick auf die eingeschränkte Tatsachenkognition des Verwaltungsgerichtshofes nach Paragraph 41, Absatz eins, VwGG ergeben, wenn vor der Erhebung der Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof kein Tribunal entschieden hat. Da der Verwaltungsgerichtshof im vorliegenden Fall nicht das erste anrufbare Gericht im Sinne des Artikel 267, AEUV und des Artikel 47, GRC ist, erübrigt sich die Untersuchung, ob eine unveränderte Anwendung des Verfahrensregimes des VwGG den unionsrechtlichen Anforderungen entspräche bzw. in welcher Weise allenfalls auf Grund der Annahme einer Verdrängung von Vorschriften des VwGG eine unionsrechtskonforme Vollziehung sicherzustellen wäre.

Gerichtsentscheidung

EuGH 61997CJ0258 Hospital Ingenieure Krankenhaustechnik VORAB

Schlagworte

Angenommener Sachverhalt (siehe auch Sachverhalt Neuerungsverbot Allgemein und Sachverhalt Verfahrensmängel)

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2008170113.X02

Im RIS seit

22.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

07.01.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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