RS Vwgh 2011/10/24 2009/10/0203

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Veröffentlicht am 24.10.2011
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Index

L92056 Altenheime Pflegeheime Sozialhilfe Steiermark
L94406 Krankenanstalt Spital Steiermark
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz
66/02 Andere Sozialversicherungsgesetze
82/06 Krankenanstalten

Norm

ASVG §148;
GSVG 1978 §185 Abs1;
GSVG 1978 §186 Abs1;
GSVG 1978 §186 Abs2;
GSVG 1978 §97;
KAG Stmk 1999 §44 Abs1;
KAKuG 2001 §27b;
SHG Stmk 1998 §31 Abs1;
VwGG §34 Abs1;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. ASVG § 148 heute
  2. ASVG § 148 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. ASVG § 148 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  4. ASVG § 148 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2009
  5. ASVG § 148 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 179/2004
  6. ASVG § 148 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2007
  7. ASVG § 148 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 179/2004
  8. ASVG § 148 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2001
  9. ASVG § 148 gültig von 01.04.2003 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  10. ASVG § 148 gültig von 01.01.2001 bis 31.03.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2001
  11. ASVG § 148 gültig von 01.01.2001 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2000
  12. ASVG § 148 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  13. ASVG § 148 gültig von 01.01.1997 bis 31.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 764/1996
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Krankenanstalt erwirbt durch die Übernahme der Spitalsbehandlung einer Person, bei der im Zeitraum der Behandlung mangels eigener Mittel eine Gefährdung des Lebensbedarfes gegeben ist (bei Zutreffen der weiteren Voraussetzungen) einen Ersatzanspruch nach § 31 Abs. 1 Stmk SHG 1998. Dass im Nachhinein durch Beitragsnachzahlungen einer Patientin ein Versicherungsanspruch erwirkt werden kann, berührt den einmal erworbenen Ersatzanspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der Sozialhilfe nicht. Auch wenn mit dem "nachträglichen" Entstehen eines solchen Anspruchs der Patientin ein Anspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung einherginge (vgl. § 148 ASVG iVm § 97 GSVG 1978, § 27b KAKuG 2001, §§ 44 Abs. 1 Stmk KAG 1999), hätte dieser den bereits entstandenen Anspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der Sozialhilfe nicht berührt. Vielmehr begründen für solche Fälle die §§ 185 Abs. 1, § 186 Abs. 1 und 2 GSVG einen Ersatzanspruch des Trägers der Sozialhilfe gegenüber dem Träger der gesetzlichen Sozialversicherung. Dieser Anspruch kann jedoch dem ersatzberechtigten Krankenanstaltenträger in einem derartigen Fall nicht entgegen gehalten werden.Die Krankenanstalt erwirbt durch die Übernahme der Spitalsbehandlung einer Person, bei der im Zeitraum der Behandlung mangels eigener Mittel eine Gefährdung des Lebensbedarfes gegeben ist (bei Zutreffen der weiteren Voraussetzungen) einen Ersatzanspruch nach Paragraph 31, Absatz eins, Stmk SHG 1998. Dass im Nachhinein durch Beitragsnachzahlungen einer Patientin ein Versicherungsanspruch erwirkt werden kann, berührt den einmal erworbenen Ersatzanspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der Sozialhilfe nicht. Auch wenn mit dem "nachträglichen" Entstehen eines solchen Anspruchs der Patientin ein Anspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung einherginge vergleiche Paragraph 148, ASVG in Verbindung mit Paragraph 97, GSVG 1978, Paragraph 27 b, KAKuG 2001, Paragraphen 44, Absatz eins, Stmk KAG 1999), hätte dieser den bereits entstandenen Anspruch des Krankenanstaltenträgers gegenüber dem Träger der Sozialhilfe nicht berührt. Vielmehr begründen für solche Fälle die Paragraphen 185, Absatz eins,, Paragraph 186, Absatz eins und 2 GSVG einen Ersatzanspruch des Trägers der Sozialhilfe gegenüber dem Träger der gesetzlichen Sozialversicherung. Dieser Anspruch kann jedoch dem ersatzberechtigten Krankenanstaltenträger in einem derartigen Fall nicht entgegen gehalten werden.

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Mangel der Berechtigung zur Erhebung der Beschwerde mangelnde subjektive Rechtsverletzung Parteienrechte und Beschwerdelegitimation Verwaltungsverfahren Rechtsverletzung des Beschwerdeführers Beschwerdelegitimation bejaht Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2009100203.X01

Im RIS seit

18.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

30.11.2011
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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