RS Vwgh 2011/10/25 2007/04/0126

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 25.10.2011
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Index

26/03 Patentrecht
40/01 Verwaltungsverfahren
50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1994 §366 Abs1 Z1;
PatG 1970 §31 Abs1 idF 2004/I/149;
PatG 1970 §33 Abs1;
PatG 1970 §33 Abs2;
VStG §1 Abs2;
  1. GewO 1994 § 366 heute
  2. GewO 1994 § 366 gültig ab 28.04.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 204/2022
  3. GewO 1994 § 366 gültig von 01.10.2018 bis 27.04.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 45/2018
  4. GewO 1994 § 366 gültig von 01.05.2018 bis 30.09.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2017
  5. GewO 1994 § 366 gültig von 29.03.2016 bis 30.04.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2015
  6. GewO 1994 § 366 gültig von 10.07.2015 bis 28.03.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 81/2015
  7. GewO 1994 § 366 gültig von 27.03.2015 bis 09.07.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 18/2015
  8. GewO 1994 § 366 gültig von 14.09.2012 bis 26.03.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  9. GewO 1994 § 366 gültig von 19.08.2010 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 66/2010
  10. GewO 1994 § 366 gültig von 16.06.2010 bis 18.08.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2010
  11. GewO 1994 § 366 gültig von 27.02.2008 bis 15.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  12. GewO 1994 § 366 gültig von 15.01.2005 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  13. GewO 1994 § 366 gültig von 01.12.2004 bis 14.01.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2004
  14. GewO 1994 § 366 gültig von 01.01.2002 bis 30.11.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 136/2001
  15. GewO 1994 § 366 gültig von 01.09.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  16. GewO 1994 § 366 gültig von 11.08.2000 bis 31.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  17. GewO 1994 § 366 gültig von 19.03.1994 bis 10.08.2000

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2007/04/0127 Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2007/04/0081 E 25. Oktober 2011 2008/04/0166 E 25. Oktober 2011 2008/04/0172 E 25. Oktober 2011

Rechtssatz

Während des hier maßgebenden Tatzeitraumes (§ 1 Abs. 2 VStG) wurde § 31 PatG 1970 durch die Novelle BGBl. I Nr. 149/2004 mit Wirksamkeit vom 1. Juli 2005 geändert. Die dadurch erfolgte Änderung des § 31 PatG 1970 hat im vorliegenden Fall aber keine Bedeutung: Auch wenn durch die Novelle in § 31 Abs. 1 PatG 1970 die Bezeichnung des Normadressaten der dort angeführten Begünstigung geändert wurde (statt "Anmelder oder sein Rechtsnachfolger" seit der Novelle "Patentinhaber"), so kommt auch seit der Novelle zufolge § 33 Abs. 1 und 2 PatG 1970 der Rechtsnachfolger eines Patentinhabers in den Genuss der Begünstigung des § 31 Abs. 1 PatG 1970. Wie sich aus § 33 Abs. 1 und 2 PatG 1970 ergibt, ist eine Übertragung des Rechts aus der Anmeldung und des Patentrechts möglich. Die Bestimmung setzt daher den aufrechten Bestand dieser Rechte voraus (nemo plus iuris transferre potest quam ipse habet). Daher ist aus dieser Bestimmung für den vorliegenden Fall nichts zu gewinnen, hat doch die Bfin das Unternehmen der ehemalige Patentinhaberin erst erworben, nachdem deren Patentrecht bereits (mehr als 20 Jahre) erloschen war. Die Bfin hat daher hinsichtlich der gegenständlichen Erfindung nicht die Rechtsposition des Patentinhabers erlangt und kann sich daher nicht auf die Begünstigung des § 31 Abs. 1 PatG 1970 (Ausübung der Erfindung ohne Gewerbeberechtigung) berufen.Während des hier maßgebenden Tatzeitraumes (Paragraph eins, Absatz 2, VStG) wurde Paragraph 31, PatG 1970 durch die Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 149 aus 2004, mit Wirksamkeit vom 1. Juli 2005 geändert. Die dadurch erfolgte Änderung des Paragraph 31, PatG 1970 hat im vorliegenden Fall aber keine Bedeutung: Auch wenn durch die Novelle in Paragraph 31, Absatz eins, PatG 1970 die Bezeichnung des Normadressaten der dort angeführten Begünstigung geändert wurde (statt "Anmelder oder sein Rechtsnachfolger" seit der Novelle "Patentinhaber"), so kommt auch seit der Novelle zufolge Paragraph 33, Absatz eins und 2 PatG 1970 der Rechtsnachfolger eines Patentinhabers in den Genuss der Begünstigung des Paragraph 31, Absatz eins, PatG 1970. Wie sich aus Paragraph 33, Absatz eins und 2 PatG 1970 ergibt, ist eine Übertragung des Rechts aus der Anmeldung und des Patentrechts möglich. Die Bestimmung setzt daher den aufrechten Bestand dieser Rechte voraus (nemo plus iuris transferre potest quam ipse habet). Daher ist aus dieser Bestimmung für den vorliegenden Fall nichts zu gewinnen, hat doch die Bfin das Unternehmen der ehemalige Patentinhaberin erst erworben, nachdem deren Patentrecht bereits (mehr als 20 Jahre) erloschen war. Die Bfin hat daher hinsichtlich der gegenständlichen Erfindung nicht die Rechtsposition des Patentinhabers erlangt und kann sich daher nicht auf die Begünstigung des Paragraph 31, Absatz eins, PatG 1970 (Ausübung der Erfindung ohne Gewerbeberechtigung) berufen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2011:2007040126.X02

Im RIS seit

25.11.2011

Zuletzt aktualisiert am

04.05.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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