RS Vwgh 2012/2/22 2011/08/0220

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 22.02.2012
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ASVG §413 Abs1 Z1;
ASVG §415 Abs1;
AVG §6 Abs1;
AVG §61 Abs4;
AVG §63 Abs5 idF 1995/471;
VwRallg;
  1. ASVG § 413 heute
  2. ASVG § 413 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. ASVG § 413 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2013
  4. ASVG § 413 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 676/1991
  1. ASVG § 415 heute
  2. ASVG § 415 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2013
  3. ASVG § 415 gültig von 01.08.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2010
  4. ASVG § 415 gültig von 01.01.2004 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2003
  5. ASVG § 415 gültig von 01.05.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  6. ASVG § 415 gültig von 01.08.1998 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/1998
  7. ASVG § 415 gültig von 01.01.1956 bis 31.07.1998
  1. AVG § 61 heute
  2. AVG § 61 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 61 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 61 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Auch unter Berücksichtigung des Gesetzeszweckes, das Risiko der Parteien bezüglich der Versäumung der Berufungsfrist in bestimmten Fällen auszuschließen, ist eine ausdehnende Auslegung der Bestimmung des § 63 Abs. 5 AVG nicht geboten. Ausgehend vom klaren Wortlaut des § 63 Abs. 5 AVG gilt sohin eine Berufung, die im mehrgliedrigen Instanzenzug bei der Zwischeninstanz, die den mit der Berufung anzufechtenden Bescheid erlassen hat, eingebracht wurde, nicht als rechtzeitig (ebenso Walter/Kolonovits/Muzak/Stöger, Verwaltungsverfahrensrecht9, Rz 519; Hengstschläger/Leeb, AVG § 63 Rz 109, Thienel/Schulev-Steindl, Verwaltungsverfahrensrecht5, 259). Abweichendes gilt nur bei fehlerhafter Rechtsmittelbelehrung (oder bei rechtzeitiger Weiterleitung gemäß § 6 AVG). Der Verwaltungsgerichtshof findet daher keinen Anlass, von seiner Rechtsprechung abzugehen, wonach der Landeshauptmann, der über einen Einspruch iSd § 413 Abs. 1 Z 1 ASVG entschieden hat, hinsichtlich der gegen diesen Einspruch erhobenen Berufung nicht als "Berufungsbehörde" iSd § 63 Abs. 5 dritter Satz AVG zu verstehen ist (vgl. das hg. Erkenntnis vom 28. Juli 2006, Zl. 2004/08/0045; ebenso zu einer Berufung in einem mehrgliedrigen Instanzenzug das hg. Erkenntnis vom 20. Jänner 2000, Zl. 98/06/0167).Auch unter Berücksichtigung des Gesetzeszweckes, das Risiko der Parteien bezüglich der Versäumung der Berufungsfrist in bestimmten Fällen auszuschließen, ist eine ausdehnende Auslegung der Bestimmung des Paragraph 63, Absatz 5, AVG nicht geboten. Ausgehend vom klaren Wortlaut des Paragraph 63, Absatz 5, AVG gilt sohin eine Berufung, die im mehrgliedrigen Instanzenzug bei der Zwischeninstanz, die den mit der Berufung anzufechtenden Bescheid erlassen hat, eingebracht wurde, nicht als rechtzeitig (ebenso Walter/Kolonovits/Muzak/Stöger, Verwaltungsverfahrensrecht9, Rz 519; Hengstschläger/Leeb, AVG Paragraph 63, Rz 109, Thienel/Schulev-Steindl, Verwaltungsverfahrensrecht5, 259). Abweichendes gilt nur bei fehlerhafter Rechtsmittelbelehrung (oder bei rechtzeitiger Weiterleitung gemäß Paragraph 6, AVG). Der Verwaltungsgerichtshof findet daher keinen Anlass, von seiner Rechtsprechung abzugehen, wonach der Landeshauptmann, der über einen Einspruch iSd Paragraph 413, Absatz eins, Ziffer eins, ASVG entschieden hat, hinsichtlich der gegen diesen Einspruch erhobenen Berufung nicht als "Berufungsbehörde" iSd Paragraph 63, Absatz 5, dritter Satz AVG zu verstehen ist vergleiche das hg. Erkenntnis vom 28. Juli 2006, Zl. 2004/08/0045; ebenso zu einer Berufung in einem mehrgliedrigen Instanzenzug das hg. Erkenntnis vom 20. Jänner 2000, Zl. 98/06/0167).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2 Weiterleitung an die zuständige Behörde auf Gefahr des Einschreiters

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011080220.X04

Im RIS seit

22.03.2012

Zuletzt aktualisiert am

18.03.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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