RS Vwgh 2012/4/18 2009/16/0247

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.04.2012
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Index

32/06 Verkehrsteuern

Norm

GrEStG 1987 §1 Abs3 Z2;
GrEStG 1987 §1 Abs3;
GrEStG 1987 §3 Abs1 Z2;
  1. GrEStG 1987 § 3 heute
  2. GrEStG 1987 § 3 gültig ab 01.07.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2025
  3. GrEStG 1987 § 3 gültig von 22.07.2023 bis 30.06.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  4. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.07.2020 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.01.2020 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  6. GrEStG 1987 § 3 gültig von 15.08.2018 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  7. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.01.2016 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 160/2015
  8. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  9. GrEStG 1987 § 3 gültig von 31.05.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2014
  10. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.01.2013 bis 30.05.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  11. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.01.2012 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2011
  12. GrEStG 1987 § 3 gültig von 31.12.2009 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  13. GrEStG 1987 § 3 gültig von 18.06.2009 bis 30.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  14. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.08.2008 bis 17.06.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 52/2009
  15. GrEStG 1987 § 3 gültig von 01.08.2008 bis 31.07.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2008
  16. GrEStG 1987 § 3 gültig von 27.06.2008 bis 31.07.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2008
  17. GrEStG 1987 § 3 gültig von 27.06.2001 bis 26.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2001
  18. GrEStG 1987 § 3 gültig von 17.07.1987 bis 26.06.2001

Rechtssatz

§ 1 Abs. 3 GrEStG 1987 kann als Sondertatbestand der Verschaffung der wirtschaftlichen oder rechtlichen Verfügungsmacht über ein Grundstück verstanden werden. Durch die Vereinigung aller Anteile einer Gesellschaft in der Hand des Erwerbers erlangt dieser nämlich auch die Verfügungsmacht über die zum Vermögen der Gesellschaft gehörigen Grundstücke. Der Tatbestand nach § 1 Abs. 3 Z 2 GrEStG 1987 wird also nicht durch einen Grundstückserwerb verwirklicht, sondern durch eine Vereinigung von Gesellschaftsanteilen in einer Hand. Dadurch soll verhindert werden, dass bei einem völligen Wechsel aller Mitglieder einer Gesellschaft die Erhebung der Grunderwerbsteuer vom Grundbesitz unterbliebe (vgl. diesbezüglich Fellner, Gebühren und Verkehrsteuern, Band II, Grunderwerbsteuer, Rz 294 zu § 1, mwN). Der Ausnahmetatbestand des § 3 Abs. 1 Z 2 GrEStG 1987 hat dagegen jedenfalls einen Grundstückserwerb von Todes wegen oder eine Grundstücksschenkung unter Lebenden im Sinne des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes zur Voraussetzung. Die Vereinigung aller Gesellschaftsanteile in einer Hand durch Erwerb eines Gesellschaftsanteiles von Todes wegen fällt aber nicht unter den Begriff "Grundstückserwerb" iSd Ausnahmebestimmung des § 3 Abs. 1 Z 2 GrEStG 1987 (vgl. Takacs, GrEStG5, Rzn 3.2 lit. b und 3.12 zu § 3, mwN). Für die Anwendung des § 3 Abs. 1 Z 2 GrEStG 1987 ist nämlich der direkte und unmittelbare Erwerb vom Erblasser erforderlich (vgl. das hg. Erkenntnis vom 20. Februar 2003, 2002/16/0099).Paragraph eins, Absatz 3, GrEStG 1987 kann als Sondertatbestand der Verschaffung der wirtschaftlichen oder rechtlichen Verfügungsmacht über ein Grundstück verstanden werden. Durch die Vereinigung aller Anteile einer Gesellschaft in der Hand des Erwerbers erlangt dieser nämlich auch die Verfügungsmacht über die zum Vermögen der Gesellschaft gehörigen Grundstücke. Der Tatbestand nach Paragraph eins, Absatz 3, Ziffer 2, GrEStG 1987 wird also nicht durch einen Grundstückserwerb verwirklicht, sondern durch eine Vereinigung von Gesellschaftsanteilen in einer Hand. Dadurch soll verhindert werden, dass bei einem völligen Wechsel aller Mitglieder einer Gesellschaft die Erhebung der Grunderwerbsteuer vom Grundbesitz unterbliebe vergleiche diesbezüglich Fellner, Gebühren und Verkehrsteuern, Band römisch zwei, Grunderwerbsteuer, Rz 294 zu Paragraph eins,, mwN). Der Ausnahmetatbestand des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, GrEStG 1987 hat dagegen jedenfalls einen Grundstückserwerb von Todes wegen oder eine Grundstücksschenkung unter Lebenden im Sinne des Erbschafts- und Schenkungssteuergesetzes zur Voraussetzung. Die Vereinigung aller Gesellschaftsanteile in einer Hand durch Erwerb eines Gesellschaftsanteiles von Todes wegen fällt aber nicht unter den Begriff "Grundstückserwerb" iSd Ausnahmebestimmung des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, GrEStG 1987 vergleiche Takacs, GrEStG5, Rzn 3.2 Litera b und 3.12 zu Paragraph 3,, mwN). Für die Anwendung des Paragraph 3, Absatz eins, Ziffer 2, GrEStG 1987 ist nämlich der direkte und unmittelbare Erwerb vom Erblasser erforderlich vergleiche das hg. Erkenntnis vom 20. Februar 2003, 2002/16/0099).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2009160247.X01

Im RIS seit

14.05.2012

Zuletzt aktualisiert am

22.08.2012
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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