RS Vwgh 2012/7/12 2011/06/0099

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.07.2012
beobachten
merken

Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag
Steiermark
L82006 Bauordnung Steiermark
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §18 Abs4;
AVG §56;
BauG Stmk 1995 §2 Abs1;
VwGG §42 Abs1 Z1;
  1. AVG § 18 heute
  2. AVG § 18 gültig ab 01.01.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  3. AVG § 18 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  4. AVG § 18 gültig von 01.01.2002 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  5. AVG § 18 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 18 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 18 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Dem Gemeinderat kommt gemäß § 2 Abs. 1 Stmk BauG 1995 abstrakt die Kompetenz zu hoheitlichem Handeln zu. Liegt jedoch einem Bescheid, der einem Kollegialorgan zugerechnet werden soll, kein entsprechender Beschluss dieses Organes zu Grunde, dann ist der Bescheid so zu betrachten, als ob er von einer unzuständigen Behörde erlassen worden wäre. In diesem Fall liegt trotz mangelhafter Willensbildung ein vernichtbarer und kein (absolut) nichtiger Verwaltungsakt vor (Hinweis E vom 22. Juni 2004, 2003/06/0184, mwN). Die belangte Behörde hätte daher im Hinblick auf den Mangel des fehlenden Beschlusses des Gemeinderates den Berufungsbescheid wegen Unzuständigkeit der bescheiderlassenden Behörde aufzuheben gehabt.Dem Gemeinderat kommt gemäß Paragraph 2, Absatz eins, Stmk BauG 1995 abstrakt die Kompetenz zu hoheitlichem Handeln zu. Liegt jedoch einem Bescheid, der einem Kollegialorgan zugerechnet werden soll, kein entsprechender Beschluss dieses Organes zu Grunde, dann ist der Bescheid so zu betrachten, als ob er von einer unzuständigen Behörde erlassen worden wäre. In diesem Fall liegt trotz mangelhafter Willensbildung ein vernichtbarer und kein (absolut) nichtiger Verwaltungsakt vor (Hinweis E vom 22. Juni 2004, 2003/06/0184, mwN). Die belangte Behörde hätte daher im Hinblick auf den Mangel des fehlenden Beschlusses des Gemeinderates den Berufungsbescheid wegen Unzuständigkeit der bescheiderlassenden Behörde aufzuheben gehabt.

Schlagworte

Bescheidcharakter Bescheidbegriff Bejahung des Bescheidcharakters Behördenbezeichnung

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011060099.X01

Im RIS seit

01.08.2012

Zuletzt aktualisiert am

27.09.2012
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten