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10/07 VerwaltungsgerichtshofNorm
MRK Art6 Abs1;Rechtssatz
Die Bfin erachtet Art. 6 MRK verletzt, weil im Verwaltungsverfahren - wiewohl es um einen Eingriff in das Eigentumsgrundrecht gemäß Art. 1 1. ZP MRK und Art. 5 StGG gehe - keine öffentliche mündliche Verhandlung stattgefunden hat. Dem ist entgegenzuhalten, dass vor dem Verwaltungsgerichtshof, einem Tribunal im Sinne dieser Bestimmung (vgl. u.a. das E des Verfassungsgerichtshofes vom 28. Juni 2011, VfSlg. Nr. 19.425), eine solche öffentliche mündliche Verhandlung gemäß dem Antrag der Bfin stattgefunden hat. Es wurde somit dem grundsätzlichen Recht einer Partei auf eine mündliche Verhandlung vor dem ersten und einzigen Tribunal in einer zivilrechtlichen Angelegenheit im Sinne des Art. 6 Abs. 1 MRK (vgl. das Urteil des EGMR vom 10. Mai 2007 im Fall Hofbauer Nr. 2 gegen Österreich, Z. 26) entsprochen.Die Bfin erachtet Artikel 6, MRK verletzt, weil im Verwaltungsverfahren - wiewohl es um einen Eingriff in das Eigentumsgrundrecht gemäß Artikel eins, 1. ZP MRK und Artikel 5, StGG gehe - keine öffentliche mündliche Verhandlung stattgefunden hat. Dem ist entgegenzuhalten, dass vor dem Verwaltungsgerichtshof, einem Tribunal im Sinne dieser Bestimmung vergleiche u.a. das E des Verfassungsgerichtshofes vom 28. Juni 2011, VfSlg. Nr. 19.425), eine solche öffentliche mündliche Verhandlung gemäß dem Antrag der Bfin stattgefunden hat. Es wurde somit dem grundsätzlichen Recht einer Partei auf eine mündliche Verhandlung vor dem ersten und einzigen Tribunal in einer zivilrechtlichen Angelegenheit im Sinne des Artikel 6, Absatz eins, MRK vergleiche das Urteil des EGMR vom 10. Mai 2007 im Fall Hofbauer Nr. 2 gegen Österreich, Ziffer 26,) entsprochen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2012:2010060234.X04Im RIS seit
07.08.2012Zuletzt aktualisiert am
06.05.2014