RS Vwgh 2012/10/18 2012/06/0102

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.10.2012
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Index

L85007 Straßen Tirol
001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §41;
AVG §42 Abs1;
AVG §8;
LStG Tir 1989 §42;
LStG Tir 1989 §43 Abs1;
VwRallg;
  1. AVG § 41 heute
  2. AVG § 41 gültig ab 01.01.9000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 41 gültig von 21.07.2023 bis 01.01.9000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  4. AVG § 41 gültig von 15.08.2018 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  5. AVG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. AVG § 41 gültig von 01.01.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2011
  7. AVG § 41 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  8. AVG § 41 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 42 heute
  2. AVG § 42 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 42 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  4. AVG § 42 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  5. AVG § 42 gültig von 01.01.1999 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 42 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2012/06/0112

Rechtssatz

Die im Vorbringen des Beschwerdeführers vorkommende Erklärung, er hätte sich das Erheben von Einwendungen im Sinne des § 43 Abs. 1 Tir LStG 1989 vorbehalten, stellt eine bloße Ankündigung dar und keine Einwendung (Hinweis E vom 20. April 2004, 2003/06/0114, mwN). Sofern man sein Vorbringen im Verwaltungsverfahren dahin verstehen sollte, er hätte erklärt, Einwendungen für den Fall zu erheben, dass das Übereinkommen über den "rechtsgeschäftlichen" Erwerb der benötigten Grundflächen nicht gültig sei oder nachträglich ungültig werde, handelte es sich um eine unzulässige (unwirksame) bedingte Prozesserklärung (Hinweis Erkenntnisse vom 3. Mai 2011, 2009/05/0154, vom 6. Juli 2010, 2008/05/0115, jeweils mwN., uam.). Das bedeutet, dass der Bf auch dann, wenn er in der Verhandlung das von ihm behauptete Vorbringen erstattet hätte, keine Einwendungen (im Rechtssinn) erhoben hätte. Damit hat er im Straßenbaubewilligungsverfahren (jedenfalls) die Parteistellung verloren.Die im Vorbringen des Beschwerdeführers vorkommende Erklärung, er hätte sich das Erheben von Einwendungen im Sinne des Paragraph 43, Absatz eins, Tir LStG 1989 vorbehalten, stellt eine bloße Ankündigung dar und keine Einwendung (Hinweis E vom 20. April 2004, 2003/06/0114, mwN). Sofern man sein Vorbringen im Verwaltungsverfahren dahin verstehen sollte, er hätte erklärt, Einwendungen für den Fall zu erheben, dass das Übereinkommen über den "rechtsgeschäftlichen" Erwerb der benötigten Grundflächen nicht gültig sei oder nachträglich ungültig werde, handelte es sich um eine unzulässige (unwirksame) bedingte Prozesserklärung (Hinweis Erkenntnisse vom 3. Mai 2011, 2009/05/0154, vom 6. Juli 2010, 2008/05/0115, jeweils mwN., uam.). Das bedeutet, dass der Bf auch dann, wenn er in der Verhandlung das von ihm behauptete Vorbringen erstattet hätte, keine Einwendungen (im Rechtssinn) erhoben hätte. Damit hat er im Straßenbaubewilligungsverfahren (jedenfalls) die Parteistellung verloren.

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Auflagen und Bedingungen VwRallg6/4 Straßenrecht Wegerecht Kraftfahrwesen Straßenverkehr

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012060102.X02

Im RIS seit

15.11.2012

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2012
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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