RS Vwgh 2012/11/13 2011/22/0074

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Veröffentlicht am 13.11.2012
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §34;
FrG 1997 §21 Abs3 idF 2002/I/126;
FrG 1997 §21 Abs3;
NAG 2005 §2 Abs1 Z9;
NAG 2005 §2 Abs4 Z1;
NAG 2005 §47 Abs2;
VwRallg;
  1. AsylG 2005 § 34 heute
  2. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.11.2017 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 84/2017
  3. AsylG 2005 § 34 gültig ab 01.11.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 145/2017
  4. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.01.2014 bis 31.10.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2012
  5. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  6. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 122/2009
  7. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.04.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2009
  8. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.07.2008 bis 31.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  9. AsylG 2005 § 34 gültig von 01.01.2006 bis 30.06.2008

Hinweis auf Stammrechtssatz

GRS wie 2008/22/0882 E 14. Dezember 2010 RS 4

Stammrechtssatz

Zur Beurteilung der Minderjährigkeit ist nach dem NAG 2005 auf den Entscheidungszeitpunkt und nicht auf das Alter zur Zeit der Antragstellung abzustellen. Während § 21 Abs. 3 FrG 1997 idF BGBl. I Nr. 126/2002 ausdrücklich auf den Zeitpunkt der Antragstellung Bezug genommen hat, legt § 47 Abs. 2 NAG 2005 wieder (wie § 21 Abs. 3 FrG 1997 in der Stammfassung) den Schwerpunkt auf die Sachlage bei Erteilung des Titels. Somit kann auf das hg. E vom 19. Dezember 2000, 99/19/0085, verwiesen werden, mit dem eine solche Rechtslage nicht als unsachlich gewertet wurde. Hingegen stellt das asylrechtliche Familienverfahren (§ 34 AsylG 2005) auf den Zeitpunkt der Antragstellung ab (Hinweis E vom 23. Jänner 2003, 2001/01/0429). Diese ausdrücklich unterschiedlich gestaltete Rechtslage verbietet eine Auslegung, wonach für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nach § 47 Abs. 2 NAG 2005 nicht die Sachlage im Zeitpunkt der Bescheiderlassung maßgeblich wäre.Zur Beurteilung der Minderjährigkeit ist nach dem NAG 2005 auf den Entscheidungszeitpunkt und nicht auf das Alter zur Zeit der Antragstellung abzustellen. Während Paragraph 21, Absatz 3, FrG 1997 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 126 aus 2002, ausdrücklich auf den Zeitpunkt der Antragstellung Bezug genommen hat, legt Paragraph 47, Absatz 2, NAG 2005 wieder (wie Paragraph 21, Absatz 3, FrG 1997 in der Stammfassung) den Schwerpunkt auf die Sachlage bei Erteilung des Titels. Somit kann auf das hg. E vom 19. Dezember 2000, 99/19/0085, verwiesen werden, mit dem eine solche Rechtslage nicht als unsachlich gewertet wurde. Hingegen stellt das asylrechtliche Familienverfahren (Paragraph 34, AsylG 2005) auf den Zeitpunkt der Antragstellung ab (Hinweis E vom 23. Jänner 2003, 2001/01/0429). Diese ausdrücklich unterschiedlich gestaltete Rechtslage verbietet eine Auslegung, wonach für die Erteilung eines Aufenthaltstitels nach Paragraph 47, Absatz 2, NAG 2005 nicht die Sachlage im Zeitpunkt der Bescheiderlassung maßgeblich wäre.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011220074.X01

Im RIS seit

12.12.2012

Zuletzt aktualisiert am

18.01.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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