RS Vwgh 2012/11/14 2011/12/0097

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Veröffentlicht am 14.11.2012
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Index

E3L E05200500
E3L E05200510
L22005 Landesbedienstete Salzburg
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/02 Ämter der Landesregierungen
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

31976L0207 Gleichbehandlungs-RL Beschäftigung Berufsbildung;
32000L0078 Gleichbehandlungs-RL Beschäftigung Beruf;
AdLRegOrgG 1925 §1 Abs1;
AdLRegOrgG 1925 §1 Abs3;
AdLRegOrgG 1925 §3 Abs1;
B-VG Art106;
B-VG Art21;
LandesGleichbehandlungsG Slbg 2006 §3 Abs3;
LandesGleichbehandlungsG Slbg 2006 §4;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. B-VG Art. 21 heute
  2. B-VG Art. 21 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 121/2001
  6. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  8. B-VG Art. 21 gültig von 01.08.1981 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  9. B-VG Art. 21 gültig von 01.01.1975 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  10. B-VG Art. 21 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  11. B-VG Art. 21 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  12. B-VG Art. 21 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die - teils verfassungsgesetzlich vorgegebenen - Kompetenzen des Landeshauptmannes als Vorstand des Amtes der Landesregierung und des Landesamtsdirektors als dem zur Leitung des inneren Dienstes des Amtes der Landesregierung Berufenen zur Organisation des inneren Dienstes haben insbesondere durch das Slbg GleichbehandlungG 2006 - in Umsetzung des Unionsrechts - eine nähere inhaltliche Determinierung erfahren. Entgegen der Ansicht der Behörde sind unter dem Blickwinkel des Slbg GleichbehandlungsG sowohl der Landeshauptmann bzw. die Landeshauptfrau als auch der Landesamtsdirektor Vertreterin und Vertreter des Dienstgebers Land im Sinn des § 3 Abs. 3 Slbg GleichbehandlungsG 2006, womit deren Verhalten, gleich ob Ausfluss organisations- oder dienstrechtlicher Kompetenzen, unter anderem vom Verbot der Diskriminierung nach § 4 Slbg GleichbehandlungsG 2006 und von den dort vorgesehen Sanktionen erfasst ist. Eine andere, von der Behörde ins Auge gefasste Deutung des inneren Dienstes als vom Slbg GleichbehandlungsG 2006 nicht erfasstes Handeln verbietet sich, aus dem unionsrechtlich gebotenen Verständnis des Slbg GleichbehandlungsG 2006.Die - teils verfassungsgesetzlich vorgegebenen - Kompetenzen des Landeshauptmannes als Vorstand des Amtes der Landesregierung und des Landesamtsdirektors als dem zur Leitung des inneren Dienstes des Amtes der Landesregierung Berufenen zur Organisation des inneren Dienstes haben insbesondere durch das Slbg GleichbehandlungG 2006 - in Umsetzung des Unionsrechts - eine nähere inhaltliche Determinierung erfahren. Entgegen der Ansicht der Behörde sind unter dem Blickwinkel des Slbg GleichbehandlungsG sowohl der Landeshauptmann bzw. die Landeshauptfrau als auch der Landesamtsdirektor Vertreterin und Vertreter des Dienstgebers Land im Sinn des Paragraph 3, Absatz 3, Slbg GleichbehandlungsG 2006, womit deren Verhalten, gleich ob Ausfluss organisations- oder dienstrechtlicher Kompetenzen, unter anderem vom Verbot der Diskriminierung nach Paragraph 4, Slbg GleichbehandlungsG 2006 und von den dort vorgesehen Sanktionen erfasst ist. Eine andere, von der Behörde ins Auge gefasste Deutung des inneren Dienstes als vom Slbg GleichbehandlungsG 2006 nicht erfasstes Handeln verbietet sich, aus dem unionsrechtlich gebotenen Verständnis des Slbg GleichbehandlungsG 2006.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2011120097.X03

Im RIS seit

11.01.2013

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2017
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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