RS Vwgh 2012/11/15 2012/17/0449

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.11.2012
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Index

32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/06 Verkehrsteuern

Norm

BAO §113;
BAO §240 Abs3;
VersStG 1953 §4 Abs3 Z9;
  1. BAO § 113 heute
  2. BAO § 113 gültig ab 19.04.1980 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. BAO § 240 heute
  2. BAO § 240 gültig ab 01.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 240 gültig von 20.07.2022 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  4. BAO § 240 gültig von 01.01.2021 bis 19.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. BAO § 240 gültig von 31.12.2010 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  6. BAO § 240 gültig von 14.01.2010 bis 30.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2010
  7. BAO § 240 gültig von 08.05.2008 bis 13.01.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2008
  8. BAO § 240 gültig von 01.03.2004 bis 07.05.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 124/2003
  9. BAO § 240 gültig von 30.12.2000 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 142/2000
  10. BAO § 240 gültig von 30.07.1988 bis 29.12.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1988
  11. BAO § 240 gültig von 19.04.1980 bis 29.07.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. VersStG 1953 § 4 heute
  2. VersStG 1953 § 4 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 7/2025
  3. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.06.2023 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  4. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.10.2020 bis 31.05.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  5. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.10.2020 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  6. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.07.2020 bis 30.09.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  7. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.12.2019 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  8. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.12.2019 bis 30.11.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2018
  9. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.01.2017 bis 30.11.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2016
  10. VersStG 1953 § 4 gültig von 30.12.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 105/2014
  11. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.03.2014 bis 29.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  12. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.01.2013 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2012
  13. VersStG 1953 § 4 gültig von 09.10.2002 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/2002
  14. VersStG 1953 § 4 gültig von 11.07.2002 bis 08.10.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2002
  15. VersStG 1953 § 4 gültig von 20.05.2000 bis 10.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 26/2000
  16. VersStG 1953 § 4 gültig von 29.11.1997 bis 19.05.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/1997
  17. VersStG 1953 § 4 gültig von 31.12.1996 bis 28.11.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 797/1996
  18. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.05.1996 bis 30.12.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 201/1996
  19. VersStG 1953 § 4 gültig von 06.01.1995 bis 30.04.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 21/1995
  20. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.05.1993 bis 05.01.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 254/1993
  21. VersStG 1953 § 4 gültig von 21.04.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 254/1993
  22. VersStG 1953 § 4 gültig von 13.01.1993 bis 20.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 13/1993
  23. VersStG 1953 § 4 gültig von 31.07.1992 bis 12.01.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 449/1992
  24. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.07.1990 bis 30.07.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 281/1990
  25. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.07.1988 bis 30.06.1990 aufgehoben durch BGBl. Nr. 408/1988
  26. VersStG 1953 § 4 gültig von 01.02.1968 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 44/1968

Rechtssatz

Regelungszweck der Befreiungsbestimmung des § 4 Abs. 3 Z. 9 VersStG ist es, körperbehinderte Menschen, die auf Grund ihrer Behinderung auf ein Fahrzeug angewiesen sind, nicht mit einer zusätzlichen Steuer zu belasten. Der Gesetzgeber hat als eine der Voraussetzungen für die Ausnahme von der Steuer die Überreichung einer Abgabenerklärung an das Finanzamt im Wege des Versicherers vorgesehen; er hat damit - wie sich aus dem Wortlaut und dem systematischen Zusammenhang eindeutig ergibt - eine materiellrechtliche Anspruchsvoraussetzung geschaffen. Diese wurde vom Abgabepflichtigen im hier maßgeblichen Zeitraum nicht erbracht. Ob der Abgabepflichtige die anderen vom Gesetz aufgestellten Anspruchsvoraussetzungen erfüllt hat, ist dabei nicht von Belang, müssen doch hinsichtlich des Eintrittes der Befreiung von der Versicherungssteuer alle im Gesetz genannten Voraussetzungen erfüllt sein. Liegt aber demnach - mangels Erfüllung aller für die Befreiung notwendigen Voraussetzungen - für den fraglichen Zeitraum keine zu Unrecht einbehaltene Abgabe vor, kann sich der Abgabepflichtige hinsichtlich des von ihm gestellten Antrages auf Rückzahlung auch nicht auf § 240 Abs. 3 BAO stützen. Wenn sich der Abgabepflichtige auf § 113 BAO und eine ihm unrichtig erteilte Auskunft beruft, so kann das Vorliegen einer solchen ebenso wie die daraus allenfalls abzuleitenden Rechtsfolgen dahin gestellt bleiben; auch eine im Sinne des Vorbringens des Abgabepflichtigen unrichtig erteilte Auskunft würde nicht dazu führen, dass das Fehlen einer materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzung für die nach § 4 Abs. 3 Z. 9 VersStG geltend gemachte Befreiung nicht zu berücksichtigen wäre.Regelungszweck der Befreiungsbestimmung des Paragraph 4, Absatz 3, Ziffer 9, VersStG ist es, körperbehinderte Menschen, die auf Grund ihrer Behinderung auf ein Fahrzeug angewiesen sind, nicht mit einer zusätzlichen Steuer zu belasten. Der Gesetzgeber hat als eine der Voraussetzungen für die Ausnahme von der Steuer die Überreichung einer Abgabenerklärung an das Finanzamt im Wege des Versicherers vorgesehen; er hat damit - wie sich aus dem Wortlaut und dem systematischen Zusammenhang eindeutig ergibt - eine materiellrechtliche Anspruchsvoraussetzung geschaffen. Diese wurde vom Abgabepflichtigen im hier maßgeblichen Zeitraum nicht erbracht. Ob der Abgabepflichtige die anderen vom Gesetz aufgestellten Anspruchsvoraussetzungen erfüllt hat, ist dabei nicht von Belang, müssen doch hinsichtlich des Eintrittes der Befreiung von der Versicherungssteuer alle im Gesetz genannten Voraussetzungen erfüllt sein. Liegt aber demnach - mangels Erfüllung aller für die Befreiung notwendigen Voraussetzungen - für den fraglichen Zeitraum keine zu Unrecht einbehaltene Abgabe vor, kann sich der Abgabepflichtige hinsichtlich des von ihm gestellten Antrages auf Rückzahlung auch nicht auf Paragraph 240, Absatz 3, BAO stützen. Wenn sich der Abgabepflichtige auf Paragraph 113, BAO und eine ihm unrichtig erteilte Auskunft beruft, so kann das Vorliegen einer solchen ebenso wie die daraus allenfalls abzuleitenden Rechtsfolgen dahin gestellt bleiben; auch eine im Sinne des Vorbringens des Abgabepflichtigen unrichtig erteilte Auskunft würde nicht dazu führen, dass das Fehlen einer materiell-rechtlichen Anspruchsvoraussetzung für die nach Paragraph 4, Absatz 3, Ziffer 9, VersStG geltend gemachte Befreiung nicht zu berücksichtigen wäre.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012170449.X01

Im RIS seit

11.12.2012

Zuletzt aktualisiert am

12.03.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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