RS Vwgh 2012/12/19 2012/06/0108

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.12.2012
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §57 Abs1;
AVG §57 Abs2;
AVG §59 Abs1;
AVG §63 Abs3;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Anders als § 63 Abs. 3 AVG für Berufungen verlangt § 57 Abs. 2 AVG zwar keinen "begründeten Antrag", zumal die Erhebung der Vorstellung gemäß Abs. 3 leg. cit. zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und zur neuerlichen Entscheidung zu führen hat (Hinweis E vom 19. Dezember 2005, 2005/03/0053=VwSlg 16776/A), aus der Anfechtungserklärung muss jedoch erkennbar sein, dass die Erhebung einer Vorstellung beabsichtigt ist und gegen welchen Bescheid sich die Vorstellung richtet. Das bedeutet, dass auch eine Vorstellung nach § 57 AVG durch die Anfechtungserklärung den Überprüfungsrahmen der Behörde begrenzt. Wird daher im Falle trennbarer Spruchteile der Mandatsbescheid nicht zur Gänze sondern nur zum Teil angefochten, werden die nicht angefochtenen Spruchteile rechtskräftig (Hinweis E vom 27. Juni 2001, 99/09/0194, m.w.N., zur Berufungserklärung gemäß § 63 Abs. 3 AVG).Anders als Paragraph 63, Absatz 3, AVG für Berufungen verlangt Paragraph 57, Absatz 2, AVG zwar keinen "begründeten Antrag", zumal die Erhebung der Vorstellung gemäß Absatz 3, leg. cit. zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens und zur neuerlichen Entscheidung zu führen hat (Hinweis E vom 19. Dezember 2005, 2005/03/0053=VwSlg 16776/A), aus der Anfechtungserklärung muss jedoch erkennbar sein, dass die Erhebung einer Vorstellung beabsichtigt ist und gegen welchen Bescheid sich die Vorstellung richtet. Das bedeutet, dass auch eine Vorstellung nach Paragraph 57, AVG durch die Anfechtungserklärung den Überprüfungsrahmen der Behörde begrenzt. Wird daher im Falle trennbarer Spruchteile der Mandatsbescheid nicht zur Gänze sondern nur zum Teil angefochten, werden die nicht angefochtenen Spruchteile rechtskräftig (Hinweis E vom 27. Juni 2001, 99/09/0194, m.w.N., zur Berufungserklärung gemäß Paragraph 63, Absatz 3, AVG).

Schlagworte

Trennbarkeit gesonderter Abspruch Verfahrensbestimmungen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2012:2012060108.X01

Im RIS seit

24.01.2013

Zuletzt aktualisiert am

02.09.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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