RS Vwgh 2013/2/27 2010/03/0136

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.02.2013
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
91/01 Fernmeldewesen

Norm

AVG §37;
AVG §45 Abs1;
AVG §58 Abs2;
TKG 2003 §37;
VwGG §42 Abs2 Z3;
  1. TKG 2003 § 37 gültig von 27.11.2015 bis 31.10.2021 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 190/2021
  2. TKG 2003 § 37 gültig von 22.11.2011 bis 26.11.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2011
  3. TKG 2003 § 37 gültig von 01.10.2010 bis 21.11.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 50/2010
  4. TKG 2003 § 37 gültig von 16.07.2009 bis 30.09.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2009
  5. TKG 2003 § 37 gültig von 01.03.2006 bis 15.07.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 133/2005
  6. TKG 2003 § 37 gültig von 20.08.2003 bis 28.02.2006
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): 2010/03/0143 E 27. Februar 2013 2010/03/0130 E 27. Februar 2013 2010/03/0144 E 27. Februar 2013 2010/03/0146 E 27. Februar 2013 2010/03/0139 E 27. Februar 2013 2010/03/0135 E 27. Februar 2013 2010/03/0133 E 27. Februar 2013 2010/03/0138 E 27. Februar 2013 2010/03/0132 E 27. Februar 2013

Rechtssatz

Es ist der Telekom-Control-Kommission zuzugestehen, dass ihr, als der für die Durchführung von Marktanalyseverfahren zuständigen Behörde, im Zuge ihrer Amtstätigkeit die marktübliche Höhe für Terminierungsentgelte grundsätzlich bekannt sein kann, und es sich hierbei somit um eine offenkundige Tatsache handeln könnte. Zu beachten ist jedoch weiters, dass sich die Begründungspflicht einer Behörde nicht nur auf Erwägungen, die aus Tatsachen gezogen werden, die im Ermittlungsverfahren mit Zuziehung der Parteien festgestellt worden sind, erstreckt, sondern auch auf Schlüsse aus Tatsachen, die zwar der Behörde offenkundig sind, von denen aber nicht von vornherein angenommen werden kann, dass sie auch den Parteien und dem zur Rechtskontrolle berufenen Verwaltungsgerichtshof offenkundig sein müssen (Hinweis E vom 18. Juli 1995, 94/04/0061, sowie E vom 30. März 2004, 2002/06/0173 jeweils mwH).

Hier: Aus dem Bescheid ergibt sich nicht, dass die von der Behörde als marktüblich qualifizierten Terminierungsentgelte auch von den Parteien offenkundig als im Zeitpunkt der Bescheiderlassung marktübliche Terminierungsentgelte angesehen worden sind. Auch dem auf eine nachprüfende Kontrolle beschränkten Verwaltungsgerichtshof ist eine Überprüfung der von der Behörde als im Zeitpunkt der Bescheiderlassung "marktüblich" qualifizierten Entgelte mangels näherer diesbezüglicher Begründung im angefochten Bescheid nicht möglich.

Schlagworte

Begründungspflicht und Verfahren vor dem VwGH Begründungsmangel als wesentlicher Verfahrensmangel Parteiengehör offenkundige notorische Tatsachen

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010030136.X13

Im RIS seit

18.04.2013

Zuletzt aktualisiert am

04.12.2013
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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