RS Vwgh 2013/9/27 2010/05/0202

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.09.2013
beobachten
merken

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §32;
AVG §42 Abs3;
AVG §71;
UVPG 2000 §19 Abs4;
UVPG 2000 §9 Abs1;
VwRallg;
  1. AVG § 42 heute
  2. AVG § 42 gültig ab 01.03.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 42 gültig von 01.01.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 5/2008
  4. AVG § 42 gültig von 01.03.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/2004
  5. AVG § 42 gültig von 01.01.1999 bis 29.02.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. AVG § 42 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AVG § 71 heute
  2. AVG § 71 gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. AVG § 71 gültig von 01.01.2014 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. AVG § 71 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 71 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 71 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Da die in § 19 Abs. 4 UVPG 2000 beschriebene Rechtshandlung dem Erwerb der Parteistellung im UVP-Genehmigungsverfahren und somit der Geltendmachung materieller Rechte dient, ist auch der Ansicht der Behörde, die Auflagefrist gemäß § 9 Abs. 1 UVPG 2000 sei - soweit sie sich auf das Entstehen einer Bürgerinitiative bezieht - eine materiell-rechtliche Frist, zu folgen. Materiellrechtliche Fristen sind nicht restituierbar, ein Wiedereinsetzungsantrag in den vorigen Stand gemäß § 71 AVG und sohin auch ein Antrag auf "Quasi-Wiedereinsetzung" in den vorigen Stand gemäß § 42 Abs. 3 AVG kommen nicht in Betracht (Hinweis Erkenntnisse vom 26. April 2011, 2011/03/0017, und vom 24. Mai 2012, 2011/03/0127).Da die in Paragraph 19, Absatz 4, UVPG 2000 beschriebene Rechtshandlung dem Erwerb der Parteistellung im UVP-Genehmigungsverfahren und somit der Geltendmachung materieller Rechte dient, ist auch der Ansicht der Behörde, die Auflagefrist gemäß Paragraph 9, Absatz eins, UVPG 2000 sei - soweit sie sich auf das Entstehen einer Bürgerinitiative bezieht - eine materiell-rechtliche Frist, zu folgen. Materiellrechtliche Fristen sind nicht restituierbar, ein Wiedereinsetzungsantrag in den vorigen Stand gemäß Paragraph 71, AVG und sohin auch ein Antrag auf "Quasi-Wiedereinsetzung" in den vorigen Stand gemäß Paragraph 42, Absatz 3, AVG kommen nicht in Betracht (Hinweis Erkenntnisse vom 26. April 2011, 2011/03/0017, und vom 24. Mai 2012, 2011/03/0127).

Schlagworte

Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2010050202.X10

Im RIS seit

29.10.2013

Zuletzt aktualisiert am

05.10.2017
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten