RS Vwgh 2013/10/24 2013/01/0036

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 24.10.2013
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
25/01 Strafprozess
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §67a Abs1 Z2;
B-VG Art129a Abs1 Z2;
B-VG Art90a;
StPO 1975 §106 Abs1 idF 2011/I/001;
StPO 1975 §153 Abs3;
  1. AVG § 67a gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. AVG § 67a gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 117/2002
  3. AVG § 67a gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 67a gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 67a gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 51/2012
  2. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  3. B-VG Art. 129a gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  1. B-VG Art. 90a heute
  2. B-VG Art. 90a gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 90a gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008

Rechtssatz

Als Folge der Aufhebung der Wortfolge "oder Kriminalpolizei" im ersten Satz des § 106 Abs. 1 StPO idF BGBl. I Nr. 19/2004 durch den Verfassungsgerichtshof (mit Erkenntnis vom 16. Dezember 2010, VfSlg. 19.281) ist der Rechtsschutz gegen polizeiliche Zwangsakte geteilt. Während aus eigener Macht gesetzte Befehls- und Zwangsmaßnahmen der Kriminalpolizei zur Verwaltung zählen und damit der Kognitionsbefugnis der jeweiligen unabhängigen Verwaltungssenate unterliegen, ist kriminalpolizeiliches Handeln auf Basis einer - nicht offenkundig im Sinne eines Exzesses überschrittenen - staatsanwaltlichen Anordnung der Gerichtsbarkeit zuzurechnen (vgl. das Urteil des Obersten Gerichtshofes vom 15. Jänner 2013, Zl. 11 Os 160/12g, 11 Os 161/12d, mwN auf Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes; vgl auch das hg. Erkenntnis vom 15. März 2012, Zl. 2012/01/0048, mwN, wonach Staatsanwälte nach Art. 90a B-VG Organe der Gerichtsbarkeit sind und daher von den Staatsanwälten zu besorgende Angelegenheiten nicht in den Aufgabenbereich des Verwaltungsgerichtshofes fallen).Als Folge der Aufhebung der Wortfolge "oder Kriminalpolizei" im ersten Satz des Paragraph 106, Absatz eins, StPO in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 19 aus 2004, durch den Verfassungsgerichtshof (mit Erkenntnis vom 16. Dezember 2010, VfSlg. 19.281) ist der Rechtsschutz gegen polizeiliche Zwangsakte geteilt. Während aus eigener Macht gesetzte Befehls- und Zwangsmaßnahmen der Kriminalpolizei zur Verwaltung zählen und damit der Kognitionsbefugnis der jeweiligen unabhängigen Verwaltungssenate unterliegen, ist kriminalpolizeiliches Handeln auf Basis einer - nicht offenkundig im Sinne eines Exzesses überschrittenen - staatsanwaltlichen Anordnung der Gerichtsbarkeit zuzurechnen vergleiche das Urteil des Obersten Gerichtshofes vom 15. Jänner 2013, Zl. 11 Os 160/12g, 11 Os 161/12d, mwN auf Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes; vergleiche auch das hg. Erkenntnis vom 15. März 2012, Zl. 2012/01/0048, mwN, wonach Staatsanwälte nach Artikel 90 a, B-VG Organe der Gerichtsbarkeit sind und daher von den Staatsanwälten zu besorgende Angelegenheiten nicht in den Aufgabenbereich des Verwaltungsgerichtshofes fallen).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2013:2013010036.X03

Im RIS seit

20.02.2014

Zuletzt aktualisiert am

21.02.2014
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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