RS Vwgh 2014/9/25 2013/07/0297

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Veröffentlicht am 25.09.2014
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
80/06 Bodenreform

Norm

B-VG Art10;
GSGG §1;
ZLG 1883 §24;
  1. B-VG Art. 10 heute
  2. B-VG Art. 10 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  4. B-VG Art. 10 gültig von 01.08.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 62/2016
  5. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  6. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  7. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  8. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 59/2013
  9. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2012 bis 30.04.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  10. B-VG Art. 10 gültig von 01.04.2012 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  11. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2012 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2011
  12. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  13. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2008 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  14. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2006 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2005
  15. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2004
  16. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  17. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  18. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 1013/1994
  19. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1994 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  20. B-VG Art. 10 gültig von 31.07.1993 bis 30.06.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 508/1993
  21. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.07.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  22. B-VG Art. 10 gültig von 01.05.1993 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  23. B-VG Art. 10 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  24. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1990 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 445/1990
  25. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1989 bis 30.06.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  26. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  27. B-VG Art. 10 gültig von 01.07.1983 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 175/1983
  28. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1975 bis 30.06.1983 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  29. B-VG Art. 10 gültig von 29.05.1974 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1974
  30. B-VG Art. 10 gültig von 22.01.1969 bis 28.05.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 27/1969
  31. B-VG Art. 10 gültig von 01.01.1961 bis 21.01.1969 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 148/1960
  32. B-VG Art. 10 gültig von 17.12.1958 bis 31.12.1960 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 271/1958
  33. B-VG Art. 10 gültig von 31.12.1954 bis 16.12.1958 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 8/1955
  34. B-VG Art. 10 gültig von 19.12.1945 bis 30.12.1954 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  35. B-VG Art. 10 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Der VfGH befasste sich im E 10. Dezember 1959, B 201/59, VfSlg 3649, mit der Abgrenzung von Bodenreform und Forstrecht und stellte fest, dass unter Maßnahmen der Bodenreform (vgl. E VfGH VfSlg. 1390/1931) jene nicht unter Art. 10 B-VG fallenden Aktionen auf dem Gebiete der Landeskultur zu verstehen sind, durch welche die gegebenen Bodenbesitz- , Benützungs- und Bewirtschaftungsverhältnisse den geänderten sozialen oder wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechend einer planmäßigen Neuordnung oder Regulierung unterzogen werden sollen. Maßnahmen der Bodenreform sind nicht auf landwirtschaftlich genutzte Grundstücke im engeren Sinne beschränkt, sondern erstrecken sich auch auf forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Waldgrundstücke können sowohl Gegenstand forstrechtlicher Maßnahmen als auch von Aktionen der Bodenreform sein. Die im § 1 GSGG geregelte Bringung, auch wenn sie die Beförderung von Waldprodukten mitumfasst, ist etwas anderes als das im § 24 ZLG 1883 vorgesehene Bringungsrecht. Das Wesen dieser Unterschiede liegt darin, dass das Bringungsrecht nach dem ZLG 1883 nur eingeräumt werden darf, um es möglich zu machen, die Produkte zum Zwecke der Verwertung aus dem Wald zu schaffen, während das GSGG Bringungsrechte vorsieht, die ermöglichen sollen, die Bewirtschaftungsverhältnisse ganzer landwirtschaftlicher Betriebe zweckmäßig, di den modernen wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechend, neu zu gestalten. Die gegebenen Bewirtschaftungsverhältnisse eines landwirtschaftlichen Betriebes den geänderten Bedürfnissen entsprechend planmäßig neu zu gestalten, ist aber eine Angelegenheit der Bodenreform. Misst man die Einrichtung des § 24 legcit daran, so zeigt sich, dass sie etwas anderes ist. Das Ergebnis entspricht also der Verschiedenheit der Kompetenztatbestände des B-VG. Dem E VfGH 10. Dezember 1959, B 201/59, VfSlg 3649, ist nicht zu entnehmen, dass ohne Vorliegen eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes die Einräumung eines Bringungsrechts nicht in Frage käme.Der VfGH befasste sich im E 10. Dezember 1959, B 201/59, VfSlg 3649, mit der Abgrenzung von Bodenreform und Forstrecht und stellte fest, dass unter Maßnahmen der Bodenreform vergleiche E VfGH VfSlg. 1390/1931) jene nicht unter Artikel 10, B-VG fallenden Aktionen auf dem Gebiete der Landeskultur zu verstehen sind, durch welche die gegebenen Bodenbesitz- , Benützungs- und Bewirtschaftungsverhältnisse den geänderten sozialen oder wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechend einer planmäßigen Neuordnung oder Regulierung unterzogen werden sollen. Maßnahmen der Bodenreform sind nicht auf landwirtschaftlich genutzte Grundstücke im engeren Sinne beschränkt, sondern erstrecken sich auch auf forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke. Waldgrundstücke können sowohl Gegenstand forstrechtlicher Maßnahmen als auch von Aktionen der Bodenreform sein. Die im Paragraph eins, GSGG geregelte Bringung, auch wenn sie die Beförderung von Waldprodukten mitumfasst, ist etwas anderes als das im Paragraph 24, ZLG 1883 vorgesehene Bringungsrecht. Das Wesen dieser Unterschiede liegt darin, dass das Bringungsrecht nach dem ZLG 1883 nur eingeräumt werden darf, um es möglich zu machen, die Produkte zum Zwecke der Verwertung aus dem Wald zu schaffen, während das GSGG Bringungsrechte vorsieht, die ermöglichen sollen, die Bewirtschaftungsverhältnisse ganzer landwirtschaftlicher Betriebe zweckmäßig, di den modernen wirtschaftlichen Bedürfnissen entsprechend, neu zu gestalten. Die gegebenen Bewirtschaftungsverhältnisse eines landwirtschaftlichen Betriebes den geänderten Bedürfnissen entsprechend planmäßig neu zu gestalten, ist aber eine Angelegenheit der Bodenreform. Misst man die Einrichtung des Paragraph 24, legcit daran, so zeigt sich, dass sie etwas anderes ist. Das Ergebnis entspricht also der Verschiedenheit der Kompetenztatbestände des B-VG. Dem E VfGH 10. Dezember 1959, B 201/59, VfSlg 3649, ist nicht zu entnehmen, dass ohne Vorliegen eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes die Einräumung eines Bringungsrechts nicht in Frage käme.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2013070297.X01

Im RIS seit

04.12.2014

Zuletzt aktualisiert am

15.03.2019
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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