RS Vwgh 2014/10/23 Ra 2014/11/0060

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.10.2014
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

VStG §51e;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
VwGVG 2014 §44 Abs1;
VwGVG 2014 §44 Abs5;
VwGVG 2014 §44;
  1. VStG § 51e gültig von 20.04.2002 bis 31.12.2013 aufgehoben durch BGBl. I Nr. 33/2013
  2. VStG § 51e gültig von 01.01.2002 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  3. VStG § 51e gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. VStG § 51e gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  5. VStG § 51e gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Serie (erledigt im gleichen Sinn): Ra 2015/02/0183 E 20. November 2015

Rechtssatz

Das Verwaltungsgericht hat im Verwaltungsstrafverfahren gemäß § 44 Abs. 1 VwGVG 2014 grundsätzlich eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. In den Abs. 2 bis 5 leg. cit. finden sich zulässige Ausnahmen von der Verhandlungspflicht. Inhaltlich entspricht § 44 VwGVG 2014 dem bisherigen § 51e VStG (mit Ausnahme des nunmehr fehlenden Abs. 7), weshalb die bisherige Rechtsprechung zu § 51e VStG auch auf § 44 VwGVG 2014 umgelegt werden kann (vgl. grundlegend das E vom 31. Juli 2014, Zl. Ra 2014/02/0011). Das Verwaltungsgericht führt in der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses selbst an, dass die Revisionswerberin in der Berufung (Beschwerde) ihre Einvernahme beantragt habe, eine Verhandlung sei aber nicht (ausdrücklich) beantragt worden. Angesichts des ausdrücklichen Antrags auf Einvernahme der Revisionswerberin verbietet sich auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Revisionswerberin ihre Berufung (Beschwerde) bereits anwaltlich vertreten erhob, die Annahme, sie habe durch Unterbleiben eines ausdrücklichen Verhandlungsantrags den Verzicht iSd. § 44 Abs. 5 VwGVG 2014 auf die Durchführung einer Verhandlung zum Ausdruck gebracht (Hinweis Erkenntnisse vom 18. Oktober 2011, 2011/02/0242, vom 19. März 2013, 2012/21/0120, vom 26. Juni 2013, 2012/22/0082, und vom 22. Jänner 2014, 2013/21/0135).Das Verwaltungsgericht hat im Verwaltungsstrafverfahren gemäß Paragraph 44, Absatz eins, VwGVG 2014 grundsätzlich eine öffentliche mündliche Verhandlung durchzuführen. In den Absatz 2 bis 5 leg. cit. finden sich zulässige Ausnahmen von der Verhandlungspflicht. Inhaltlich entspricht Paragraph 44, VwGVG 2014 dem bisherigen Paragraph 51 e, VStG (mit Ausnahme des nunmehr fehlenden Absatz 7,), weshalb die bisherige Rechtsprechung zu Paragraph 51 e, VStG auch auf Paragraph 44, VwGVG 2014 umgelegt werden kann vergleiche grundlegend das E vom 31. Juli 2014, Zl. Ra 2014/02/0011). Das Verwaltungsgericht führt in der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses selbst an, dass die Revisionswerberin in der Berufung (Beschwerde) ihre Einvernahme beantragt habe, eine Verhandlung sei aber nicht (ausdrücklich) beantragt worden. Angesichts des ausdrücklichen Antrags auf Einvernahme der Revisionswerberin verbietet sich auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass die Revisionswerberin ihre Berufung (Beschwerde) bereits anwaltlich vertreten erhob, die Annahme, sie habe durch Unterbleiben eines ausdrücklichen Verhandlungsantrags den Verzicht iSd. Paragraph 44, Absatz 5, VwGVG 2014 auf die Durchführung einer Verhandlung zum Ausdruck gebracht (Hinweis Erkenntnisse vom 18. Oktober 2011, 2011/02/0242, vom 19. März 2013, 2012/21/0120, vom 26. Juni 2013, 2012/22/0082, und vom 22. Jänner 2014, 2013/21/0135).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:RA2014110060.L01

Im RIS seit

25.01.2016

Zuletzt aktualisiert am

25.01.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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