RS Vwgh 2014/11/27 2012/08/0216

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Veröffentlicht am 27.11.2014
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Index

66/01 Allgemeines Sozialversicherungsgesetz

Norm

ASVG §111;
ASVG §42 Abs3;
ASVG §67 Abs10;
  1. ASVG § 111 heute
  2. ASVG § 111 gültig ab 01.01.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 99/2020
  3. ASVG § 111 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  4. ASVG § 111 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 79/2015
  5. ASVG § 111 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  6. ASVG § 111 gültig von 31.12.2009 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 150/2009
  7. ASVG § 111 gültig von 01.01.2008 bis 30.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 31/2007
  8. ASVG § 111 gültig von 01.01.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 67/2001
  9. ASVG § 111 gültig von 01.01.1996 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 895/1995
  1. ASVG § 42 heute
  2. ASVG § 42 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 77/2025
  3. ASVG § 42 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 113/2015
  4. ASVG § 42 gültig von 01.08.1996 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 411/1996
  1. ASVG § 67 heute
  2. ASVG § 67 gültig ab 01.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2013
  3. ASVG § 67 gültig von 01.08.2010 bis 31.01.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 58/2010
  4. ASVG § 67 gültig von 01.07.2010 bis 31.07.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  5. ASVG § 67 gültig von 01.01.2010 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 135/2009
  6. ASVG § 67 gültig von 01.01.2007 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 131/2006
  7. ASVG § 67 gültig von 01.08.1996 bis 31.12.2006 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 411/1996

Rechtssatz

Der gemäß § 67 Abs. 10 ASVG zur Haftung für Beiträge herangezogene Geschäftsführer einer GmbH bestreitet die Zulässigkeit der Schätzung der Höhe der nicht gemeldeten Anspruchslöhne mit dem Argument, dass im vorliegenden Fall aus technischen Gründen eine grundsätzliche Erschwernis bzw. Unmöglichkeit bestanden habe, sämtliche Dienstnehmerzeiten in allen Einzelheiten zu erfassen und zu speichern, weshalb die Behörde bei der Auswertung von Lenk- und Ruhezeiten zur Vornahme einer gründlichen Betriebsprüfung unter Beiziehung eines Sachverständigenrates verpflichtet gewesen wäre. Dem ist zu entgegnen, dass die Behörde keine Verpflichtung trifft, zum Zweck der Rekonstruktion von Aufzeichnungen, die vom Dienstgeber rechtswidrigerweise nicht geführt worden sind, ein Ermittlungsverfahren durchzuführen (vgl. das hg. Erkenntnis vom 19. Dezember 2012, 2012/08/0148, mwN). Vielmehr wäre es am Geschäftsführer gelegen, entsprechende Aufzeichnungen vorzulegen.Der gemäß Paragraph 67, Absatz 10, ASVG zur Haftung für Beiträge herangezogene Geschäftsführer einer GmbH bestreitet die Zulässigkeit der Schätzung der Höhe der nicht gemeldeten Anspruchslöhne mit dem Argument, dass im vorliegenden Fall aus technischen Gründen eine grundsätzliche Erschwernis bzw. Unmöglichkeit bestanden habe, sämtliche Dienstnehmerzeiten in allen Einzelheiten zu erfassen und zu speichern, weshalb die Behörde bei der Auswertung von Lenk- und Ruhezeiten zur Vornahme einer gründlichen Betriebsprüfung unter Beiziehung eines Sachverständigenrates verpflichtet gewesen wäre. Dem ist zu entgegnen, dass die Behörde keine Verpflichtung trifft, zum Zweck der Rekonstruktion von Aufzeichnungen, die vom Dienstgeber rechtswidrigerweise nicht geführt worden sind, ein Ermittlungsverfahren durchzuführen vergleiche das hg. Erkenntnis vom 19. Dezember 2012, 2012/08/0148, mwN). Vielmehr wäre es am Geschäftsführer gelegen, entsprechende Aufzeichnungen vorzulegen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:2012080216.X04

Im RIS seit

11.02.2015

Zuletzt aktualisiert am

11.03.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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