RS Vwgh 2014/12/17 Fr 2014/18/0033

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Veröffentlicht am 17.12.2014
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

B-VG Art132 idF 1988/I/685;
B-VG Art133 Abs1 Z2;
VwGG §38;
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 38 heute
  2. VwGG § 38 gültig ab 15.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 72/2021
  3. VwGG § 38 gültig von 01.01.2014 bis 14.04.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 38 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 38 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 38 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes zur Säumnisbeschwerde nach Art. 132 B-VG idF vor der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012, BGBl. I Nr. 51, an deren Stelle der Säumnisschutz durch den Fristsetzungsantrag getreten ist, war eine Säumnisbeschwerde unzulässig, wenn sie an dem Tag beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht wurde, an dem die Behörde den Bescheid erlassen hat. Begründet wurde diese Rechtsansicht damit, dass der Zweck der Säumnisbeschwerde darin liege, Abhilfe gegen die Untätigkeit einer Behörde zu bieten. Habe die Behörde aber am Tag des Einlangens der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof entschieden, sei sie an diesem Tag nicht mehr untätig gewesen und es habe einer Abhilfe gegen ihre Untätigkeit nicht mehr bedurft (Hinweis B vom 4. September 2001, 2001/05/0048, B vom 18. September 2002, 2002/07/0056, und B vom 24. Juni 2010, 2010/21/0134). Diese Erwägungen gelten in gleicher Weise für den Säumnisschutz durch Fristsetzungsanträge, zumal sich am Zweck des gegen die Säumnis gesetzlich eingeräumten Rechtsbehelfs nichts geändert hat. Ausgehend davon ist ein Fristsetzungsantrag gemäß § 38 VwGG bereits dann unzulässig, wenn das Verwaltungsgericht seine Entscheidung am Tag des Einlangens des Fristsetzungsantrags bei ihm erlassen hat, wobei es dafür jedenfalls ausreicht, wenn die Entscheidung (zumindest) einer Partei des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an diesem Tag rechtswirksam zugestellt worden ist.Nach der ständigen Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtshofes zur Säumnisbeschwerde nach Artikel 132, B-VG in der Fassung vor der Verwaltungsgerichtsbarkeits-Novelle 2012, BGBl. römisch eins Nr. 51, an deren Stelle der Säumnisschutz durch den Fristsetzungsantrag getreten ist, war eine Säumnisbeschwerde unzulässig, wenn sie an dem Tag beim Verwaltungsgerichtshof eingebracht wurde, an dem die Behörde den Bescheid erlassen hat. Begründet wurde diese Rechtsansicht damit, dass der Zweck der Säumnisbeschwerde darin liege, Abhilfe gegen die Untätigkeit einer Behörde zu bieten. Habe die Behörde aber am Tag des Einlangens der Beschwerde beim Verwaltungsgerichtshof entschieden, sei sie an diesem Tag nicht mehr untätig gewesen und es habe einer Abhilfe gegen ihre Untätigkeit nicht mehr bedurft (Hinweis B vom 4. September 2001, 2001/05/0048, B vom 18. September 2002, 2002/07/0056, und B vom 24. Juni 2010, 2010/21/0134). Diese Erwägungen gelten in gleicher Weise für den Säumnisschutz durch Fristsetzungsanträge, zumal sich am Zweck des gegen die Säumnis gesetzlich eingeräumten Rechtsbehelfs nichts geändert hat. Ausgehend davon ist ein Fristsetzungsantrag gemäß Paragraph 38, VwGG bereits dann unzulässig, wenn das Verwaltungsgericht seine Entscheidung am Tag des Einlangens des Fristsetzungsantrags bei ihm erlassen hat, wobei es dafür jedenfalls ausreicht, wenn die Entscheidung (zumindest) einer Partei des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens an diesem Tag rechtswirksam zugestellt worden ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2014:FR2014180033.F02

Im RIS seit

12.02.2015

Zuletzt aktualisiert am

02.10.2017
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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