RS Vwgh 2015/2/18 2014/12/0006

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.02.2015
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E3L E05200510
E6J
10/07 Verwaltungsgerichtshof
63/02 Gehaltsgesetz
64/05 Sonstiges besonderes Dienstrecht und Besoldungsrecht
70/02 Schulorganisation

Norm

32000L0078 Gleichbehandlungs-RL Beschäftigung Beruf;
62008CJ0088 Hütter VORAB;
62013CJ0530 Schmitzer VORAB;
EURallg;
GehG 1956 §7a idF 2012/I/120;
GehG 1956 §8 idF 2010/I/082;
RStDG §190 Abs3 idF 2010/I/082;
SchOG 1962 §37 Abs3;
VwGG §42 Abs2 Z1;
  1. RStDG § 190 heute
  2. RStDG § 190 gültig ab 01.07.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. RStDG § 190 gültig von 30.12.2025 bis 30.06.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  4. RStDG § 190 gültig von 01.01.2025 bis 29.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2024
  5. RStDG § 190 gültig von 01.01.2024 bis 31.12.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 166/2023
  6. RStDG § 190 gültig von 01.01.2023 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 205/2022
  7. RStDG § 190 gültig von 01.01.2022 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 224/2021
  8. RStDG § 190 gültig von 01.01.2021 bis 31.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  9. RStDG § 190 gültig von 01.01.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 112/2019
  10. RStDG § 190 gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  11. RStDG § 190 gültig von 01.01.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 167/2017
  12. RStDG § 190 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 119/2016
  13. RStDG § 190 gültig von 01.01.2016 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2015
  14. RStDG § 190 gültig von 12.02.2015 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2015
  15. RStDG § 190 gültig von 12.02.2015 bis 11.02.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 32/2015
  16. RStDG § 190 gültig von 12.02.2015 bis 11.02.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2015
  17. RStDG § 190 gültig von 01.03.2014 bis 11.02.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/2014
  18. RStDG § 190 gültig von 01.02.2012 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/2011
  19. RStDG § 190 gültig von 01.09.2011 bis 31.01.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  20. RStDG § 190 gültig von 01.01.2011 bis 31.08.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  21. RStDG § 190 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2010
  22. RStDG § 190 gültig von 01.01.2010 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2009
  23. RStDG § 190 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2010
  24. RStDG § 190 gültig von 01.01.2009 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2008
  25. RStDG § 190 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2010
  26. RStDG § 190 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 96/2007
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Vorabentscheidungsverfahren: * Ausgesetztes Verfahren: 2013/12/0076 B 16. September 2013 * EuGH-Entscheidung: EuGH 62013CJ0530

Rechtssatz

Unter Zugrundelegung der vom EuGH im Urteil vom 11. November 2014, C 530/13 - Schmitzer, erzielten Auslegung steht die durch die Novelle BGBl. I Nr. 82/2010 (vgl. ErläutRV 781 BlgNR XXIV. GP 1) bewirkte Verlängerung des für die Vorrückung von der jeweils ersten in die zweite Gehaltsstufe (hier: der Gehaltsgruppe St 1) erforderlichen Zeitraumes um drei Jahre im Widerspruch zur Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 und hat daher im Beschwerdefall bei der Feststellung der besoldungsrechtlichen Stellung der Beamtin unangewendet zu bleiben, soweit sie diskriminierende Auswirkungen entfaltet. In diesem Zusammenhang brachte die Beamtin vor, sie erachte sich ua gegenüber einer "Vergleichsbeamtin" diskriminiert, die vor Vollendung des 18. Lebensjahres keine "produktiven Zeiten" aufzuweisen gehabt, jedoch nach diesem Zeitpunkt ein Aufbaugymnasium gemäß § 37 Abs. 3 SchOG 1962 absolviert habe. Dem hielt die belBeh lediglich entgegen, dass eine solche Beamtin auch entsprechend später (also bei gleichzeitiger Ernennung mit der beschwerdeführenden Beamtin in höherem Alter bei sonst gleicher Ausbildung und Berufserfahrung) ernannt würde. Diese Begründung ist nicht geeignet ein höheres Gehalt der Vergleichsbeamtin zu rechtfertigen und damit die Annahme einer Diskriminierung zu entkräften (vgl. Urteil EuGH 18. Juni 2009, C-88/08 - Hütter).Unter Zugrundelegung der vom EuGH im Urteil vom 11. November 2014, C 530/13 - Schmitzer, erzielten Auslegung steht die durch die Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 82 aus 2010, vergleiche ErläutRV 781 BlgNR römisch 24 . Gesetzgebungsperiode 1) bewirkte Verlängerung des für die Vorrückung von der jeweils ersten in die zweite Gehaltsstufe (hier: der Gehaltsgruppe St 1) erforderlichen Zeitraumes um drei Jahre im Widerspruch zur Richtlinie 2000/78/EG des Rates vom 27. November 2000 und hat daher im Beschwerdefall bei der Feststellung der besoldungsrechtlichen Stellung der Beamtin unangewendet zu bleiben, soweit sie diskriminierende Auswirkungen entfaltet. In diesem Zusammenhang brachte die Beamtin vor, sie erachte sich ua gegenüber einer "Vergleichsbeamtin" diskriminiert, die vor Vollendung des 18. Lebensjahres keine "produktiven Zeiten" aufzuweisen gehabt, jedoch nach diesem Zeitpunkt ein Aufbaugymnasium gemäß Paragraph 37, Absatz 3, SchOG 1962 absolviert habe. Dem hielt die belBeh lediglich entgegen, dass eine solche Beamtin auch entsprechend später (also bei gleichzeitiger Ernennung mit der beschwerdeführenden Beamtin in höherem Alter bei sonst gleicher Ausbildung und Berufserfahrung) ernannt würde. Diese Begründung ist nicht geeignet ein höheres Gehalt der Vergleichsbeamtin zu rechtfertigen und damit die Annahme einer Diskriminierung zu entkräften vergleiche Urteil EuGH 18. Juni 2009, C-88/08 - Hütter).

Gerichtsentscheidung

EuGH 62008CJ0088 Hütter VORAB
EuGH 62013CJ0530 Schmitzer VORAB

Schlagworte

Gemeinschaftsrecht Richtlinie EURallg4 Besondere Rechtsgebiete Gemeinschaftsrecht Anwendungsvorrang, partielle Nichtanwendung von innerstaatlichem Recht EURallg1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2014120006.X02

Im RIS seit

16.03.2015

Zuletzt aktualisiert am

01.03.2017
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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