RS Vwgh 2015/5/20 Ra 2014/20/0164

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Veröffentlicht am 20.05.2015
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Index

E3R E19103000
E6J
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof

Norm

32003R0343 Dublin-II Art15 Abs2;
62011CJ0245 K VORAB;
B-VG Art133 Abs4;
VwGG §28 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Der EuGH stellte im Urteil vom 6. November 2012, Rs C-245/11 u.a. fest, dass das Ziel des Art. 15 Abs. 2 Dublin-II-VO sowohl dann erreicht wird, wenn der Asylwerber auf die Unterstützung eines Familienangehörigen angewiesen ist, der sich in einem anderen als den nach den Kriterien des Kapitels III dieser Verordnung zuständigen Mitgliedsstaat aufhält, als auch dann, wenn umgekehrt dieser Familienangehörige auf die Unterstützung des Asylwerbers angewiesen ist. Im zitierten Urteil des EuGH lagen die in der Dublin-II-VO genannten humanitären Gründe in der Person (Schwiegertochter) vor, die eine familiäre Bindung zur Asylwerberin aufgewiesen hat, weil diese nicht nur aufgrund ihres neugeborenen Kindes der Unterstützung durch die Asylwerberin (Schwiegermutter) bedurfte, sondern sie auch noch von einer schweren Krankheit und einer ernsthaften Behinderung betroffen war. Vor dem Hintergrund dieser EuGH-Rechtsprechung war damit aber im vorliegenden (Revisions-)Fall nicht ersichtlich, inwiefern die bloße Hilfe bei der Pflege eines neugeborenen Kindes der humanitären Zielsetzung des Art. 15 Abs. 2 Dublin-II-VO auf Grundlage des Kriteriums der Hilfsbedürftigkeit entspreche. Eine Hilfsbedürftigkeit, die über die bloße Unterstützung mit einem neugeborenen Kind hinausgeht, wurde in der Zulässigkeitsbegründung der Revision nicht vorgebracht.Der EuGH stellte im Urteil vom 6. November 2012, Rs C-245/11 u.a. fest, dass das Ziel des Artikel 15, Absatz 2, Dublin-II-VO sowohl dann erreicht wird, wenn der Asylwerber auf die Unterstützung eines Familienangehörigen angewiesen ist, der sich in einem anderen als den nach den Kriterien des Kapitels römisch drei dieser Verordnung zuständigen Mitgliedsstaat aufhält, als auch dann, wenn umgekehrt dieser Familienangehörige auf die Unterstützung des Asylwerbers angewiesen ist. Im zitierten Urteil des EuGH lagen die in der Dublin-II-VO genannten humanitären Gründe in der Person (Schwiegertochter) vor, die eine familiäre Bindung zur Asylwerberin aufgewiesen hat, weil diese nicht nur aufgrund ihres neugeborenen Kindes der Unterstützung durch die Asylwerberin (Schwiegermutter) bedurfte, sondern sie auch noch von einer schweren Krankheit und einer ernsthaften Behinderung betroffen war. Vor dem Hintergrund dieser EuGH-Rechtsprechung war damit aber im vorliegenden (Revisions-)Fall nicht ersichtlich, inwiefern die bloße Hilfe bei der Pflege eines neugeborenen Kindes der humanitären Zielsetzung des Artikel 15, Absatz 2, Dublin-II-VO auf Grundlage des Kriteriums der Hilfsbedürftigkeit entspreche. Eine Hilfsbedürftigkeit, die über die bloße Unterstützung mit einem neugeborenen Kind hinausgeht, wurde in der Zulässigkeitsbegründung der Revision nicht vorgebracht.

Gerichtsentscheidung

EuGH 62011CJ0245 K VORAB

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2014200164.L02

Im RIS seit

22.07.2015

Zuletzt aktualisiert am

23.07.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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