RS Vwgh 2015/5/28 2012/07/0272

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Veröffentlicht am 28.05.2015
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Index

L69316 Wasserversorgung Schongebiet Steiermark
10/07 Verwaltungsgerichtshof
81/01 Wasserrechtsgesetz
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

ALSAG 1989 §10 Abs1;
ALSAG 1989 §3 Abs1a Z6;
Schutz des Grundwasserwerkes Graz Feldkirchen §3 Z6;
Schutz des Grundwasserwerkes Graz Feldkirchen §6;
VwGG §42 Abs2 Z1;
WRG 1959 §32;
WRG 1959 §34;
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. WRG 1959 § 32 heute
  2. WRG 1959 § 32 gültig ab 31.03.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2011
  3. WRG 1959 § 32 gültig von 27.07.2006 bis 30.03.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2006
  4. WRG 1959 § 32 gültig von 11.08.2005 bis 26.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2005
  5. WRG 1959 § 32 gültig von 22.12.2003 bis 10.08.2005 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
  6. WRG 1959 § 32 gültig von 11.08.2001 bis 21.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 109/2001
  7. WRG 1959 § 32 gültig von 08.07.2000 bis 10.08.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 39/2000
  8. WRG 1959 § 32 gültig von 01.01.2000 bis 07.07.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  9. WRG 1959 § 32 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  10. WRG 1959 § 32 gültig von 12.07.1997 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  11. WRG 1959 § 32 gültig von 01.07.1990 bis 11.07.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990
  1. WRG 1959 § 34 heute
  2. WRG 1959 § 34 gültig ab 19.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2013
  3. WRG 1959 § 34 gültig von 27.07.2006 bis 18.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 123/2006
  4. WRG 1959 § 34 gültig von 22.12.2003 bis 26.07.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2003
  5. WRG 1959 § 34 gültig von 01.01.2000 bis 21.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/1999
  6. WRG 1959 § 34 gültig von 01.10.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 74/1997
  7. WRG 1959 § 34 gültig von 01.07.1990 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 252/1990

Rechtssatz

§ 3 Z. 6 der Schongebietsverordnung bezieht das Tatbestandselement "für das Grundwasser nachteilig" nicht auf die Ablagerung, sondern auf die Stoffe, sodass dieses Tatbestandselement stoffbezogen zu verstehen ist. Somit ist bei der Auslegung des § 3 Z. 6 der Schongebietsverordnung danach zu fragen, ob ein bestimmter Stoff - unabhängig vom konkreten Ort seiner Ablagerung - grundsätzlich "nachteilig für das Grundwasser" ist. Diese Voraussetzung erfüllt auch ein Stoff, von dem wegen seiner Beschaffenheit möglicherweise Gefahren für das Grundwasser ausgehen. Auch ein solcher Stoff ist "nachteilig für das Grundwasser". Für eine solche Auslegung spricht auch die Ermächtigungsnorm für die gegenständliche Schongebietsverordnung, nämlich § 34 Abs. 2 WRG 1959, der zur Schaffung von - etwa gegenüber § 32 WRG 1959 - zusätzlichen Bewilligungstatbeständen für Maßnahmen ermächtigt, die die Beschaffenheit des Wasservorkommens zu gefährden vermögen. Für tatsächliche Gefährdungen bedurfte es nicht der Möglichkeit zusätzlicher Bewilligungstatbestände, weil tatsächliche Gefährdungen bereits durch die Bewilligungstatbestände des WRG 1959 erfasst sind.Paragraph 3, Ziffer 6, der Schongebietsverordnung bezieht das Tatbestandselement "für das Grundwasser nachteilig" nicht auf die Ablagerung, sondern auf die Stoffe, sodass dieses Tatbestandselement stoffbezogen zu verstehen ist. Somit ist bei der Auslegung des Paragraph 3, Ziffer 6, der Schongebietsverordnung danach zu fragen, ob ein bestimmter Stoff - unabhängig vom konkreten Ort seiner Ablagerung - grundsätzlich "nachteilig für das Grundwasser" ist. Diese Voraussetzung erfüllt auch ein Stoff, von dem wegen seiner Beschaffenheit möglicherweise Gefahren für das Grundwasser ausgehen. Auch ein solcher Stoff ist "nachteilig für das Grundwasser". Für eine solche Auslegung spricht auch die Ermächtigungsnorm für die gegenständliche Schongebietsverordnung, nämlich Paragraph 34, Absatz 2, WRG 1959, der zur Schaffung von - etwa gegenüber Paragraph 32, WRG 1959 - zusätzlichen Bewilligungstatbeständen für Maßnahmen ermächtigt, die die Beschaffenheit des Wasservorkommens zu gefährden vermögen. Für tatsächliche Gefährdungen bedurfte es nicht der Möglichkeit zusätzlicher Bewilligungstatbestände, weil tatsächliche Gefährdungen bereits durch die Bewilligungstatbestände des WRG 1959 erfasst sind.

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:2012070272.X05

Im RIS seit

01.07.2015

Zuletzt aktualisiert am

31.07.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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