RS Vwgh 2015/9/18 Ra 2015/12/0012

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 18.09.2015
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Index

E1P
10/07 Verwaltungsgerichtshof
19/05 Menschenrechte
40/01 Verwaltungsverfahren
63/01 Beamten-Dienstrechtsgesetz

Norm

12010P/TXT Grundrechte Charta Art47 Abs2;
BDG 1979 §143 Abs1;
MRK Art6;
VwGG §42 Abs2 Z3 litc;
VwGVG 2014 §24 Abs4;
  1. BDG 1979 § 143 heute
  2. BDG 1979 § 143 gültig ab 01.04.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. BDG 1979 § 143 gültig von 29.01.2020 bis 31.03.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  4. BDG 1979 § 143 gültig von 08.01.2018 bis 28.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 60/2018
  5. BDG 1979 § 143 gültig von 30.12.2008 bis 07.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2008
  6. BDG 1979 § 143 gültig von 01.01.2004 bis 29.12.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  7. BDG 1979 § 143 gültig von 01.05.2003 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 130/2003
  8. BDG 1979 § 143 gültig von 01.04.2000 bis 30.04.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 94/2000
  9. BDG 1979 § 143 gültig von 01.08.1999 bis 31.03.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 127/1999
  10. BDG 1979 § 143 gültig von 01.07.1997 bis 31.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  11. BDG 1979 § 143 gültig von 15.02.1997 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/1997
  12. BDG 1979 § 143 gültig von 01.01.1995 bis 14.02.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 550/1994
  13. BDG 1979 § 143 gültig von 01.07.1988 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 287/1988
  14. BDG 1979 § 143 gültig von 01.01.1980 bis 30.06.1988
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Bei der Feststellung der Wertigkeit eines Arbeitsplatzes handelt es sich um ein "civil right" im Verständnis des Art. 6 MRK. Dies erhellt daraus, dass es sich bei dieser Feststellung um eine dienstrechtliche Entscheidung handelt, deren Feststellungswirkung die Gebührlichkeit besoldungsrechtlicher Ansprüche, welche an eben diese Wertigkeit des Arbeitsplatzes anknüpfen, unmittelbar beeinflusst. Im Verfahren zur Bewertung des Arbeitsplatzes des Beamten waren sowohl dem Sachverständigengutachten als Befund zu Grunde liegende Sachverhaltsannahmen als auch die daraus gezogenen fachkundigen Schlussfolgerungen, also jeweils klassische Tatsachenfragen strittig. Der Beamte hat auch in seiner Beschwerde eine substantiierte Bestreitung der dem angefochtenen Bescheid zu Grunde gelegten Beurteilung dieser Tatsachenfragen vorgenommen. Die nach der Rechtsprechung des EGMR zulässigen Ausnahmen von der Verhandlungspflicht gemäß Art. 6 MRK für nicht übermäßig komplexe Rechtsfragen (vgl. E 18. Februar 2015, Ro 2014/10/0039), oder hochtechnische Fragen greifen daher hier nicht Platz (vgl. E 27. Mai 2015, Ra 2014/12/0021).Bei der Feststellung der Wertigkeit eines Arbeitsplatzes handelt es sich um ein "civil right" im Verständnis des Artikel 6, MRK. Dies erhellt daraus, dass es sich bei dieser Feststellung um eine dienstrechtliche Entscheidung handelt, deren Feststellungswirkung die Gebührlichkeit besoldungsrechtlicher Ansprüche, welche an eben diese Wertigkeit des Arbeitsplatzes anknüpfen, unmittelbar beeinflusst. Im Verfahren zur Bewertung des Arbeitsplatzes des Beamten waren sowohl dem Sachverständigengutachten als Befund zu Grunde liegende Sachverhaltsannahmen als auch die daraus gezogenen fachkundigen Schlussfolgerungen, also jeweils klassische Tatsachenfragen strittig. Der Beamte hat auch in seiner Beschwerde eine substantiierte Bestreitung der dem angefochtenen Bescheid zu Grunde gelegten Beurteilung dieser Tatsachenfragen vorgenommen. Die nach der Rechtsprechung des EGMR zulässigen Ausnahmen von der Verhandlungspflicht gemäß Artikel 6, MRK für nicht übermäßig komplexe Rechtsfragen vergleiche E 18. Februar 2015, Ro 2014/10/0039), oder hochtechnische Fragen greifen daher hier nicht Platz vergleiche E 27. Mai 2015, Ra 2014/12/0021).

Schlagworte

Verfahrensbestimmungen Beweiswürdigung Antrag

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015120012.L03

Im RIS seit

15.10.2015

Zuletzt aktualisiert am

26.11.2015
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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