RS Vwgh 2015/11/19 Ra 2015/20/0148

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 19.11.2015
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §3 Abs1;
B-VG Art133 Abs4;
VwGG §28 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

In der vorliegenden Revision wird zur Zulässigkeit derselben vorgebracht, das BVwG sei von der Rechtsprechung des VwGH abgewichen, indem es den festgestellten Sachverhalt - die außereheliche Liebesbeziehung des afghanischen Revisionswerbers und die aus diesem Grund vonseiten der Familie der Frau erlittenen Schläge und Drohungen - lediglich hinsichtlich des Konventionsgrundes der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe geprüft habe. Dabei habe es jedoch übersehen, dass die Verletzung religiöser Werte in muslimischen Staaten auch unter dem Gesichtspunkt einer (vom afghanischen Staat bzw. den Angehörigen der Frau) unterstellten politischen Gesinnung zu prüfen sei. Entgegen der Ansicht des Revisionswerbers hängt die Revision schon deshalb nicht von der Lösung der geltend gemachten Rechtsfrage ab, weil sich die in Revision gezogene Entscheidung (u.a.) auch darauf stützt, dass dem Revisionswerber eine Verfolgung nicht (mehr) mit der maßgeblichen Wahrscheinlichkeit (Hinweis E vom 12. November 2014, Ra 2014/20/0069, mwN) drohe und schon deshalb das Vorliegen einer asylrelevanten Verfolgung verneinte. Dagegen werden in der Revision aber keine Gründe iSd § 28 Abs. 3 VwGG vorgebracht (Hinweis B vom 17. März 2015, Ra 2015/01/0027).In der vorliegenden Revision wird zur Zulässigkeit derselben vorgebracht, das BVwG sei von der Rechtsprechung des VwGH abgewichen, indem es den festgestellten Sachverhalt - die außereheliche Liebesbeziehung des afghanischen Revisionswerbers und die aus diesem Grund vonseiten der Familie der Frau erlittenen Schläge und Drohungen - lediglich hinsichtlich des Konventionsgrundes der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe geprüft habe. Dabei habe es jedoch übersehen, dass die Verletzung religiöser Werte in muslimischen Staaten auch unter dem Gesichtspunkt einer (vom afghanischen Staat bzw. den Angehörigen der Frau) unterstellten politischen Gesinnung zu prüfen sei. Entgegen der Ansicht des Revisionswerbers hängt die Revision schon deshalb nicht von der Lösung der geltend gemachten Rechtsfrage ab, weil sich die in Revision gezogene Entscheidung (u.a.) auch darauf stützt, dass dem Revisionswerber eine Verfolgung nicht (mehr) mit der maßgeblichen Wahrscheinlichkeit (Hinweis E vom 12. November 2014, Ra 2014/20/0069, mwN) drohe und schon deshalb das Vorliegen einer asylrelevanten Verfolgung verneinte. Dagegen werden in der Revision aber keine Gründe iSd Paragraph 28, Absatz 3, VwGG vorgebracht (Hinweis B vom 17. März 2015, Ra 2015/01/0027).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2015:RA2015200148.L01

Im RIS seit

09.02.2016

Zuletzt aktualisiert am

10.02.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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