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L74005 Fremdenverkehr Tourismus SalzburgNorm
FremdenverkehrsG Slbg 1985;Beachte
Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2015/17/0004 Ro 2015/17/0006 Ro 2015/17/0005Rechtssatz
In Bezug auf § 35 Abs 1 lit a S.TG 2003, wonach die gemäß § 6 UStG 1994 steuerfreien Umsätze beitragsbefreit sind, ist § 35 Abs 1 lit g S.TG 2003 die Spezialnorm. Der Steuerbefreiung für Kleinunternehmer gemäß § 6 Abs 1 Z 27 UStG 1994 kommt im Wege des § 35 Abs 1 lit a S.TG 2003 daher bereits grundsätzlich keine Bedeutung zu. Die Verweisung auf das Umsatzsteuergesetz 1994 in der Fassung BGBl I Nr 45/2007 gemäß § 53a lit d S.TG 2003, LGBl Nr 43/2003 idF LGBl Nr 118/2009, bzw auf das Umsatzsteuergesetz 1994 in der Fassung BGBl I Nr 22/2012 gemäß § 53a Z 10 S.TG 2003, LGBl Nr 43/2003 idF LGBl Nr 108/2012, ist deshalb in diesem Zusammenhang ebenso wenig heranzuziehen. Für die Beitragsfreiheit von Umsätzen aus Tätigkeiten, die in die Beitragsgruppe 3 bis 7 fallen, ist seit der Novelle LGBl Nr 115/2001 lediglich wesentlich, ob die Umsätze im jeweiligen Veranlagungszeitraum EUR 22.000,-- übersteigen und zwar ohne Bedachtnahme auf eine Umsatzsteuerveranlagung. Demnach ist die nach der Novelle des Salzburger Fremdenverkehrsgesetzes, LGBl Nr 115/2001, in § 6 Abs 1 Z 27 UStG 1994 mit BGBl I Nr 101/2006 erfolgte Erhöhung der Grenze für die Steuerbefreiung von Umsätzen für Kleinunternehmer von EUR 22.000,-- auf EUR 30.000,-- für die Beitragsfreiheit gemäß § 35 Abs 1 lit g S.TG 2003 unbeachtlich. Von einem legistischen Versehen ist im Hinblick darauf, dass der Landesgesetzgeber die Erhöhung der Grenze für die Steuerbefreiung von Umsätzen für Kleinunternehmer in § 6 Abs 1 Z 27 UStG 1994 nicht zum Anlass nahm, die Umsatzgrenzen in § 35 Abs 1 lit a und g S.TG 2003 in der Folge auf EUR 30.000,-- anzuheben, somit nicht auszugehen.In Bezug auf Paragraph 35, Absatz eins, Litera a, S.TG 2003, wonach die gemäß Paragraph 6, UStG 1994 steuerfreien Umsätze beitragsbefreit sind, ist Paragraph 35, Absatz eins, Litera g, S.TG 2003 die Spezialnorm. Der Steuerbefreiung für Kleinunternehmer gemäß Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer 27, UStG 1994 kommt im Wege des Paragraph 35, Absatz eins, Litera a, S.TG 2003 daher bereits grundsätzlich keine Bedeutung zu. Die Verweisung auf das Umsatzsteuergesetz 1994 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 45 aus 2007, gemäß Paragraph 53 a, Litera d, S.TG 2003, Landesgesetzblatt Nr 43 aus 2003, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr 118 aus 2009,, bzw auf das Umsatzsteuergesetz 1994 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 22 aus 2012, gemäß Paragraph 53 a, Ziffer 10, S.TG 2003, Landesgesetzblatt Nr 43 aus 2003, in der Fassung Landesgesetzblatt Nr 108 aus 2012,, ist deshalb in diesem Zusammenhang ebenso wenig heranzuziehen. Für die Beitragsfreiheit von Umsätzen aus Tätigkeiten, die in die Beitragsgruppe 3 bis 7 fallen, ist seit der Novelle Landesgesetzblatt Nr 115 aus 2001, lediglich wesentlich, ob die Umsätze im jeweiligen Veranlagungszeitraum EUR 22.000,-- übersteigen und zwar ohne Bedachtnahme auf eine Umsatzsteuerveranlagung. Demnach ist die nach der Novelle des Salzburger Fremdenverkehrsgesetzes, Landesgesetzblatt Nr 115 aus 2001,, in Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer 27, UStG 1994 mit Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr 101 aus 2006, erfolgte Erhöhung der Grenze für die Steuerbefreiung von Umsätzen für Kleinunternehmer von EUR 22.000,-- auf EUR 30.000,-- für die Beitragsfreiheit gemäß Paragraph 35, Absatz eins, Litera g, S.TG 2003 unbeachtlich. Von einem legistischen Versehen ist im Hinblick darauf, dass der Landesgesetzgeber die Erhöhung der Grenze für die Steuerbefreiung von Umsätzen für Kleinunternehmer in Paragraph 6, Absatz eins, Ziffer 27, UStG 1994 nicht zum Anlass nahm, die Umsatzgrenzen in Paragraph 35, Absatz eins, Litera a und g S.TG 2003 in der Folge auf EUR 30.000,-- anzuheben, somit nicht auszugehen.
European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2016:RO2015170003.J01Im RIS seit
15.04.2016Zuletzt aktualisiert am
27.04.2016