RS Vwgh 2016/4/15 Ra 2015/02/0236

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 15.04.2016
beobachten
merken

Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
37/01 Geldrecht Währungsrecht
37/02 Kreditwesen
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §66 Abs4;
BWG 1993 §40 Abs1 Z1;
BWG 1993 §40 Abs2a Z3;
VStG §31 Abs2;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
  1. VStG § 31 heute
  2. VStG § 31 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 31 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 31 gültig von 26.03.2009 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 31 gültig von 01.01.1999 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  6. VStG § 31 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  7. VStG § 31 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ra 2015/02/0237 Serie (erledigt im gleichen Sinn): Ra 2015/02/0234 E 15. April 2016

Rechtssatz

Der Tatbestand des § 40 Abs. 1 Z 1 BWG 1993 hat die Feststellung und Überprüfung der Identität des Kunden VOR Begründung der dauernden Geschäftsbeziehung im Auge (vgl. E 10. Oktober 2014, Ro 2014/02/0020 und Ro 2014/02/0043), wogegen § 40 Abs. 2a Z 3 BWG 1993 die Gewährleistung der Aktualisierung von Dokumenten, Daten oder Informationen während der Geschäftsbeziehung verlangt (vgl. E 10. Oktober 2014, Ro 2014/02/0020 und Ro 2014/02/0043). Ein dahingehender Tatvorwurf, dass der Rw die Daten des Kunden während der Geschäftsbeziehung nicht aktualisiert habe, wurde erst im angefochtenen Erkenntnis erhoben. Die dadurch vorgenommene Auswechslung wesentlicher Teile des Sachverhaltes nach Ablauf der 18-monatigen Verjährungsfrist ist aber unzulässig, wenn dem Beschuldigten dieses Verhalten - wie hier - nicht innerhalb der Verfolgungsverjährungsfrist vorgeworfen wurde (vgl. E 17. April 1996, 96/03/0017).Der Tatbestand des Paragraph 40, Absatz eins, Ziffer eins, BWG 1993 hat die Feststellung und Überprüfung der Identität des Kunden VOR Begründung der dauernden Geschäftsbeziehung im Auge vergleiche E 10. Oktober 2014, Ro 2014/02/0020 und Ro 2014/02/0043), wogegen Paragraph 40, Absatz 2 a, Ziffer 3, BWG 1993 die Gewährleistung der Aktualisierung von Dokumenten, Daten oder Informationen während der Geschäftsbeziehung verlangt vergleiche E 10. Oktober 2014, Ro 2014/02/0020 und Ro 2014/02/0043). Ein dahingehender Tatvorwurf, dass der Rw die Daten des Kunden während der Geschäftsbeziehung nicht aktualisiert habe, wurde erst im angefochtenen Erkenntnis erhoben. Die dadurch vorgenommene Auswechslung wesentlicher Teile des Sachverhaltes nach Ablauf der 18-monatigen Verjährungsfrist ist aber unzulässig, wenn dem Beschuldigten dieses Verhalten - wie hier - nicht innerhalb der Verfolgungsverjährungsfrist vorgeworfen wurde vergleiche E 17. April 1996, 96/03/0017).

Schlagworte

Beschränkungen der Abänderungsbefugnis Beschränkung durch die Sache Besondere Rechtsprobleme Verwaltungsstrafrecht Rechtsgrundsätze Verjährung im öffentlichen Recht VwRallg6/6 Rechtsgrundsätze Fristen VwRallg6/5 Besondere Rechtsgebiete

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2015020236.L02

Im RIS seit

04.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

11.07.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten