RS Vwgh 2016/4/28 Ro 2016/12/0007

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 28.04.2016
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

B-VG Art133 Abs4;
VwGG §25a Abs1;
VwGVG 2014 §32 Abs1;
VwRallg;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 25a heute
  2. VwGG § 25a gültig ab 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2023
  3. VwGG § 25a gültig von 01.01.2017 bis 20.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 25a gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013

Rechtssatz

§ 32 Abs. 1 zweiter Halbsatz VwGVG 2014 umschreibt seinem Wortlaut nach eine von mehreren Voraussetzungen, welche vorliegen müssen, dass einem Wiederaufnahmeantrag "stattzugeben ist". Dies setzt nach Maßgabe dieser Gesetzesbestimmung voraus, dass gegen das Erkenntnis (oder den Beschluss) eine Revision "nicht mehr zulässig" sein darf (vgl. Erläuterungen zu § 32 VwGVG 2014 (2009 BlgNR XXIV. GP, 7)). Die Zulässigkeit einer Revision aus dem Grunde des Art. 133 Abs. 4 B-VG wird durch den Ausspruch des VwG gemäß § 25a Abs. 1 VwGG (endgültig) weder begründet noch ausgeschlossen. Sie stünde (in Abhängigkeit von den vom VwG bzw. vom Revisionswerber konkret ausformulierten als grundsätzlich erachteten Rechtsfragen) vielmehr erst im Nachhinein (als Ergebnis der Entscheidung des VwGH über eine solche Revision) fest. Das in § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG 2014 enthaltene Wort "zulässig" nimmt nicht (auch) auf die konkrete Zulässigkeit der Revision nach Art 133 Abs 4 erster Satz B-VG Bezug. Dem Gesetzgeber kann keinesfalls zugesonnen werden, dass er die Genehmigungsvoraussetzung des § 32 Abs 1 zweiter Halbsatz VwGVG 2014 von einer (objektiven) Zulässigkeit der Revision im Verständnis des Art 133 Abs 4 B-VG abhängig machen wollte.Paragraph 32, Absatz eins, zweiter Halbsatz VwGVG 2014 umschreibt seinem Wortlaut nach eine von mehreren Voraussetzungen, welche vorliegen müssen, dass einem Wiederaufnahmeantrag "stattzugeben ist". Dies setzt nach Maßgabe dieser Gesetzesbestimmung voraus, dass gegen das Erkenntnis (oder den Beschluss) eine Revision "nicht mehr zulässig" sein darf vergleiche Erläuterungen zu Paragraph 32, VwGVG 2014 (2009 BlgNR römisch 24 . GP, 7)). Die Zulässigkeit einer Revision aus dem Grunde des Artikel 133, Absatz 4, B-VG wird durch den Ausspruch des VwG gemäß Paragraph 25 a, Absatz eins, VwGG (endgültig) weder begründet noch ausgeschlossen. Sie stünde (in Abhängigkeit von den vom VwG bzw. vom Revisionswerber konkret ausformulierten als grundsätzlich erachteten Rechtsfragen) vielmehr erst im Nachhinein (als Ergebnis der Entscheidung des VwGH über eine solche Revision) fest. Das in Paragraph 32, Absatz eins, zweiter Halbsatz VwGVG 2014 enthaltene Wort "zulässig" nimmt nicht (auch) auf die konkrete Zulässigkeit der Revision nach Artikel 133, Absatz 4, erster Satz B-VG Bezug. Dem Gesetzgeber kann keinesfalls zugesonnen werden, dass er die Genehmigungsvoraussetzung des Paragraph 32, Absatz eins, zweiter Halbsatz VwGVG 2014 von einer (objektiven) Zulässigkeit der Revision im Verständnis des Artikel 133, Absatz 4, B-VG abhängig machen wollte.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RO2016120007.J01

Im RIS seit

23.05.2016

Zuletzt aktualisiert am

22.06.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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