RS Vwgh 2016/5/18 Ra 2016/02/0074

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Veröffentlicht am 18.05.2016
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
37/02 Kreditwesen
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
B-VG Art133 Abs4;
RL-KG 2013 §5 Abs1;
RL-KG 2013 §5 Abs2;
VwGG §28 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Die Bestimmung des § 5 Abs. 1 RL-KG 2013 sieht bei fehlerhafter Rechnungslegung zunächst die bescheidmäßige Feststellung dieses Prüfungsergebnisses vor. Gemäß § 5 Abs. 2 RL-KG 2013 kann die FMA gegebenenfalls auch mit gesondertem Bescheid die öffentliche Bekanntmachung der festgestellten Fehler anordnen. Erst diese bescheidmäßige Anordnung ist einem Vollzug zugänglich, der bei Vorliegen der Voraussetzungen über Antrag aufgeschoben werden kann. Zudem kann das Unternehmen gemäß § 5 Abs. 2 letzter Satz RL-KG 2013 beantragen, dass die FMA von der Veröffentlichungsanordnung absieht. Demgegenüber ist ein Bescheid nach § 5 Abs. 1 RL-KG 2013, mit dem die fehlerhafte Rechnungslegung zunächst nur festgestellt wird, keinem Vollzug zugänglich und hat keine weiteren unmittelbaren Auswirkungen. Das VwG hat daher den Aufschiebungsantrag der Rwin im Ergebnis zurecht abgewiesen. Das von der Rwin als Zulässigkeitsbegründung ins Treffen geführte Fehlen von Rechtsprechung zur Beeinträchtigung öffentlicher Interessen stellt somit im Revisionsfall keine Rechtsfrage dar, der iSd Art. 133 Abs. 4 B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme.Die Bestimmung des Paragraph 5, Absatz eins, RL-KG 2013 sieht bei fehlerhafter Rechnungslegung zunächst die bescheidmäßige Feststellung dieses Prüfungsergebnisses vor. Gemäß Paragraph 5, Absatz 2, RL-KG 2013 kann die FMA gegebenenfalls auch mit gesondertem Bescheid die öffentliche Bekanntmachung der festgestellten Fehler anordnen. Erst diese bescheidmäßige Anordnung ist einem Vollzug zugänglich, der bei Vorliegen der Voraussetzungen über Antrag aufgeschoben werden kann. Zudem kann das Unternehmen gemäß Paragraph 5, Absatz 2, letzter Satz RL-KG 2013 beantragen, dass die FMA von der Veröffentlichungsanordnung absieht. Demgegenüber ist ein Bescheid nach Paragraph 5, Absatz eins, RL-KG 2013, mit dem die fehlerhafte Rechnungslegung zunächst nur festgestellt wird, keinem Vollzug zugänglich und hat keine weiteren unmittelbaren Auswirkungen. Das VwG hat daher den Aufschiebungsantrag der Rwin im Ergebnis zurecht abgewiesen. Das von der Rwin als Zulässigkeitsbegründung ins Treffen geführte Fehlen von Rechtsprechung zur Beeinträchtigung öffentlicher Interessen stellt somit im Revisionsfall keine Rechtsfrage dar, der iSd Artikel 133, Absatz 4, B-VG grundsätzliche Bedeutung zukäme.

Schlagworte

Anspruch auf bescheidmäßige Erledigung und auf Zustellung, Recht der Behörde zur Bescheiderlassung Feststellungsbescheide

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016020074.L01

Im RIS seit

01.08.2016

Zuletzt aktualisiert am

02.08.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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