RS Vwgh 2016/6/30 2013/07/0095

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 30.06.2016
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §37;
AVG §39 Abs2;
AWG 2002 §2 Abs3a Z4;
VwRallg;
  1. AVG § 39 heute
  2. AVG § 39 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. AVG § 39 gültig von 20.04.2002 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  4. AVG § 39 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  5. AVG § 39 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.1998
  1. AWG 2002 § 2 heute
  2. AWG 2002 § 2 gültig ab 11.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 200/2021
  3. AWG 2002 § 2 gültig von 01.08.2019 bis 10.12.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2019
  4. AWG 2002 § 2 gültig von 29.05.2019 bis 31.07.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 46/2019
  5. AWG 2002 § 2 gültig von 20.06.2017 bis 28.05.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 70/2017
  6. AWG 2002 § 2 gültig von 21.06.2013 bis 19.06.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2013
  7. AWG 2002 § 2 gültig von 16.02.2011 bis 20.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2011
  8. AWG 2002 § 2 gültig von 01.01.2008 bis 15.02.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2007
  9. AWG 2002 § 2 gültig von 01.01.2005 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 155/2004
  10. AWG 2002 § 2 gültig von 02.11.2002 bis 31.12.2004

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): 2013/07/0153

Rechtssatz

Weder das AWG 2002 noch das AVG enthalten Bestimmungen, aus denen sich eine Überwälzung der Beweislast für die Unbedenklichkeit eines Stoffes oder Gegenstandes iSd § 2 Abs. 3a Z. 4 AWG 2002 auf dessen Inhaber ableiten ließe. Es gilt daher der Grundsatz der amtswegigen Ermittlungspflicht, dh die Behörde hat die erforderlichen Ermittlungen von Amts wegen durchzuführen. Dabei kann die Partei eine Mitwirkungspflicht treffen. Sie hat jene Unterlagen beizubringen, welche die Behörde sich nicht selbst beschaffen kann. Das Fehlen von Gesamtgehaltsuntersuchungen hätte daher zur Aufhebung des Feststellungsbescheides zwecks Ergänzung des Ermittlungsverfahrens zu führen.Weder das AWG 2002 noch das AVG enthalten Bestimmungen, aus denen sich eine Überwälzung der Beweislast für die Unbedenklichkeit eines Stoffes oder Gegenstandes iSd Paragraph 2, Absatz 3 a, Ziffer 4, AWG 2002 auf dessen Inhaber ableiten ließe. Es gilt daher der Grundsatz der amtswegigen Ermittlungspflicht, dh die Behörde hat die erforderlichen Ermittlungen von Amts wegen durchzuführen. Dabei kann die Partei eine Mitwirkungspflicht treffen. Sie hat jene Unterlagen beizubringen, welche die Behörde sich nicht selbst beschaffen kann. Das Fehlen von Gesamtgehaltsuntersuchungen hätte daher zur Aufhebung des Feststellungsbescheides zwecks Ergänzung des Ermittlungsverfahrens zu führen.

Schlagworte

Verfahrensgrundsätze im Anwendungsbereich des AVG Offizialmaxime Mitwirkungspflicht Manuduktionspflicht VwRallg10/1/1 Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Beweislast Sachverhalt Sachverhaltsfeststellung Mitwirkungspflicht

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:2013070095.X04

Im RIS seit

20.07.2016

Zuletzt aktualisiert am

23.03.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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