RS Vwgh 2016/7/27 Ra 2016/06/0003

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 27.07.2016
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Index

E1E
L80008 Raumordnung Raumplanung Flächenwidmung Bebauungsplan
Vorarlberg
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
59/04 EU - EWR

Norm

12010E018 AEUV Art18;
12010E049 AEUV Art49;
12010E063 AEUV Art63;
AVG §59;
B-VG Art133 Abs4;
RPG Vlbg 1996 §16;
RPG Vlbg 1996 §2;
VwGG §28 Abs3;
VwRallg;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

In ihrer Zulassungsbegründung führt die Revision aus, es fehle an Judikatur des VwGH zu § 59 AVG, ob bei einer Änderung der Rechtslage das maßgebliche Recht im Zeitpunkt der Erlassung einer Sachentscheidung anzuwenden sei und damit eine Gesetzesänderung ohne ausdrückliche Anordnung einer Übergangsbestimmung selbst im Bereich des EU-Rechtes und insbesondere im Bereich der Unzulässigkeit von Beschränkungen von Grundfreiheiten des EU-Rechtes (z.B. der Kapitalverkehrsfreiheit, der Niederlassungsfreiheit und des allgemeinen Diskriminierungsverbotes) rückwirkend auch für frühere Anträge gelte, oder ob Beschränkungen der Grundfreiheiten des EU-Rechtes nicht rückwirkend eingeführt werden dürften. Die Voraussetzungen für eine Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit nach EU-Recht durch § 16 iVm § 2 Vlbg RPG 1996 sowohl idF vor als auch nach der Novelle LGBl. Nr. 22/2015 seien eindeutig nicht erfüllt. Zu den Ausführungen betreffend eine vermeintliche Beschränkung der europarechtlichen Grundfreiheiten (Kapitalverkehrsfreiheit, Niederlassungsfreiheit und allgemeines Diskriminierungsverbot) ist darauf hinzuweisen, dass rein interne Konstellationen als Binnensachverhalte eines Mitgliedstaates einen von der Anwendung der Grundfreiheiten des AEUV ausgenommenen Bereich darstellen.In ihrer Zulassungsbegründung führt die Revision aus, es fehle an Judikatur des VwGH zu Paragraph 59, AVG, ob bei einer Änderung der Rechtslage das maßgebliche Recht im Zeitpunkt der Erlassung einer Sachentscheidung anzuwenden sei und damit eine Gesetzesänderung ohne ausdrückliche Anordnung einer Übergangsbestimmung selbst im Bereich des EU-Rechtes und insbesondere im Bereich der Unzulässigkeit von Beschränkungen von Grundfreiheiten des EU-Rechtes (z.B. der Kapitalverkehrsfreiheit, der Niederlassungsfreiheit und des allgemeinen Diskriminierungsverbotes) rückwirkend auch für frühere Anträge gelte, oder ob Beschränkungen der Grundfreiheiten des EU-Rechtes nicht rückwirkend eingeführt werden dürften. Die Voraussetzungen für eine Beschränkung der Kapitalverkehrsfreiheit nach EU-Recht durch Paragraph 16, in Verbindung mit Paragraph 2, Vlbg RPG 1996 sowohl in der Fassung vor als auch nach der Novelle Landesgesetzblatt Nr. 22 aus 2015, seien eindeutig nicht erfüllt. Zu den Ausführungen betreffend eine vermeintliche Beschränkung der europarechtlichen Grundfreiheiten (Kapitalverkehrsfreiheit, Niederlassungsfreiheit und allgemeines Diskriminierungsverbot) ist darauf hinzuweisen, dass rein interne Konstellationen als Binnensachverhalte eines Mitgliedstaates einen von der Anwendung der Grundfreiheiten des AEUV ausgenommenen Bereich darstellen.

Schlagworte

Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016060003.L01

Im RIS seit

29.09.2016

Zuletzt aktualisiert am

22.02.2019
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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