RS Vwgh 2016/9/6 Ra 2016/20/0083

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 06.09.2016
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
41/02 Passrecht Fremdenrecht

Norm

AsylG 2005 §3 Abs1;
B-VG Art133 Abs4;
VwGG §28 Abs3;
VwGG §34 Abs1;
VwGG §41 Abs1;
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 28 heute
  2. VwGG § 28 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. VwGG § 28 gültig von 01.01.2017 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2017
  4. VwGG § 28 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 28 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 28 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 28 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  8. VwGG § 28 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997
  1. VwGG § 41 heute
  2. VwGG § 41 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 41 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 41 gültig von 01.07.2012 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. VwGG § 41 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 41 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Die Revisionswerberin bringt in ihrer Zulassungsbegründung vor, mit der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten an ihren Sohn sei ein Nachfluchtgrund entstanden. Zum Zeitpunkt der Flucht sei der Sohn von den Taliban bedroht worden, um den bereits vorher geflohenen zweiten Sohn der Revisionswerberin, der für die Franzosen als Dolmetscher gearbeitet habe, unter Druck zu setzen. Aufgrund der Sippenhaftung würden die Taliban die Revisionswerberin nach ihrer Rückkehr bedrohen, um ihren Sohn bzw ihre Söhne in ihre Gewalt zu bekommen. Zu der Frage, ob das Entstehen eines Nachfluchtgrundes während des Asylverfahrens bedingt durch die Asylgewährung für einen Familienangehörigen Verfolgungsgefahr begründen könne, fehle Rechtsprechung des VwGH. Dem Sohn der Revisionswerberin wurde der Status des Asylberechtigten zuerkannt. Das im vorliegenden Fall in Revision gezogene Erkenntnis wurde erst danach erlassen. Das Vorbringen in der Revision betreffend die Konsequenzen, die aus der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten an den Sohn der Revisionswerberin hervorgehen, erstattet diese erst vor dem VwGH. Der Berücksichtigung dieses Vorbringens im Verfahren vor dem VwGH steht deshalb schon das aus § 41 Abs. 1 VwGG abzuleitende Neuerungsverbot entgegen (vgl. den hg. Beschluss vom 9. März 2016, Ra 2016/20/0027).Die Revisionswerberin bringt in ihrer Zulassungsbegründung vor, mit der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten an ihren Sohn sei ein Nachfluchtgrund entstanden. Zum Zeitpunkt der Flucht sei der Sohn von den Taliban bedroht worden, um den bereits vorher geflohenen zweiten Sohn der Revisionswerberin, der für die Franzosen als Dolmetscher gearbeitet habe, unter Druck zu setzen. Aufgrund der Sippenhaftung würden die Taliban die Revisionswerberin nach ihrer Rückkehr bedrohen, um ihren Sohn bzw ihre Söhne in ihre Gewalt zu bekommen. Zu der Frage, ob das Entstehen eines Nachfluchtgrundes während des Asylverfahrens bedingt durch die Asylgewährung für einen Familienangehörigen Verfolgungsgefahr begründen könne, fehle Rechtsprechung des VwGH. Dem Sohn der Revisionswerberin wurde der Status des Asylberechtigten zuerkannt. Das im vorliegenden Fall in Revision gezogene Erkenntnis wurde erst danach erlassen. Das Vorbringen in der Revision betreffend die Konsequenzen, die aus der Zuerkennung des Status des Asylberechtigten an den Sohn der Revisionswerberin hervorgehen, erstattet diese erst vor dem VwGH. Der Berücksichtigung dieses Vorbringens im Verfahren vor dem VwGH steht deshalb schon das aus Paragraph 41, Absatz eins, VwGG abzuleitende Neuerungsverbot entgegen vergleiche den hg. Beschluss vom 9. März 2016, Ra 2016/20/0027).

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RA2016200083.L01

Im RIS seit

05.12.2016

Zuletzt aktualisiert am

06.12.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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