RS Vwgh 2016/10/18 Ro 2016/03/0019

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Veröffentlicht am 18.10.2016
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Index

L65507 Fischerei Tirol
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Norm

B-VG Art135 Abs4;
B-VG Art139 Abs1 Z1;
B-VG Art89 Abs2;
FischereiG Tir 1925 §30;
FischereiG Tir 2002 §4 Abs5;
  1. B-VG Art. 135 heute
  2. B-VG Art. 135 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 135 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  4. B-VG Art. 135 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 135 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  6. B-VG Art. 135 gültig von 01.01.1965 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 212/1964
  7. B-VG Art. 135 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1964 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 135 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 135 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 139 heute
  2. B-VG Art. 139 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 139 gültig von 30.11.1996 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 659/1996
  6. B-VG Art. 139 gültig von 01.01.1991 bis 29.11.1996 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  7. B-VG Art. 139 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  8. B-VG Art. 139 gültig von 21.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 139 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 139 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 89 heute
  2. B-VG Art. 89 gültig ab 01.01.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/2013
  3. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 89 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 89 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  6. B-VG Art. 89 gültig von 07.04.1964 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 59/1964
  7. B-VG Art. 89 gültig von 19.12.1945 bis 06.04.1964 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 89 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2016/03/0020

Rechtssatz

Die Festlegung von Fischereirevieren hat nach § 4 Abs 5 Tir FischereiG 2002 mit schriftlichem Bescheid zu erfolgen. Stellt das VwG daher in einem Beschwerdeverfahren eine Diskrepanz zwischen dem grundbücherlich eingetragenen Fischereirecht und dem im Rahmen der Reviereinteilung bescheidmäßig festgelegten Fischereiausübungsrecht fest, so hat es gegebenenfalls den Bescheid wegen Rechtswidrigkeit aufzuheben. § 30 des Tir FischereiG 1925 sah demgegenüber vor, dass die erstmalige Bildung von Fischereirevieren bzw Einteilung der Gewässer in Eigen- und Pachtreviere von der Tiroler Landesregierung mit Verordnung zu regeln war. Dementsprechend wurde die Einteilung der in den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land gelegenen Gewässer einschließlich der im Zuge derselben befindlichen Mühlgänge und sonstigen künstlichen Gerinne, Altwässer und Ausstände in Fischereireviere vom 24. Februar 1934, Zl Va Z 2525/1-33, auch als Verordnung beschlossen und kundgemacht. Entstehen dem VwG auf dem Boden des von ihm erst festzustellenden Sachverhalts gegen die Anwendung einer solchen Verordnung Bedenken aus dem Grund der Gesetzwidrigkeit, so eröffnet Art 135 Abs 4 iVm Art 89 Abs 2 und Art 139 Abs 1 Z 1 B-VG die Möglichkeit, ein Verordnungsprüfungsverfahren beim VfGH anzustrengen.Die Festlegung von Fischereirevieren hat nach Paragraph 4, Absatz 5, Tir FischereiG 2002 mit schriftlichem Bescheid zu erfolgen. Stellt das VwG daher in einem Beschwerdeverfahren eine Diskrepanz zwischen dem grundbücherlich eingetragenen Fischereirecht und dem im Rahmen der Reviereinteilung bescheidmäßig festgelegten Fischereiausübungsrecht fest, so hat es gegebenenfalls den Bescheid wegen Rechtswidrigkeit aufzuheben. Paragraph 30, des Tir FischereiG 1925 sah demgegenüber vor, dass die erstmalige Bildung von Fischereirevieren bzw Einteilung der Gewässer in Eigen- und Pachtreviere von der Tiroler Landesregierung mit Verordnung zu regeln war. Dementsprechend wurde die Einteilung der in den Bezirken Innsbruck-Stadt und Innsbruck-Land gelegenen Gewässer einschließlich der im Zuge derselben befindlichen Mühlgänge und sonstigen künstlichen Gerinne, Altwässer und Ausstände in Fischereireviere vom 24. Februar 1934, Zl römisch fünf a Ziffer 2525 /, eins -, 33,, auch als Verordnung beschlossen und kundgemacht. Entstehen dem VwG auf dem Boden des von ihm erst festzustellenden Sachverhalts gegen die Anwendung einer solchen Verordnung Bedenken aus dem Grund der Gesetzwidrigkeit, so eröffnet Artikel 135, Absatz 4, in Verbindung mit Artikel 89, Absatz 2 und Artikel 139, Absatz eins, Ziffer eins, B-VG die Möglichkeit, ein Verordnungsprüfungsverfahren beim VfGH anzustrengen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2016:RO2016030019.J04

Im RIS seit

14.11.2016

Zuletzt aktualisiert am

12.12.2016
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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