RS Vwgh 2017/3/23 Ro 2016/11/0016

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Veröffentlicht am 23.03.2017
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Index

L94053 Ärztekammer Niederösterreich
14/02 Gerichtsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
66/02 Andere Sozialversicherungsgesetze
82/03 Ärzte Sonstiges Sanitätspersonal

Norm

ÄrzteG 1998 §100;
ASGG §65 Abs1 Z1;
ASGG §75 Abs3;
ASGG §87 Abs1;
AVG §52;
GSVG 1978 §194;
Satzung Wohlfahrtsfonds ÄrzteK NÖ §30 Abs1 lita;
Satzung Wohlfahrtsfonds ÄrzteK NÖ §30 Abs1 litb;
  1. ASGG § 65 heute
  2. ASGG § 65 gültig ab 23.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 161/2023
  3. ASGG § 65 gültig von 01.05.2022 bis 22.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 61/2022
  4. ASGG § 65 gültig von 01.01.2014 bis 30.04.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2012
  5. ASGG § 65 gültig von 01.07.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2008
  6. ASGG § 65 gültig von 01.01.2002 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2001
  7. ASGG § 65 gültig von 01.01.2000 bis 31.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 120/1999
  8. ASGG § 65 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 47/1997
  9. ASGG § 65 gültig von 01.01.1995 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  10. ASGG § 65 gültig von 29.04.1994 bis 28.04.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 314/1994
  11. ASGG § 65 gültig von 01.07.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 110/1993
  12. ASGG § 65 gültig von 01.01.1987 bis 30.06.1993
  1. ASGG § 75 heute
  2. ASGG § 75 gültig ab 01.07.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  3. ASGG § 75 gültig von 01.01.2003 bis 30.06.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 76/2002
  4. ASGG § 75 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 140/1997
  5. ASGG § 75 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 624/1994
  6. ASGG § 75 gültig von 01.08.1989 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 343/1989
  7. ASGG § 75 gültig von 01.01.1987 bis 31.07.1989
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995

Rechtssatz

Aus dem Umstand, dass § 30 Abs. 1 lit. a der Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für NÖ an einen "die Invalidität feststellenden Bescheid eines gesetzlichen Sozialversicherungsträgers" (anstelle der in lit. b vorgesehenen Begutachtung durch einen vom Wohlfahrtsfonds bestellten Sachverständigen) anknüpft, wird deutlich, dass die Satzung im Falle der lit. a davon ausgeht, dass die Frage des Vorliegens der Invalidität (bzw. der Erwerbsunfähigkeit im Falle von Selbständigen; vgl. zu den Begriffen Invalidität, Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit aus der Rechtsprechung des OGH den Beschluss vom 26. März 1996, 10 ObS 47/96, und zu ihren Anforderungen auch den Beschluss vom 10. Mai 2016, 10 ObS 43/16w) bereits von der Behörde (Sozialversicherungsträger) - auf der Basis der von ihr amtswegig eingeholten Sachverständigengutachten - beurteilt und entschieden wurde. Dies gilt jedoch nicht im Falle eines gerichtlichen Vergleiches, da die Sozialrechtssache (§ 65 Abs. 1 Z 1 ASGG iVm § 194 GSVG) dann nämlich durch den gerichtlichen Vergleich beigelegt wurde (§ 75 Abs. 3 ASGG), sodass das Arbeits- und Sozialgericht von seiner Aufgabe, die notwendigen Beweise (Sachverständigengutachten) zur Klärung der Sache von Amts wegen aufzunehmen (§ 87 Abs. 1 ASGG), entbunden ist.Aus dem Umstand, dass Paragraph 30, Absatz eins, Litera a, der Satzung des Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer für NÖ an einen "die Invalidität feststellenden Bescheid eines gesetzlichen Sozialversicherungsträgers" (anstelle der in Litera b, vorgesehenen Begutachtung durch einen vom Wohlfahrtsfonds bestellten Sachverständigen) anknüpft, wird deutlich, dass die Satzung im Falle der Litera a, davon ausgeht, dass die Frage des Vorliegens der Invalidität (bzw. der Erwerbsunfähigkeit im Falle von Selbständigen; vergleiche zu den Begriffen Invalidität, Erwerbsunfähigkeit und Berufsunfähigkeit aus der Rechtsprechung des OGH den Beschluss vom 26. März 1996, 10 ObS 47/96, und zu ihren Anforderungen auch den Beschluss vom 10. Mai 2016, 10 ObS 43/16w) bereits von der Behörde (Sozialversicherungsträger) - auf der Basis der von ihr amtswegig eingeholten Sachverständigengutachten - beurteilt und entschieden wurde. Dies gilt jedoch nicht im Falle eines gerichtlichen Vergleiches, da die Sozialrechtssache (Paragraph 65, Absatz eins, Ziffer eins, ASGG in Verbindung mit Paragraph 194, GSVG) dann nämlich durch den gerichtlichen Vergleich beigelegt wurde (Paragraph 75, Absatz 3, ASGG), sodass das Arbeits- und Sozialgericht von seiner Aufgabe, die notwendigen Beweise (Sachverständigengutachten) zur Klärung der Sache von Amts wegen aufzunehmen (Paragraph 87, Absatz eins, ASGG), entbunden ist.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RO2016110016.J04

Im RIS seit

18.04.2017

Zuletzt aktualisiert am

23.08.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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