RS Vwgh 2017/3/30 Ra 2016/16/0032

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Veröffentlicht am 30.03.2017
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Index

yy41 Rechtsvorschriften die dem §2 R-ÜG StGBl 6/1945 zuzurechnen sind
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/06 Verkehrsteuern

Norm

BAO §202 Abs1;
BAO §216;
GrEStG 1987 §11 Abs1;
GrEStG 1987 §13 Abs4;
KVG 1934 §10a Abs1;
KVG 1934 §10a Abs8;
  1. BAO § 202 heute
  2. BAO § 202 gültig ab 01.01.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 108/2022
  3. BAO § 202 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  4. BAO § 202 gültig von 19.04.1980 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 151/1980
  1. GrEStG 1987 § 11 heute
  2. GrEStG 1987 § 11 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. GrEStG 1987 § 11 gültig von 01.01.2024 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  4. GrEStG 1987 § 11 gültig von 22.07.2023 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  5. GrEStG 1987 § 11 gültig von 01.07.2020 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  6. GrEStG 1987 § 11 gültig von 30.10.2019 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/2019
  7. GrEStG 1987 § 11 gültig von 01.01.2016 bis 29.10.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  8. GrEStG 1987 § 11 gültig von 01.01.2011 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2010
  9. GrEStG 1987 § 11 gültig von 27.06.2008 bis 31.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2008
  10. GrEStG 1987 § 11 gültig von 19.12.2001 bis 26.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2001
  11. GrEStG 1987 § 11 gültig von 15.07.1999 bis 18.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/1999
  12. GrEStG 1987 § 11 gültig von 13.01.1999 bis 14.07.1999 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  13. GrEStG 1987 § 11 gültig von 27.08.1994 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 682/1994
  14. GrEStG 1987 § 11 gültig von 17.07.1987 bis 26.08.1994
  1. GrEStG 1987 § 13 heute
  2. GrEStG 1987 § 13 gültig ab 01.01.2027 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2025
  3. GrEStG 1987 § 13 gültig von 01.07.2025 bis 31.12.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 25/2025
  4. GrEStG 1987 § 13 gültig von 22.07.2023 bis 30.06.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 110/2023
  5. GrEStG 1987 § 13 gültig von 01.07.2020 bis 21.07.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 104/2019
  6. GrEStG 1987 § 13 gültig von 01.01.2016 bis 30.06.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 118/2015
  7. GrEStG 1987 § 13 gültig von 31.05.2014 bis 31.12.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 36/2014
  8. GrEStG 1987 § 13 gültig von 01.01.2013 bis 30.05.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 1/2013
  9. GrEStG 1987 § 13 gültig von 19.12.2001 bis 31.12.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 144/2001
  10. GrEStG 1987 § 13 gültig von 13.01.1999 bis 18.12.2001 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 28/1999
  11. GrEStG 1987 § 13 gültig von 27.08.1994 bis 12.01.1999 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 682/1994

Rechtssatz

Der jeweilige Parteienvertreter kommt nach § 13 Abs. 4 GrEStG und nach § 10a Abs. 8 KVG allenfalls als Haftender in Betracht. Da dem Parteienvertreter die Selbstberechnung nicht oblag, sondern er lediglich dazu befugt war (§ 11 Abs. 1 GrEStG und § 10a Abs. 1 KVG), ist er von § 202 Abs. 1 BAO allerdings nicht erfasst (vgl. das hg. Erkenntnis vom 16. Oktober 2014, 2013/16/0105, 0106). Der Rechtsschutz auch eines solchen Parteienvertreters (des Kontoinhabers eines "Übermittlungskontos") zur Frage, ob die verbuchten Beträge überhaupt auf seinem Konto zu verbuchen waren, wird durch ein Abrechnungsverfahren nach § 216 BAO gewährleistet. Dabei ist zu prüfen, ob die Verbuchung objektiv insoweit richtig war, als der Kontoinhaber überhaupt ein solcher Parteienvertreter war. Dass der Kontoinhaber die Anmeldung von Selbstberechnungsabgaben vorgenommen hat, mag ein Indiz dafür sein, ist aber nicht entscheidend.Der jeweilige Parteienvertreter kommt nach Paragraph 13, Absatz 4, GrEStG und nach Paragraph 10 a, Absatz 8, KVG allenfalls als Haftender in Betracht. Da dem Parteienvertreter die Selbstberechnung nicht oblag, sondern er lediglich dazu befugt war (Paragraph 11, Absatz eins, GrEStG und Paragraph 10 a, Absatz eins, KVG), ist er von Paragraph 202, Absatz eins, BAO allerdings nicht erfasst vergleiche das hg. Erkenntnis vom 16. Oktober 2014, 2013/16/0105, 0106). Der Rechtsschutz auch eines solchen Parteienvertreters (des Kontoinhabers eines "Übermittlungskontos") zur Frage, ob die verbuchten Beträge überhaupt auf seinem Konto zu verbuchen waren, wird durch ein Abrechnungsverfahren nach Paragraph 216, BAO gewährleistet. Dabei ist zu prüfen, ob die Verbuchung objektiv insoweit richtig war, als der Kontoinhaber überhaupt ein solcher Parteienvertreter war. Dass der Kontoinhaber die Anmeldung von Selbstberechnungsabgaben vorgenommen hat, mag ein Indiz dafür sein, ist aber nicht entscheidend.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2017:RA2016160032.L05

Im RIS seit

03.05.2017

Zuletzt aktualisiert am

23.06.2017
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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