RS Vwgh 2018/1/31 Ra 2016/15/0040

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 31.01.2018
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
30/01 Finanzverfassung
30/02 Finanzausgleich
32/01 Finanzverfahren allgemeines Abgabenrecht
32/02 Steuern vom Einkommen und Ertrag

Norm

BAO §288;
B-VG Art115 Abs2 idF 2012/I/051;
B-VG Art118 Abs4 idF 2012/I/051;
FAG 2008 §14;
FAG 2008 §16 Abs1;
FAG 2008 §16 Abs2;
FAG 2008 §19;
F-VG 1948 §7 Abs3;
KommStG 1993;
  1. BAO § 288 heute
  2. BAO § 288 gültig ab 01.03.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 13/2014
  3. BAO § 288 gültig von 01.01.2014 bis 28.02.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2013
  4. BAO § 288 gültig von 21.08.2003 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 71/2003
  5. BAO § 288 gültig von 01.01.2003 bis 20.08.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 97/2002
  6. BAO § 288 gültig von 01.01.1962 bis 31.12.2002
  1. B-VG Art. 115 heute
  2. B-VG Art. 115 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 115 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 115 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2008
  5. B-VG Art. 115 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 115 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 115 gültig von 01.01.1989 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  8. B-VG Art. 115 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  9. B-VG Art. 115 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  10. B-VG Art. 115 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 118 heute
  2. B-VG Art. 118 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. B-VG Art. 118 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  6. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 8/1999
  7. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1992 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 565/1991
  8. B-VG Art. 118 gültig von 01.01.1985 bis 31.12.1991 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 490/1984
  9. B-VG Art. 118 gültig von 21.07.1962 bis 31.12.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 205/1962
  10. B-VG Art. 118 gültig von 19.12.1945 bis 20.07.1962 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 118 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

In Kommunalsteuerangelegenheiten besteht eine grundsätzliche Zuständigkeit des Landesgesetzgebers, die allerdings durch einen Vorbehalt bundesgesetzlicher Regelungen eingeschränkt ist (vgl. dazu Kofler, in Kneihs/Lienbacher, Rill-Schäffer-Kommentar B-VG § 7 F-VG Rz 14 ff, 18; Ruppe, in Korinek/Holoubek, B-VG16 § 7 F-VG Rz 12 ff, 22). Diesen Vorbehalt hat der Bundesgesetzgeber insbesondere durch den Erlass des Kommunalsteuergesetzes genutzt (vgl. dazu bereits näher VwGH 22.4.1999, 97/15/0202). Bundesgesetzliche Regelungen bezüglich Einrichtung oder Ausschluss eines zweistufigen administrativen Instanzenzugs in Kommunalsteuerangelegenheiten liegen jedoch nicht vor. Weder das Kommunalsteuergesetz noch die BAO enthalten diesbezügliche Bestimmungen. § 288 BAO regelt lediglich das Verfahren im Falle des Bestehens eines zweistufigen Instanzenzuges, trifft allerdings keinerlei Regelung über Notwendigkeit oder Entbehrlichkeit eines solchen (vgl. in diesem Sinn schon die Formulierung in § 288 Abs. 1 BAO: "Besteht ein zweistufiger Instanzenzug für Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinden, so gelten ..."). Im Hinblick darauf, dass der Bundesgesetzgeber keine Regelungen zum gemeindeinternen Instanzenzug getroffen hat und damit insoweit den Vorbehalt bundesgesetzlicher Regelungen nicht genutzt hat, ist der Landesgesetzgeber hiefür zuständig.In Kommunalsteuerangelegenheiten besteht eine grundsätzliche Zuständigkeit des Landesgesetzgebers, die allerdings durch einen Vorbehalt bundesgesetzlicher Regelungen eingeschränkt ist vergleiche dazu Kofler, in Kneihs/Lienbacher, Rill-Schäffer-Kommentar B-VG Paragraph 7, F-VG Rz 14 ff, 18; Ruppe, in Korinek/Holoubek, B-VG16 Paragraph 7, F-VG Rz 12 ff, 22). Diesen Vorbehalt hat der Bundesgesetzgeber insbesondere durch den Erlass des Kommunalsteuergesetzes genutzt vergleiche dazu bereits näher VwGH 22.4.1999, 97/15/0202). Bundesgesetzliche Regelungen bezüglich Einrichtung oder Ausschluss eines zweistufigen administrativen Instanzenzugs in Kommunalsteuerangelegenheiten liegen jedoch nicht vor. Weder das Kommunalsteuergesetz noch die BAO enthalten diesbezügliche Bestimmungen. Paragraph 288, BAO regelt lediglich das Verfahren im Falle des Bestehens eines zweistufigen Instanzenzuges, trifft allerdings keinerlei Regelung über Notwendigkeit oder Entbehrlichkeit eines solchen vergleiche in diesem Sinn schon die Formulierung in Paragraph 288, Absatz eins, BAO: "Besteht ein zweistufiger Instanzenzug für Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereiches der Gemeinden, so gelten ..."). Im Hinblick darauf, dass der Bundesgesetzgeber keine Regelungen zum gemeindeinternen Instanzenzug getroffen hat und damit insoweit den Vorbehalt bundesgesetzlicher Regelungen nicht genutzt hat, ist der Landesgesetzgeber hiefür zuständig.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2016150040.L02

Im RIS seit

02.03.2018

Zuletzt aktualisiert am

10.04.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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