RS Vwgh 2018/4/13 Ra 2018/02/0038

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Veröffentlicht am 13.04.2018
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Index

L70309 Buchmacher Totalisateur Wetten Wien
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §56;
B-VG Art130 Abs1 Z2;
B-VG Art132 Abs2;
B-VG Art137;
VwGG §42 Abs2 Z1;
VwRallg;
WettenG Wr 2016 §23 Abs2 idF 2016/048;
WettenG Wr 2016 §23 Abs5 idF 2016/048;
WettenG Wr 2016 §23 idF 2016/048;
  1. B-VG Art. 130 heute
  2. B-VG Art. 130 gültig ab 01.02.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 14/2019
  3. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 31.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  5. B-VG Art. 130 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  6. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2015 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 101/2014
  7. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 115/2013
  8. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2014 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  9. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  10. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  11. B-VG Art. 130 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  12. B-VG Art. 130 gültig von 01.07.1976 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 302/1975
  13. B-VG Art. 130 gültig von 18.07.1962 bis 30.06.1976 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 215/1962
  14. B-VG Art. 130 gültig von 25.12.1946 bis 17.07.1962 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  15. B-VG Art. 130 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  16. B-VG Art. 130 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 132 heute
  2. B-VG Art. 132 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.2014 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  4. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  5. B-VG Art. 132 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 132 gültig von 01.08.1984 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 296/1984
  7. B-VG Art. 132 gültig von 25.12.1946 bis 31.07.1984 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  8. B-VG Art. 132 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  9. B-VG Art. 132 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 137 heute
  2. B-VG Art. 137 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  3. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  4. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.1998 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/1997
  5. B-VG Art. 137 gültig von 01.01.1991 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  6. B-VG Art. 137 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1990 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  7. B-VG Art. 137 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  8. B-VG Art. 137 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Wird hinsichtlich des nach § 23 Abs. 2 Wr WettenG 2016 beschlagnahmten Geldbetrages binnen eines Monats ein Bescheid nach § 23 Abs. 5 legcit. nicht erlassen, gilt die Beschlagnahme des Geldes als ex lege aufgehoben (vgl. VwGH 9.6.2017, Ra 2017/02/0060). Eine Rechtsverletzung kann in der Nichterlassung des Bescheides nach § 23 Abs. 5 Wr WettenG 2016 binnen eines Monats keinesfalls vorliegen. Diese Bestimmung bewirkt vielmehr, dass sich eine Aufhebung dieser Beschlagnahme durch das VwG im Maßnahmebeschwerdeverfahren - weil bereits ex lege eingetreten - als rechtswidrig erweisen würde (vgl. VwGH 9.6.2017, Ra 2017/02/0060). Die Nichterlassung eines Bescheides binnen Monatsfrist nach § 23 Abs. 5 legcit wirkt somit zugunsten der Adressatin der Beschlagnahme. Ein vom VwG angenommener Rechtsanspruch der Adressatin der Beschlagnahme auf rechtzeitiges Ergehen eines schriftlichen Bescheides nach § 23 Abs. 5 legcit steht daher deren rechtlichen Interessen entgegen. Die Adressatin der Beschlagnahme kann die Feststellung beantragen, dass die Beschlagnahme von Beginn an rechtswidrig war und der "begründete Verdacht" iSd § 23 Abs. 2 legcit nicht vorgelegen ist. In § 23 legcit. findet sich keine Rechtsgrundlage dafür, dass die nicht erfolgte Rückstellung des Geldbetrages zu einer Stattgabe der Maßnahmenbeschwerde führt. Vielmehr steht als Rechtsschutzinstrumentarium dafür Art. 137 B-VG zur Verfügung (vgl. VfGH 21.9.2017, A 4/2017).Wird hinsichtlich des nach Paragraph 23, Absatz 2, Wr WettenG 2016 beschlagnahmten Geldbetrages binnen eines Monats ein Bescheid nach Paragraph 23, Absatz 5, legcit. nicht erlassen, gilt die Beschlagnahme des Geldes als ex lege aufgehoben vergleiche VwGH 9.6.2017, Ra 2017/02/0060). Eine Rechtsverletzung kann in der Nichterlassung des Bescheides nach Paragraph 23, Absatz 5, Wr WettenG 2016 binnen eines Monats keinesfalls vorliegen. Diese Bestimmung bewirkt vielmehr, dass sich eine Aufhebung dieser Beschlagnahme durch das VwG im Maßnahmebeschwerdeverfahren - weil bereits ex lege eingetreten - als rechtswidrig erweisen würde vergleiche VwGH 9.6.2017, Ra 2017/02/0060). Die Nichterlassung eines Bescheides binnen Monatsfrist nach Paragraph 23, Absatz 5, legcit wirkt somit zugunsten der Adressatin der Beschlagnahme. Ein vom VwG angenommener Rechtsanspruch der Adressatin der Beschlagnahme auf rechtzeitiges Ergehen eines schriftlichen Bescheides nach Paragraph 23, Absatz 5, legcit steht daher deren rechtlichen Interessen entgegen. Die Adressatin der Beschlagnahme kann die Feststellung beantragen, dass die Beschlagnahme von Beginn an rechtswidrig war und der "begründete Verdacht" iSd Paragraph 23, Absatz 2, legcit nicht vorgelegen ist. In Paragraph 23, legcit. findet sich keine Rechtsgrundlage dafür, dass die nicht erfolgte Rückstellung des Geldbetrages zu einer Stattgabe der Maßnahmenbeschwerde führt. Vielmehr steht als Rechtsschutzinstrumentarium dafür Artikel 137, B-VG zur Verfügung vergleiche VfGH 21.9.2017, A 4/2017).

Schlagworte

Zeitpunkt der Bescheiderlassung Eintritt der Rechtswirkungen Besondere Rechtsgebiete Anspruch auf bescheidmäßige Erledigung und auf Zustellung, Recht der Behörde zur Bescheiderlassung Feststellungsbescheide Individuelle Normen und Parteienrechte Rechtsanspruch Antragsrecht Anfechtungsrecht VwRallg9/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RA2018020038.L01

Im RIS seit

02.05.2018

Zuletzt aktualisiert am

14.05.2018
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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