RS Vwgh 2018/11/21 Ro 2017/17/0026

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 21.11.2018
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Index

34 Monopole
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

GSpG 1989 §50 Abs10;
GSpG 1989 §53 Abs2;
GSpG 1989 §54;
VStG §64 Abs3;
  1. VStG § 64 heute
  2. VStG § 64 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 64 gültig von 15.08.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  4. VStG § 64 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VStG § 64 gültig von 01.07.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  6. VStG § 64 gültig von 01.03.2013 bis 30.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  7. VStG § 64 gültig von 01.01.2002 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2001
  8. VStG § 64 gültig von 01.02.1991 bis 31.12.2001

Beachte

Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden): Ro 2017/17/0027

Rechtssatz

Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits zu § 53 Abs. 2 GSpG, BGBl. Nr. 620/1989 in der Fassung BGBl. Nr. 747/1996, seit dem Erkenntnis vom 3. Juli 2009, 2005/17/0178, in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen, dass die Vorschriften des § 53 Abs. 2 GSpG als Regelungen des Verwaltungsstrafverfahrens zu verstehen sind (z.B. VwGH 22.11.2017, Ra 2016/17/0304; vgl. auch VwGH 27.4.2012, 2012/17/0053, mit Verweis auf VwGH 3.7.2009, 2009/17/0065, wonach dies auch für die Fassungen des GSpG vor und nach der Novelle BGBl. I Nr. 126/2008 gilt). Ebenso hat der VwGH ausgesprochen, dass das Verfahren zur Erlassung eines Einziehungsbescheides nach § 54 GSpG eine "Verwaltungsstrafsache" ist (z.B. VwGH 5.6.2018, Ra 2017/17/0723, mwN). Die in der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses zum Ausdruck gebrachte Rechtsansicht des VwG, bei § 50 Abs. 10 GSpG handle es sich um eine lex specialis zu der für das Verwaltungsstrafverfahren allgemein geltenden Bestimmung des § 64 Abs. 3 VStG, ist daher zunächst zutreffend. Allerdings entspricht der daraus durch das VwG in der Folge gezogene rechtliche Schluss, die Vorschreibung von Barauslagen gemäß § 50 Abs. 10 GSpG dürfe - analog zu § 64 Abs. 3 VStG - dem Grunde nach nicht mittels gesondertem Bescheid erfolgen, nicht dem Gesetz.Der Verwaltungsgerichtshof hat bereits zu Paragraph 53, Absatz 2, GSpG, Bundesgesetzblatt Nr. 620 aus 1989, in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr. 747 aus 1996,, seit dem Erkenntnis vom 3. Juli 2009, 2005/17/0178, in ständiger Rechtsprechung ausgesprochen, dass die Vorschriften des Paragraph 53, Absatz 2, GSpG als Regelungen des Verwaltungsstrafverfahrens zu verstehen sind (z.B. VwGH 22.11.2017, Ra 2016/17/0304; vergleiche auch VwGH 27.4.2012, 2012/17/0053, mit Verweis auf VwGH 3.7.2009, 2009/17/0065, wonach dies auch für die Fassungen des GSpG vor und nach der Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 126 aus 2008, gilt). Ebenso hat der VwGH ausgesprochen, dass das Verfahren zur Erlassung eines Einziehungsbescheides nach Paragraph 54, GSpG eine "Verwaltungsstrafsache" ist (z.B. VwGH 5.6.2018, Ra 2017/17/0723, mwN). Die in der Begründung des angefochtenen Erkenntnisses zum Ausdruck gebrachte Rechtsansicht des VwG, bei Paragraph 50, Absatz 10, GSpG handle es sich um eine lex specialis zu der für das Verwaltungsstrafverfahren allgemein geltenden Bestimmung des Paragraph 64, Absatz 3, VStG, ist daher zunächst zutreffend. Allerdings entspricht der daraus durch das VwG in der Folge gezogene rechtliche Schluss, die Vorschreibung von Barauslagen gemäß Paragraph 50, Absatz 10, GSpG dürfe - analog zu Paragraph 64, Absatz 3, VStG - dem Grunde nach nicht mittels gesondertem Bescheid erfolgen, nicht dem Gesetz.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2018:RO2017170026.J02

Im RIS seit

17.12.2018

Zuletzt aktualisiert am

28.02.2019
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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