RS Vwgh 2021/2/12 Ra 2020/02/0164

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 12.02.2021
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Index

E000 EU- Recht allgemein
E3R E05205000
E3R E07204020
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
90/02 Kraftfahrgesetz

Norm

EURallg
KFG 1967 §24 Abs2b Z3 litd
VStG §45 Abs1
VwGG §42 Abs2 Z1
VwGVG 2014 §38
32006R0561 Harmonisierung best Sozialvorschriften Strassenverkehr Art7
  1. KFG 1967 § 24 heute
  2. KFG 1967 § 24 gültig ab 24.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 17/2026
  3. KFG 1967 § 24 gültig von 20.07.2024 bis 23.04.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 116/2024
  4. KFG 1967 § 24 gültig von 21.04.2023 bis 19.07.2024 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 35/2023
  5. KFG 1967 § 24 gültig von 01.01.2021 bis 20.04.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  6. KFG 1967 § 24 gültig von 16.12.2020 bis 31.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 134/2020
  7. KFG 1967 § 24 gültig von 07.03.2019 bis 15.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 19/2019
  8. KFG 1967 § 24 gültig von 01.08.2017 bis 06.03.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2017
  9. KFG 1967 § 24 gültig von 14.01.2017 bis 31.07.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 9/2017
  10. KFG 1967 § 24 gültig von 09.06.2016 bis 13.01.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 40/2016
  11. KFG 1967 § 24 gültig von 02.03.2015 bis 08.06.2016 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2014
  12. KFG 1967 § 24 gültig von 01.01.2015 bis 01.03.2015 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 87/2014
  13. KFG 1967 § 24 gültig von 18.06.2013 bis 31.12.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2013
  14. KFG 1967 § 24 gültig von 26.02.2013 bis 17.06.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2013
  15. KFG 1967 § 24 gültig von 01.01.2010 bis 25.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 149/2009
  16. KFG 1967 § 24 gültig von 01.08.2007 bis 31.12.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2007
  17. KFG 1967 § 24 gültig von 31.12.2004 bis 31.07.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 175/2004
  18. KFG 1967 § 24 gültig von 11.08.2004 bis 30.12.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 107/2004
  19. KFG 1967 § 24 gültig von 25.05.2002 bis 10.08.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 80/2002
  20. KFG 1967 § 24 gültig von 20.08.1997 bis 24.05.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 103/1997
  21. KFG 1967 § 24 gültig von 01.01.1994 bis 19.08.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 456/1993
  22. KFG 1967 § 24 gültig von 16.07.1988 bis 31.12.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 375/1988
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Dem Beschuldigten wurde eine Übertretung des Art. 7 der VO (EG) Nr. 561/2006 vorgeworfen, weil er nach einer Lenkdauer von 4,5 Stunden keine ununterbrochene Fahrtunterbrechung von mindestens 45 Minuten eingelegt habe. Die Überschreitung habe 15 Minuten betragen. Das VwG führte zu dieser Übertretung in seiner Begründung aus, das Ermittlungsverfahren habe ergeben, dass er im Rahmen des Winterdienstes für das Land Tirol tätig gewesen sei. Die Ermahnung erscheine ausreichend, um ihn künftig von derartigen Übertretungen abzuhalten. Im Rahmen der Tätigkeit des Winterdienstes unterliegt der Beschuldigte jedoch der Ausnahmebestimmung des § 24 Abs. 2b Z 3 lit. d KFG 1967 und war sohin in Bezug auf die Fahrtunterbrechung nach Art. 7 der VO (EG) Nr. 561/2006 freigestellt. Damit wurde ihm in diesem Umfang zu Unrecht diese Verwaltungsübertretung vorgeworfen, weil sein Verhalten keine Verwaltungsübertretung darstellte. Dass das VwG anstatt der Verhängung einer Strafe eine Ermahnung ausgesprochen hat, ändert daran nichts. Die Ermahnung nach § 45 Abs. 1 letzter Satz VStG stellt zwar keine Strafe dar, sie ist aber gleichwohl nur für jene Fälle vorgesehen, in denen die Voraussetzungen für die Verhängung einer Strafe gegeben sind (vgl. VwGH 18.12.2018, Ra 2016/04/0148).Dem Beschuldigten wurde eine Übertretung des Artikel 7, der VO (EG) Nr. 561/2006 vorgeworfen, weil er nach einer Lenkdauer von 4,5 Stunden keine ununterbrochene Fahrtunterbrechung von mindestens 45 Minuten eingelegt habe. Die Überschreitung habe 15 Minuten betragen. Das VwG führte zu dieser Übertretung in seiner Begründung aus, das Ermittlungsverfahren habe ergeben, dass er im Rahmen des Winterdienstes für das Land Tirol tätig gewesen sei. Die Ermahnung erscheine ausreichend, um ihn künftig von derartigen Übertretungen abzuhalten. Im Rahmen der Tätigkeit des Winterdienstes unterliegt der Beschuldigte jedoch der Ausnahmebestimmung des Paragraph 24, Absatz 2 b, Ziffer 3, Litera d, KFG 1967 und war sohin in Bezug auf die Fahrtunterbrechung nach Artikel 7, der VO (EG) Nr. 561/2006 freigestellt. Damit wurde ihm in diesem Umfang zu Unrecht diese Verwaltungsübertretung vorgeworfen, weil sein Verhalten keine Verwaltungsübertretung darstellte. Dass das VwG anstatt der Verhängung einer Strafe eine Ermahnung ausgesprochen hat, ändert daran nichts. Die Ermahnung nach Paragraph 45, Absatz eins, letzter Satz VStG stellt zwar keine Strafe dar, sie ist aber gleichwohl nur für jene Fälle vorgesehen, in denen die Voraussetzungen für die Verhängung einer Strafe gegeben sind vergleiche VwGH 18.12.2018, Ra 2016/04/0148).

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Gemeinschaftsrecht Verordnung Strafverfahren EURallg5/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2021:RA2020020164.L04

Im RIS seit

09.04.2021

Zuletzt aktualisiert am

09.04.2021
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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