RS Vwgh 2022/11/16 Ra 2022/06/0126

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.11.2022
beobachten
merken

Index

L37156 Anliegerbeitrag Aufschließungsbeitrag Interessentenbeitrag Steiermark
L82006 Bauordnung Steiermark
14/01 Verwaltungsorganisation
40/01 Verwaltungsverfahren
83 Naturschutz Umweltschutz

Norm

AVG §8
BauG Stmk 1995 §26 Abs1
UVPG 2000 §3
UVPG 2000 §3 Abs7 idF 2012/I/077
UVPG 2000 §3 Abs7a idF 2012/I/077

Beachte


Miterledigung (miterledigt bzw zur gemeinsamen Entscheidung verbunden):
Ra 2022/06/0127 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0128 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0129 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0130 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0131 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0132 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0133 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0134 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0135 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0136 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0137 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0138 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0139 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0140 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0141 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0142 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0143 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0144 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0145 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0146 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0147 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0148 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0149 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0150 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0151 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0152 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0153 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0154 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0155 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0156 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0157 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0158 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0159 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0160 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0161 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0162 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0163 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0164 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0165 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0166 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0167 B 16.11.2022
Ra 2022/06/0168 B 16.11.2022

Rechtssatz

Fallgegenständlich liegt zwar ein negativer UVP-Feststellungsbescheid vor, die Revisionswerber hatten aber nach § 3 Abs. 7 und 7a UVPG 2000 in der damals maßgeblichen Fassung des BGBl. I Nr. 77/2012 weder ein Antragsrecht noch Parteistellung noch ein Beschwerderecht im Verfahren zur Erlassung des UVP-Feststellungsbescheides (vgl. VwGH 29.11.2016, Ro 2016/06/0013, mwN, zur insoweit vergleichbaren Rechtslage des § 3 Abs. 7 und 7a UVPG 2000 idF BGBl. I Nr. 95/2013). Daher ist davon auszugehen, dass der UVP-Feststellungsbescheid gegenüber den Revisionswerbern im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren keine Bindungswirkung hat (vgl. VwGH 4.8.2015, Ra 2014/06/0044, mwN). In einem solchen Fall steht den Nachbarn die Möglichkeit offen, im Rahmen ihrer Parteistellung ihr subjektives Recht auf Einhaltung der gesetzlich normierten Zuständigkeit vorzubringen. In diesem Rahmen können die Nachbarn in einem materienrechtlichen Verfahren - wie im vorliegenden Fall im baurechtlichen Verfahren - den Einwand der sich aus einer UVP-Pflicht ergebenden Unzuständigkeit der Behörde erheben und somit im Genehmigungsverfahren die Frage des Bestehens einer Pflicht zur Durchführung einer UVP einer Prüfung zu unterziehen (vgl. VwGH 9.9.2015, Ro 2015/04/0009, mwN). Außerhalb der Einhaltung der gesetzlich normierten Zuständigkeiten besteht kein subjektives Recht des Nachbarn auf Durchführung einer Einzelfallprüfung nach § 3 UVPG 2000 im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens.Fallgegenständlich liegt zwar ein negativer UVP-Feststellungsbescheid vor, die Revisionswerber hatten aber nach Paragraph 3, Absatz 7 und 7 a UVPG 2000 in der damals maßgeblichen Fassung des Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 77 aus 2012, weder ein Antragsrecht noch Parteistellung noch ein Beschwerderecht im Verfahren zur Erlassung des UVP-Feststellungsbescheides vergleiche VwGH 29.11.2016, Ro 2016/06/0013, mwN, zur insoweit vergleichbaren Rechtslage des Paragraph 3, Absatz 7 und 7 a UVPG 2000 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 95 aus 2013,). Daher ist davon auszugehen, dass der UVP-Feststellungsbescheid gegenüber den Revisionswerbern im nachfolgenden Baubewilligungsverfahren keine Bindungswirkung hat vergleiche VwGH 4.8.2015, Ra 2014/06/0044, mwN). In einem solchen Fall steht den Nachbarn die Möglichkeit offen, im Rahmen ihrer Parteistellung ihr subjektives Recht auf Einhaltung der gesetzlich normierten Zuständigkeit vorzubringen. In diesem Rahmen können die Nachbarn in einem materienrechtlichen Verfahren - wie im vorliegenden Fall im baurechtlichen Verfahren - den Einwand der sich aus einer UVP-Pflicht ergebenden Unzuständigkeit der Behörde erheben und somit im Genehmigungsverfahren die Frage des Bestehens einer Pflicht zur Durchführung einer UVP einer Prüfung zu unterziehen vergleiche VwGH 9.9.2015, Ro 2015/04/0009, mwN). Außerhalb der Einhaltung der gesetzlich normierten Zuständigkeiten besteht kein subjektives Recht des Nachbarn auf Durchführung einer Einzelfallprüfung nach Paragraph 3, UVPG 2000 im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens.

Schlagworte

Baurecht Nachbar

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2022:RA2022060126.L02

Im RIS seit

19.12.2022

Zuletzt aktualisiert am

09.01.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten