RS Vwgh 2023/1/10 Ro 2022/10/0027

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Veröffentlicht am 10.01.2023
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Index

L92009 Sozialhilfe Grundsicherung Mindestsicherung Wien
L92053 Altenheime Pflegeheime Sozialhilfe Niederösterreich
L92103 Behindertenhilfe Rehabilitation Niederösterreich
L92603 Blindenbeihilfe Niederösterreich
001 Verwaltungsrecht allgemein
10/07 Verwaltungsgerichtshof
67 Versorgungsrecht
68/02 Sonstiges Sozialrecht

Norm

BBG 1990 §40
MSG Wr 2010 §8 Abs5
SHG AusführungsG NÖ 2020 §14 Abs1 Z5
SHG AusführungsG NÖ 2020 §14 Abs4
Sozialhilfe-GrundsatzG 2019 §5 Abs2 Z5
VwGG §42 Abs1
VwRallg
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Der Auffassung, mit Blick auf § 5 Abs. 2 Z 5 Sozialhilfe-GrundsatzG 2019 gebiete eine "grundsatzkonforme Interpretation" des § 14 Abs. 4 NÖ SHG AusführungsG 2020, dass bei Vorliegen der (materiellen) Voraussetzungen einer Behinderung iSd. § 40 BBG 1990 ein Anspruch auf den (Behinderten-)Zuschlag gemäß § 14 Abs. 1 Z 5 NÖ SHG AusführungsG 2020 unabhängig von der Existenz eines Behindertenpasses einzuräumen sei, ist nicht zu folgen, hat doch der VfGH in seinem Beschluss vom 14. Juni 2022, E 2738/2021, bereits ausgesprochen, dass sich die (mit § 14 Abs. 4 NÖ SHG AusführungsG 2020 vergleichbare) Bestimmung des § 8 Abs. 5 Wr MSG 2010 innerhalb des dem Landes- als Ausführungsgesetzgeber eingeräumten Regelungsspielraums bewegt; der Widerspruch zum Sozialhilfe-GrundsatzG 2019 liegt somit nicht vor. Darüber hinaus käme eine "grundsatzkonforme Interpretation" einer Bestimmung entgegen deren eindeutigem Wortlaut ohnehin nicht in Betracht (vgl. VwGH 28.4.2022, Ra 2021/10/0042).Der Auffassung, mit Blick auf Paragraph 5, Absatz 2, Ziffer 5, Sozialhilfe-GrundsatzG 2019 gebiete eine "grundsatzkonforme Interpretation" des Paragraph 14, Absatz 4, NÖ SHG AusführungsG 2020, dass bei Vorliegen der (materiellen) Voraussetzungen einer Behinderung iSd. Paragraph 40, BBG 1990 ein Anspruch auf den (Behinderten-)Zuschlag gemäß Paragraph 14, Absatz eins, Ziffer 5, NÖ SHG AusführungsG 2020 unabhängig von der Existenz eines Behindertenpasses einzuräumen sei, ist nicht zu folgen, hat doch der VfGH in seinem Beschluss vom 14. Juni 2022, E 2738/2021, bereits ausgesprochen, dass sich die (mit Paragraph 14, Absatz 4, NÖ SHG AusführungsG 2020 vergleichbare) Bestimmung des Paragraph 8, Absatz 5, Wr MSG 2010 innerhalb des dem Landes- als Ausführungsgesetzgeber eingeräumten Regelungsspielraums bewegt; der Widerspruch zum Sozialhilfe-GrundsatzG 2019 liegt somit nicht vor. Darüber hinaus käme eine "grundsatzkonforme Interpretation" einer Bestimmung entgegen deren eindeutigem Wortlaut ohnehin nicht in Betracht vergleiche VwGH 28.4.2022, Ra 2021/10/0042).

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Bindung an den Wortlaut des Gesetzes VwRallg3/2/1

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RO2022100027.J02

Im RIS seit

03.02.2023

Zuletzt aktualisiert am

16.02.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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