RS Vwgh 2023/1/23 Ra 2020/04/0075

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 23.01.2023
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Index

001 Verwaltungsrecht allgemein
23/01 Insolvenzordnung
50/01 Gewerbeordnung

Norm

GewO 1994 §370 Abs1
GewO 1994 §39
GewO 1994 §39 Abs2
GewO 1994 §39 Abs3
GewO 1994 §41 Abs5
IO §80 Abs1
VwRallg
  1. GewO 1994 § 39 heute
  2. GewO 1994 § 39 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. GewO 1994 § 39 gültig von 14.09.2012 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  4. GewO 1994 § 39 gültig von 27.02.2008 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  5. GewO 1994 § 39 gültig von 01.08.2002 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  6. GewO 1994 § 39 gültig von 11.08.2000 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  7. GewO 1994 § 39 gültig von 01.01.1998 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  8. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  9. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1996 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1997
  10. GewO 1994 § 39 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1996
  1. GewO 1994 § 39 heute
  2. GewO 1994 § 39 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. GewO 1994 § 39 gültig von 14.09.2012 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  4. GewO 1994 § 39 gültig von 27.02.2008 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  5. GewO 1994 § 39 gültig von 01.08.2002 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  6. GewO 1994 § 39 gültig von 11.08.2000 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  7. GewO 1994 § 39 gültig von 01.01.1998 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  8. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  9. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1996 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1997
  10. GewO 1994 § 39 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1996
  1. GewO 1994 § 39 heute
  2. GewO 1994 § 39 gültig ab 01.01.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2018
  3. GewO 1994 § 39 gültig von 14.09.2012 bis 31.12.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 85/2012
  4. GewO 1994 § 39 gültig von 27.02.2008 bis 13.09.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 42/2008
  5. GewO 1994 § 39 gültig von 01.08.2002 bis 26.02.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 111/2002
  6. GewO 1994 § 39 gültig von 11.08.2000 bis 31.07.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/2000
  7. GewO 1994 § 39 gültig von 01.01.1998 bis 10.08.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  8. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1997 bis 31.12.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 63/1997
  9. GewO 1994 § 39 gültig von 01.07.1996 bis 30.06.1997 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 10/1997
  10. GewO 1994 § 39 gültig von 19.03.1994 bis 30.06.1996
  1. IO § 80 heute
  2. IO § 80 gültig ab 27.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 147/2021
  3. IO § 80 gültig von 05.04.2020 bis 26.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  4. IO § 80 gültig von 23.05.2019 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 38/2019
  5. IO § 80 gültig von 01.07.2010 bis 22.05.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 29/2010
  6. IO § 80 gültig von 01.07.2002 bis 30.06.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 75/2002
  7. IO § 80 gültig von 01.10.1997 bis 30.06.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 114/1997
  8. IO § 80 gültig von 01.01.1983 bis 30.09.1997 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 370/1982

Rechtssatz

Den Insolvenzverwalter trifft mit dessen Eintritt in die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers gemäß § 41 Abs. 5 erster Satz GewO 1994 die verwaltungsstrafrechtliche Verantwortung für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften nach § 370 Abs. 1 GewO 1994. Dem steht nicht entgegen, dass im Gegensatz zur Bestellung des gewerberechtlichen Geschäftsführers nach § 39 GewO 1994 die Bestellungsvoraussetzung des § 39 Abs. 2 GewO 1994, wonach der Geschäftsführer in der Lage sein muss, sich im Betrieb entsprechend zu betätigen, nicht Voraussetzung für den ex lege Eintritt des Insolvenzverwalters in die Funktion des Geschäftsführers nach § 41 Abs. 5 erster Satz GewO 1994 ist, ein Fall des § 39 Abs. 3 GewO 1994, in dem ein Geschäftsführer zu bestellen ist, der sich im Betrieb entsprechend betätigt, nicht vorliegt (vgl. VwGH 28.9.2011, 2011/04/0131), das Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen beim automatischen Eintritt in die Geschäftsführerfunktion gemäß § 41 Abs. 5 GewO 1994 von der Behörde nicht zu prüfen ist (vgl. RV 1117 BlgNR 21. GP 79), der ex lege Eintritt des Insolvenzverwalters in die Funktion des Geschäftsführers - im Gegensatz zu § 39 Abs. 2 zweiter Satz GewO 1994 - auch nicht der nachweislichen Zustimmung seiner Bestellung bedarf und die Möglichkeit des Bestellten, die Übernahme der Tätigkeit als Insolvenzverwalter abzulehnen (§ 80 Abs. 1 IO), nicht dem Zustimmungserfordernis nach § 39 Abs. 2 zweiter Satz GewO 1994 entspricht.Den Insolvenzverwalter trifft mit dessen Eintritt in die Funktion des gewerberechtlichen Geschäftsführers gemäß Paragraph 41, Absatz 5, erster Satz GewO 1994 die verwaltungsstrafrechtliche Verantwortung für die Einhaltung der gewerberechtlichen Vorschriften nach Paragraph 370, Absatz eins, GewO 1994. Dem steht nicht entgegen, dass im Gegensatz zur Bestellung des gewerberechtlichen Geschäftsführers nach Paragraph 39, GewO 1994 die Bestellungsvoraussetzung des Paragraph 39, Absatz 2, GewO 1994, wonach der Geschäftsführer in der Lage sein muss, sich im Betrieb entsprechend zu betätigen, nicht Voraussetzung für den ex lege Eintritt des Insolvenzverwalters in die Funktion des Geschäftsführers nach Paragraph 41, Absatz 5, erster Satz GewO 1994 ist, ein Fall des Paragraph 39, Absatz 3, GewO 1994, in dem ein Geschäftsführer zu bestellen ist, der sich im Betrieb entsprechend betätigt, nicht vorliegt vergleiche VwGH 28.9.2011, 2011/04/0131), das Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen beim automatischen Eintritt in die Geschäftsführerfunktion gemäß Paragraph 41, Absatz 5, GewO 1994 von der Behörde nicht zu prüfen ist vergleiche Regierungsvorlage 1117 BlgNR 21. Gesetzgebungsperiode 79), der ex lege Eintritt des Insolvenzverwalters in die Funktion des Geschäftsführers - im Gegensatz zu Paragraph 39, Absatz 2, zweiter Satz GewO 1994 - auch nicht der nachweislichen Zustimmung seiner Bestellung bedarf und die Möglichkeit des Bestellten, die Übernahme der Tätigkeit als Insolvenzverwalter abzulehnen (Paragraph 80, Absatz eins, IO), nicht dem Zustimmungserfordernis nach Paragraph 39, Absatz 2, zweiter Satz GewO 1994 entspricht.

Schlagworte

Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2020040075.L03

Im RIS seit

24.02.2023

Zuletzt aktualisiert am

14.03.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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