RS Vwgh 2023/1/26 Ra 2022/01/0220

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Veröffentlicht am 26.01.2023
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Index

10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/04 Wahlen
10/06 Direkte Demokratie

Norm

B-VG Art26
B-VG Art41 Abs2
NRWO 1992 §58 Abs1
VBegG 2018 §12
VBegG 2018 §6
VBegG 2018 §7
  1. B-VG Art. 26 heute
  2. B-VG Art. 26 gültig ab 01.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2016
  3. B-VG Art. 26 gültig von 01.04.2012 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 12/2012
  4. B-VG Art. 26 gültig von 01.10.2011 bis 31.03.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 43/2011
  5. B-VG Art. 26 gültig von 01.07.2007 bis 30.09.2011 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2007
  6. B-VG Art. 26 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  7. B-VG Art. 26 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2003
  8. B-VG Art. 26 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 504/1994
  9. B-VG Art. 26 gültig von 01.05.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1992
  10. B-VG Art. 26 gültig von 01.03.1979 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 92/1979
  11. B-VG Art. 26 gültig von 01.01.1969 bis 28.02.1979 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 412/1968
  12. B-VG Art. 26 gültig von 19.12.1945 bis 31.12.1968 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  13. B-VG Art. 26 gültig von 01.12.1932 bis 30.06.1934 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 244/1932
  14. B-VG Art. 26 gültig von 03.01.1930 bis 30.11.1932
  1. B-VG Art. 41 heute
  2. B-VG Art. 41 gültig ab 01.01.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 106/2016
  3. B-VG Art. 41 gültig von 01.07.2007 bis 31.12.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 27/2007
  4. B-VG Art. 41 gültig von 01.01.2004 bis 30.06.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  5. B-VG Art. 41 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 90/2003
  6. B-VG Art. 41 gültig von 01.01.1995 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 504/1994
  7. B-VG Art. 41 gültig von 01.05.1993 bis 31.12.1994 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 470/1992
  8. B-VG Art. 41 gültig von 06.06.1992 bis 30.04.1993 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 276/1992
  9. B-VG Art. 41 gültig von 01.07.1989 bis 05.06.1992 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 685/1988
  10. B-VG Art. 41 gültig von 01.07.1988 bis 30.06.1989 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 341/1988
  11. B-VG Art. 41 gültig von 01.08.1981 bis 30.06.1988 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 350/1981
  12. B-VG Art. 41 gültig von 19.12.1945 bis 31.07.1981 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 232/1945
  13. B-VG Art. 41 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934

Rechtssatz

Mit dem Verbot der Wahlwerbung nach § 58 Abs. 1 NRWO 1992 wird der Grundsatz des freien Wahlrechtes gewährleistet und sichergestellt, dass der Wähler in der Freiheit seiner Wahl nicht in rechtlicher oder faktischer Weise beeinträchtigt wird. Dieses Verbot ist daher weit auszulegen (arg.: "jede Art"). Dieser Bedeutungsgehalt des § 58 Abs. 1 NRWO 1992 darf keine Änderung erfahren, wenn diese Bestimmung nach § 12 VBegG 2018 sinngemäß auf Eintragungsverfahren von Volksbegehren angewendet wird (vgl. zur sinngemäßen Anwendung von Normen VwGH 22.6.2016, Ra 2016/03/0051, mwN). Daher ist auch das Verbot jeder Art von Werbung im Hinblick auf "ein Volksbegehren" in einer Verbotszone nach § 58 Abs. 1 NRWO 1992 iVm § 12 VBegG 2018 weit zu verstehen, und zwar in dem Sinne, dass jegliche Handlung in der Verbotszone verboten ist, die geeignet ist, in irgendeiner Weise den "wahren Wählerwillen", im vorliegenden Zusammenhang des VBegG 2018 daher den freien Willen von Stimmberechtigten (§ 7 VBegG 2018), einem Volksbegehren im Eintragungsverfahren (§§ 6 ff VBegG 2018) die Unterstützung zu erteilen, zu beeinflussen. Dabei ist vom durchschnittlichen, objektiven Stimmberechtigten auszugehen. Somit ist auch jede Art der Werbung für ein Volksbegehren verboten, ohne dass es darauf ankäme, in welchem Verfahrensstadium sich das beworbene Volksbegehren befindet, wenn diese geeignet ist, in irgendeiner Weise den freien Willen von Stimmberechtigten (§ 7 VBegG 2018), einem beantragten Volksbegehren die Unterstützung zu erteilen, zu beeinflussen.Mit dem Verbot der Wahlwerbung nach Paragraph 58, Absatz eins, NRWO 1992 wird der Grundsatz des freien Wahlrechtes gewährleistet und sichergestellt, dass der Wähler in der Freiheit seiner Wahl nicht in rechtlicher oder faktischer Weise beeinträchtigt wird. Dieses Verbot ist daher weit auszulegen (arg.: "jede Art"). Dieser Bedeutungsgehalt des Paragraph 58, Absatz eins, NRWO 1992 darf keine Änderung erfahren, wenn diese Bestimmung nach Paragraph 12, VBegG 2018 sinngemäß auf Eintragungsverfahren von Volksbegehren angewendet wird vergleiche zur sinngemäßen Anwendung von Normen VwGH 22.6.2016, Ra 2016/03/0051, mwN). Daher ist auch das Verbot jeder Art von Werbung im Hinblick auf "ein Volksbegehren" in einer Verbotszone nach Paragraph 58, Absatz eins, NRWO 1992 in Verbindung mit Paragraph 12, VBegG 2018 weit zu verstehen, und zwar in dem Sinne, dass jegliche Handlung in der Verbotszone verboten ist, die geeignet ist, in irgendeiner Weise den "wahren Wählerwillen", im vorliegenden Zusammenhang des VBegG 2018 daher den freien Willen von Stimmberechtigten (Paragraph 7, VBegG 2018), einem Volksbegehren im Eintragungsverfahren (Paragraphen 6, ff VBegG 2018) die Unterstützung zu erteilen, zu beeinflussen. Dabei ist vom durchschnittlichen, objektiven Stimmberechtigten auszugehen. Somit ist auch jede Art der Werbung für ein Volksbegehren verboten, ohne dass es darauf ankäme, in welchem Verfahrensstadium sich das beworbene Volksbegehren befindet, wenn diese geeignet ist, in irgendeiner Weise den freien Willen von Stimmberechtigten (Paragraph 7, VBegG 2018), einem beantragten Volksbegehren die Unterstützung zu erteilen, zu beeinflussen.

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2022010220.L17

Im RIS seit

24.02.2023

Zuletzt aktualisiert am

20.03.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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