RS Vwgh 2023/3/21 Ra 2021/12/0048

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Veröffentlicht am 21.03.2023
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Index

10/07 Verfassungsgerichtshof
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
64/03 Landeslehrer

Norm

AVG §52
AVG §58 Abs2
AVG §63 Abs1
LDG 1984 §115i Abs4
LDG 1984 §26 Abs6 idF 2012/I/055
LDG 1984 §26 Abs7 idF 2012/I/055
VerfGG 1953 §87 Abs2
VwGG §42 Abs2 Z1
VwGVG 2014 §17
VwGVG 2014 §27
  1. AVG § 52 heute
  2. AVG § 52 gültig ab 01.01.2026 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 82/2025
  3. AVG § 52 gültig von 01.01.2002 bis 27.11.2001 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  4. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 31.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 52 gültig von 01.07.1998 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  6. AVG § 52 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  7. AVG § 52 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. AVG § 63 heute
  2. AVG § 63 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. AVG § 63 gültig von 01.01.1999 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  4. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 471/1995
  5. AVG § 63 gültig von 01.07.1995 bis 30.06.1995 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 686/1994
  6. AVG § 63 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. LDG 1984 § 115i heute
  2. LDG 1984 § 115i gültig ab 30.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 205/2022
  3. LDG 1984 § 115i gültig von 01.07.2021 bis 29.12.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  4. LDG 1984 § 115i gültig von 05.04.2020 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 24/2020
  5. LDG 1984 § 115i gültig von 01.01.2019 bis 04.04.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  6. LDG 1984 § 115i gültig von 01.01.2019 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 167/2017
  7. LDG 1984 § 115i gültig von 01.09.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  8. LDG 1984 § 115i gültig von 16.09.2017 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  9. LDG 1984 § 115i gültig von 01.07.2017 bis 15.09.2017 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  1. LDG 1984 § 26 heute
  2. LDG 1984 § 26 gültig ab 30.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2024 bis 29.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2022
  4. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 28.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  5. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  6. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  7. LDG 1984 § 26 gültig von 29.07.2022 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2022
  8. LDG 1984 § 26 gültig von 24.12.2020 bis 28.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  9. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2020 bis 23.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  10. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2019 bis 31.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  11. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2019 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  12. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  13. LDG 1984 § 26 gültig von 15.06.2012 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/2012
  14. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2008 bis 14.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  15. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2007 bis 31.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  16. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2006 bis 31.08.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2005
  17. LDG 1984 § 26 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  18. LDG 1984 § 26 gültig von 01.10.2000 bis 31.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  19. LDG 1984 § 26 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  20. LDG 1984 § 26 gültig von 01.06.1996 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1996
  21. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.1984 bis 31.05.1996
  1. LDG 1984 § 26 heute
  2. LDG 1984 § 26 gültig ab 30.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2025
  3. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2024 bis 29.12.2025 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2022
  4. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 28.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  5. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  6. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2023 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  7. LDG 1984 § 26 gültig von 29.07.2022 bis 31.12.2023 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 137/2022
  8. LDG 1984 § 26 gültig von 24.12.2020 bis 28.07.2022 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  9. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2020 bis 23.12.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 153/2020
  10. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2019 bis 31.08.2020 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 102/2018
  11. LDG 1984 § 26 gültig von 01.01.2019 bis 31.08.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  12. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  13. LDG 1984 § 26 gültig von 15.06.2012 bis 31.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 55/2012
  14. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2008 bis 14.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  15. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2007 bis 31.08.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 53/2007
  16. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.2006 bis 31.08.2007 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 165/2005
  17. LDG 1984 § 26 gültig von 01.08.2001 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 34/2001
  18. LDG 1984 § 26 gültig von 01.10.2000 bis 31.08.2006 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 86/2001
  19. LDG 1984 § 26 gültig von 01.10.2000 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 95/2000
  20. LDG 1984 § 26 gültig von 01.06.1996 bis 30.09.2000 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 329/1996
  21. LDG 1984 § 26 gültig von 01.09.1984 bis 31.05.1996
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Für das VwG besteht im fortgesetzten Verfahren betreffend Bestellung der Leiterin/des Leiters einer Volksschule auch die Möglichkeit der Erteilung eines Ergänzungsauftrages oder der Einholung eines neuen Gutachtens (vgl. VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Dabei ist zu berücksichtigen, dass insbesondere die als "Persönlichkeitsmerkmale" bezeichneten Fähigkeiten der Bewerber nicht Gegenstand exakter wissenschaftlicher Messung sein können, sondern nur einer entsprechend begründeten Sachverständigeneinschätzung, wobei aber die diesbezüglichen Begründungspflichten des Sachverständigen nicht überspannt werden dürfen (vgl. VwGH 26.2.2016, Ra 2016/12/0013). Das VwG hätte im Rahmen der Sachverhaltsfeststellungen die Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber, die es für entscheidungswesentlich erachtete, konkret anzuführen gehabt. Im Rahmen der Beweiswürdigung wäre darzustellen gewesen, auf Grund welcher Beweisergebnisse sich diese Feststellungen ergaben. Dabei hätte das VwG sich ua. auch auf schlüssige und nachvollziehbare Sachverständigengutachten stützen können. Eine Beschreibung der Vorgehensweise bei Erstellung eines "Gutachtens" betreffend die Qualifikationen der Bewerber kann die Darstellung allfälliger zusätzlicher Auswahlkriterien sowie die Dar- und Gegenüberstellung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber keinesfalls ersetzen (vgl. VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wären dann die konkreten Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber, wozu auch die hier als "Persönlichkeitsmerkmale" bezeichneten Kriterien zählen, einander gegenüber zu stellen gewesen. Das VwG hat zu beurteilen, welche Tatsachen bei der Beurteilung der Qualifikation der Bewerber zu berücksichtigen sind (vgl. VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Dies betrifft etwa auch die vorgelegten Bewerbungsunterlagen. Ebenso ist die Gewichtung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber vom VwG und nicht vom Sachverständigen vorzunehmen. Dies betrifft etwa die Gegenüberstellung der Tätigkeit als Schulleiter und jener als Schulleiter-Stellvertreterin. Erst wenn die erforderlichen Feststellungen betreffend die Bewerber vorliegen, ist eine Beurteilung möglich, wer die oder der Bestgeeignete ist. Bei der Beurteilung der Stellvertreter-Funktion der Bewerberin macht es einen Unterschied, ob sie lediglich die Schulleiterin/den Schulleiter bei deren/dessen Abwesenheit vertrat und welche Aufgaben sie diesfalls wahrzunehmen hatte oder ob sie ständig mit Aufgaben der Schulleitung betraut gewesen ist (vgl. VwGH 13.3.2009, 2007/12/0003).Für das VwG besteht im fortgesetzten Verfahren betreffend Bestellung der Leiterin/des Leiters einer Volksschule auch die Möglichkeit der Erteilung eines Ergänzungsauftrages oder der Einholung eines neuen Gutachtens vergleiche VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Dabei ist zu berücksichtigen, dass insbesondere die als "Persönlichkeitsmerkmale" bezeichneten Fähigkeiten der Bewerber nicht Gegenstand exakter wissenschaftlicher Messung sein können, sondern nur einer entsprechend begründeten Sachverständigeneinschätzung, wobei aber die diesbezüglichen Begründungspflichten des Sachverständigen nicht überspannt werden dürfen vergleiche VwGH 26.2.2016, Ra 2016/12/0013). Das VwG hätte im Rahmen der Sachverhaltsfeststellungen die Fähigkeiten und Kenntnisse der Bewerber, die es für entscheidungswesentlich erachtete, konkret anzuführen gehabt. Im Rahmen der Beweiswürdigung wäre darzustellen gewesen, auf Grund welcher Beweisergebnisse sich diese Feststellungen ergaben. Dabei hätte das VwG sich ua. auch auf schlüssige und nachvollziehbare Sachverständigengutachten stützen können. Eine Beschreibung der Vorgehensweise bei Erstellung eines "Gutachtens" betreffend die Qualifikationen der Bewerber kann die Darstellung allfälliger zusätzlicher Auswahlkriterien sowie die Dar- und Gegenüberstellung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber keinesfalls ersetzen vergleiche VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Im Rahmen der rechtlichen Beurteilung wären dann die konkreten Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber, wozu auch die hier als "Persönlichkeitsmerkmale" bezeichneten Kriterien zählen, einander gegenüber zu stellen gewesen. Das VwG hat zu beurteilen, welche Tatsachen bei der Beurteilung der Qualifikation der Bewerber zu berücksichtigen sind vergleiche VwGH 3.7.2020, Ra 2019/12/0061). Dies betrifft etwa auch die vorgelegten Bewerbungsunterlagen. Ebenso ist die Gewichtung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Bewerber vom VwG und nicht vom Sachverständigen vorzunehmen. Dies betrifft etwa die Gegenüberstellung der Tätigkeit als Schulleiter und jener als Schulleiter-Stellvertreterin. Erst wenn die erforderlichen Feststellungen betreffend die Bewerber vorliegen, ist eine Beurteilung möglich, wer die oder der Bestgeeignete ist. Bei der Beurteilung der Stellvertreter-Funktion der Bewerberin macht es einen Unterschied, ob sie lediglich die Schulleiterin/den Schulleiter bei deren/dessen Abwesenheit vertrat und welche Aufgaben sie diesfalls wahrzunehmen hatte oder ob sie ständig mit Aufgaben der Schulleitung betraut gewesen ist vergleiche VwGH 13.3.2009, 2007/12/0003).

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Sachverständiger Aufgaben

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2021120048.L01

Im RIS seit

25.04.2023

Zuletzt aktualisiert am

30.05.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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