RS Vwgh 2023/4/11 Ra 2023/09/0054

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 11.04.2023
beobachten
merken

Index

L24003 Gemeindebedienstete Niederösterreich
10/01 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)
10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren

Norm

AVG §1
B-VG Art133 Abs6
B-VG Art133 Abs6 Z1
B-VG Art133 Abs6 Z2
B-VG Art133 Abs8
GdBDO NÖ 1976 §118
GdBDO NÖ 1976 §119 Z2
GdBDO NÖ 1976 §124 Abs2
GdBDO NÖ 1976 §125 Abs1
GdBDO NÖ 1976 §125 Abs3 Z2
GdBDO NÖ 1976 §128
GdBDO NÖ 1976 §128 Z1
GdBDO NÖ 1976 §156
VwGG §21 Abs1 Z3
VwGG §22
VwGG §34 Abs1
VwGVG 2014 §17
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. B-VG Art. 133 heute
  2. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2019 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 138/2017
  3. B-VG Art. 133 gültig ab 01.01.2019 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  4. B-VG Art. 133 gültig von 25.05.2018 bis 31.12.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 22/2018
  5. B-VG Art. 133 gültig von 01.08.2014 bis 24.05.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 164/2013
  6. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2014 bis 31.07.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  7. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.2004 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 100/2003
  8. B-VG Art. 133 gültig von 01.01.1975 bis 31.12.2003 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 444/1974
  9. B-VG Art. 133 gültig von 25.12.1946 bis 31.12.1974 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 211/1946
  10. B-VG Art. 133 gültig von 19.12.1945 bis 24.12.1946 zuletzt geändert durch StGBl. Nr. 4/1945
  11. B-VG Art. 133 gültig von 03.01.1930 bis 30.06.1934
  1. VwGG § 21 heute
  2. VwGG § 21 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 21 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 21 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 21 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  6. VwGG § 21 gültig von 01.01.1991 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  7. VwGG § 21 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990
  1. VwGG § 22 heute
  2. VwGG § 22 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 22 gültig von 15.12.2010 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 98/2010
  4. VwGG § 22 gültig von 01.07.2008 bis 14.12.2010 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 22 gültig von 05.01.1985 bis 30.06.2008
  1. VwGG § 34 heute
  2. VwGG § 34 gültig ab 01.07.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 2/2021
  3. VwGG § 34 gültig von 01.01.2014 bis 30.06.2021 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VwGG § 34 gültig von 01.03.2013 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  5. VwGG § 34 gültig von 01.07.2008 bis 28.02.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  6. VwGG § 34 gültig von 01.08.2004 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 89/2004
  7. VwGG § 34 gültig von 01.09.1997 bis 31.07.2004 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 88/1997
  8. VwGG § 34 gültig von 05.01.1985 bis 31.08.1997

Rechtssatz

Der Landesgesetzgeber hat der Disziplinarkommission gemäß § 119 Z 2 NÖ GdBDO 1976 die Zuständigkeit zur Erlassung von Disziplinarerkenntnissen und somit zur disziplinarrechtlichen Verfolgung von Gemeindebeamten übertragen. Weitere Disziplinarbehörde ist gemäß § 118 Z 1 NÖ GdBDO 1976 der Bürgermeister. Gemäß § 128 NÖ GdBDO 1976 sind Parteien im Disziplinarverfahren der Beschuldigte und der Disziplinaranwalt, dem gemäß § 125 Abs. 1 NÖ GdBDO 1976 die Aufgabe der Vertretung der dienstlichen Interessen im Disziplinarverfahren zukommt. Ihm ist auch gemäß Abs. 3 Z 2 legcit. das Recht eingeräumt, gegen Entscheidungen des LVwG gemäß Art. 133 Abs. 8 B-VG Revision an den VwGH zu erheben. Ausgehend davon ist nicht ersichtlich, dass der revisionswerbenden Stadtgemeinde ein subjektiv-öffentliches Recht auf Disziplinierung des Gemeindebeamten zukommt. Die von ihr ins Treffen geführten dienstlichen Interessen sind im Verfahren vor dem VwGH durch die Niederösterreichische Landesregierung geltend zu machen, der schon im Hinblick auf die gemäß § 124 Abs. 2 NÖ GdBDO 1976 eingeräumten Weisungsfreiheit der Mitglieder der Disziplinarkommission gemäß § 21 Abs. 1 Z 3 iVm § 22 zweiter Satz VwGG Parteistellung zukommt. Davon abgesehen sind auch die Disziplinarkommission für Gemeindebeamte bei der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha als vor dem VwG belangte Behörde gemäß Art. 133 Abs. 6 Z 2 B-VG sowie der Disziplinaranwalt nach Art. 133 Abs. 8 B-VG iVm. § 125 Abs. 3 Z 2 NÖ GdBDO 1976 revisionslegitimiert. Dieses Ergebnis entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des VwGH zu vergleichbaren Disziplinarrechtssystemen von Beamten, wonach Interessen der Dienstbehörde im Verfahren vor dem VwGH durch den zuständigen Bundesminister bzw. die zuständige Landesregierung geltend gemacht werden können (§ 21 Abs. 1 Z 3 VwGG; vgl. 1988 VwGH 19.4.2022, Ro 2020/09/0007; VwGH 10.9.2015, Ro 2015/09/0003; vgl. im Übrigen in diesem Zusammenhang § 156 NÖ GdBDO 1976, wonach Dienstbehörde erster Instanz grundsätzlich der Bürgermeister und in Städten mit eigenem Statut der Magistrat ist).Der Landesgesetzgeber hat der Disziplinarkommission gemäß Paragraph 119, Ziffer 2, NÖ GdBDO 1976 die Zuständigkeit zur Erlassung von Disziplinarerkenntnissen und somit zur disziplinarrechtlichen Verfolgung von Gemeindebeamten übertragen. Weitere Disziplinarbehörde ist gemäß Paragraph 118, Ziffer eins, NÖ GdBDO 1976 der Bürgermeister. Gemäß Paragraph 128, NÖ GdBDO 1976 sind Parteien im Disziplinarverfahren der Beschuldigte und der Disziplinaranwalt, dem gemäß Paragraph 125, Absatz eins, NÖ GdBDO 1976 die Aufgabe der Vertretung der dienstlichen Interessen im Disziplinarverfahren zukommt. Ihm ist auch gemäß Absatz 3, Ziffer 2, legcit. das Recht eingeräumt, gegen Entscheidungen des LVwG gemäß Artikel 133, Absatz 8, B-VG Revision an den VwGH zu erheben. Ausgehend davon ist nicht ersichtlich, dass der revisionswerbenden Stadtgemeinde ein subjektiv-öffentliches Recht auf Disziplinierung des Gemeindebeamten zukommt. Die von ihr ins Treffen geführten dienstlichen Interessen sind im Verfahren vor dem VwGH durch die Niederösterreichische Landesregierung geltend zu machen, der schon im Hinblick auf die gemäß Paragraph 124, Absatz 2, NÖ GdBDO 1976 eingeräumten Weisungsfreiheit der Mitglieder der Disziplinarkommission gemäß Paragraph 21, Absatz eins, Ziffer 3, in Verbindung mit Paragraph 22, zweiter Satz VwGG Parteistellung zukommt. Davon abgesehen sind auch die Disziplinarkommission für Gemeindebeamte bei der Bezirkshauptmannschaft Bruck an der Leitha als vor dem VwG belangte Behörde gemäß Artikel 133, Absatz 6, Ziffer 2, B-VG sowie der Disziplinaranwalt nach Artikel 133, Absatz 8, B-VG in Verbindung mit Paragraph 125, Absatz 3, Ziffer 2, NÖ GdBDO 1976 revisionslegitimiert. Dieses Ergebnis entspricht auch der ständigen Rechtsprechung des VwGH zu vergleichbaren Disziplinarrechtssystemen von Beamten, wonach Interessen der Dienstbehörde im Verfahren vor dem VwGH durch den zuständigen Bundesminister bzw. die zuständige Landesregierung geltend gemacht werden können (Paragraph 21, Absatz eins, Ziffer 3, VwGG; vergleiche 1988 VwGH 19.4.2022, Ro 2020/09/0007; VwGH 10.9.2015, Ro 2015/09/0003; vergleiche im Übrigen in diesem Zusammenhang Paragraph 156, NÖ GdBDO 1976, wonach Dienstbehörde erster Instanz grundsätzlich der Bürgermeister und in Städten mit eigenem Statut der Magistrat ist).

Schlagworte

sachliche Zuständigkeit in einzelnen Angelegenheiten

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2023090054.L03

Im RIS seit

02.05.2023

Zuletzt aktualisiert am

19.06.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
Zurück Haftungsausschluss Vernetzungsmöglichkeiten

Sofortabfrage ohne Anmeldung!

Jetzt Abfrage starten