RS Vwgh 2023/5/16 Ra 2023/09/0020

JUSLINE Rechtssatz

Veröffentlicht am 16.05.2023
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Index

10/07 Verwaltungsgerichtshof
40/01 Verwaltungsverfahren
82/02 Gesundheitsrecht allgemein

Norm

AVG §45 Abs2
COVID-19-NotmaßnahmenV 03te 2021 §12 Abs2
EpidemieG 1950 §15
EpidemieG 1950 §40 Abs1 litc
VStG §24
VStG §45 Abs1 Z1
VwGG §42 Abs2 Z1
VwGVG 2014 §38
  1. VStG § 24 heute
  2. VStG § 24 gültig ab 15.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 57/2018
  3. VStG § 24 gültig von 01.01.2014 bis 14.08.2018 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  4. VStG § 24 gültig von 26.03.2009 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 20/2009
  5. VStG § 24 gültig von 20.04.2002 bis 25.03.2009 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 65/2002
  6. VStG § 24 gültig von 01.01.1999 bis 19.04.2002 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 158/1998
  7. VStG § 24 gültig von 01.07.1995 bis 31.12.1998 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 620/1995
  8. VStG § 24 gültig von 01.02.1991 bis 30.06.1995
  1. VwGG § 42 heute
  2. VwGG § 42 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 33/2013
  3. VwGG § 42 gültig von 01.07.2012 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 51/2012
  4. VwGG § 42 gültig von 01.07.2008 bis 30.06.2012 zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 4/2008
  5. VwGG § 42 gültig von 01.01.1991 bis 30.06.2008 zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 330/1990
  6. VwGG § 42 gültig von 05.01.1985 bis 31.12.1990

Rechtssatz

Feststellungen dazu, ob der Beschuldigte den nach § 12 Abs. 2 erster Satz 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung erforderlichen Mindestabstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, eingehalten hat, fehlen im Verfahren betreffend Einstellung eines Strafverfahrens nach dem EpidemieG 1950 in Verbindung mit der 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung . Zur Klärung dieser Frage wäre das VwG jedoch verpflichtet gewesen. Die in diesem Zusammenhang im Rahmen der rechtlichen Erwägungen pauschal getroffenen Ausführungen, dass regelmäßig zu dem auf dem vorgedruckten Anzeigeformular angegebenen Sachverhalt keine ergänzenden Angaben gemacht werden könnten und von einer ergänzenden Einvernahme des Meldungslegers keine Klärung zu erwarten sei, stellen bloß eine unzulässige antizipierende Beweiswürdigung dar (vgl. VwGH 15.3.2023, Ra 2022/09/0132; 15.3.2023, Ra 2022/09/0140).Feststellungen dazu, ob der Beschuldigte den nach Paragraph 12, Absatz 2, erster Satz 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung erforderlichen Mindestabstand gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, eingehalten hat, fehlen im Verfahren betreffend Einstellung eines Strafverfahrens nach dem EpidemieG 1950 in Verbindung mit der 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung . Zur Klärung dieser Frage wäre das VwG jedoch verpflichtet gewesen. Die in diesem Zusammenhang im Rahmen der rechtlichen Erwägungen pauschal getroffenen Ausführungen, dass regelmäßig zu dem auf dem vorgedruckten Anzeigeformular angegebenen Sachverhalt keine ergänzenden Angaben gemacht werden könnten und von einer ergänzenden Einvernahme des Meldungslegers keine Klärung zu erwarten sei, stellen bloß eine unzulässige antizipierende Beweiswürdigung dar vergleiche VwGH 15.3.2023, Ra 2022/09/0132; 15.3.2023, Ra 2022/09/0140).

Schlagworte

Besondere Rechtsgebiete Beweiswürdigung antizipative vorweggenommene

European Case Law Identifier (ECLI)

ECLI:AT:VWGH:2023:RA2023090020.L01

Im RIS seit

15.06.2023

Zuletzt aktualisiert am

12.07.2023
Quelle: Verwaltungsgerichtshof VwGH, http://www.vwgh.gv.at
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