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001 Verwaltungsrecht allgemeinNorm
B-VG Art102Beachte
Rechtssatz
Art. 133 Abs. 8 B-VG normiert die verfassungsgesetzliche Ermächtigung des Bundes- oder Landesgesetzgebers zur Einräumung eines Revisionsrechts in anderen als den in Art. 133 Abs. 6 B-VG genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit. Von dieser Ermächtigung hat der Bundesgesetzgeber im Bereich der mittelbaren Bundesverwaltung mehrfach Gebrauch gemacht (vgl. zur Revisionslegitimation eines Bundesministers bzw. einer Bundesministerin etwa § 116 Abs. 2 WRG 1959 oder § 87c Abs. 3 AWG 2020). § 47a EpidemieG 1950 idF. BGBl. I Nr. 89/2022 ist am 1. Juli 2022 (ohne Übergangsbestimmung) in Kraft getreten (vgl. Materialien (GP XXVII. AB 1503)). Der VwGH hegte anlässlich auf § 47a EpidemieG 1950 gestützter Amtsrevisionen des BMSGPK bisher keine Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit der genannten Bestimmung (vgl. VwGH 28.3.2023, Ra 2022/09/0148; 5.5.2023, Ra 2022/03/0280). Der VwGH hat auch in Fällen der Übertretung des EpidemieG 1950, in denen sowohl der Tatzeitraum als auch die Erlassung des behördlichen Straferkenntnisses vor dem Inkrafttreten der EpidemieG 1950-Novelle BGBl. I Nr. 89/2022 lagen, keine Bedenken gegen die Zulässigkeit einer Amtsrevision des BMSGPK geäußert (vgl. VwGH 15.3.2023, Ra 2022/09/0140; VwGH 5.5.2023, Ra 2022/03/0280).Artikel 133, Absatz 8, B-VG normiert die verfassungsgesetzliche Ermächtigung des Bundes- oder Landesgesetzgebers zur Einräumung eines Revisionsrechts in anderen als den in Artikel 133, Absatz 6, B-VG genannten Fällen wegen Rechtswidrigkeit. Von dieser Ermächtigung hat der Bundesgesetzgeber im Bereich der mittelbaren Bundesverwaltung mehrfach Gebrauch gemacht vergleiche zur Revisionslegitimation eines Bundesministers bzw. einer Bundesministerin etwa Paragraph 116, Absatz 2, WRG 1959 oder Paragraph 87 c, Absatz 3, AWG 2020). Paragraph 47 a, EpidemieG 1950 in der Fassung Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 89 aus 2022, ist am 1. Juli 2022 (ohne Übergangsbestimmung) in Kraft getreten vergleiche Materialien Gesetzgebungsperiode römisch 27 . Ausschussbericht 1503)). Der VwGH hegte anlässlich auf Paragraph 47 a, EpidemieG 1950 gestützter Amtsrevisionen des BMSGPK bisher keine Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit der genannten Bestimmung vergleiche VwGH 28.3.2023, Ra 2022/09/0148; 5.5.2023, Ra 2022/03/0280). Der VwGH hat auch in Fällen der Übertretung des EpidemieG 1950, in denen sowohl der Tatzeitraum als auch die Erlassung des behördlichen Straferkenntnisses vor dem Inkrafttreten der EpidemieG 1950-Novelle Bundesgesetzblatt Teil eins, Nr. 89 aus 2022, lagen, keine Bedenken gegen die Zulässigkeit einer Amtsrevision des BMSGPK geäußert vergleiche VwGH 15.3.2023, Ra 2022/09/0140; VwGH 5.5.2023, Ra 2022/03/0280).
Schlagworte
Anzuwendendes Recht Maßgebende Rechtslage VwRallg2 Auslegung Anwendung der Auslegungsmethoden Verhältnis der wörtlichen Auslegung zur teleologischen und historischen Auslegung Bedeutung der Gesetzesmaterialien VwRallg3/2/2European Case Law Identifier (ECLI)
ECLI:AT:VWGH:2023:RA2023070017.L01Im RIS seit
24.07.2023Zuletzt aktualisiert am
11.12.2023